Auslitern - womit?

Oh Mann,
der Walter hat doch wirklich schon alles praktisch ausprobiert :bitte:, wo andere nur quatschen )(-:.
Ich glaub sogar schon mir Kanariensand, aber nicht in verbautem Zustand.

Ich beharre darauf (!!!!!) das geht nur mit ÖL :oberl::oberl::oberl:

Gruß Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd,

wenn es Dir nur um die Kontrolle der Quetschkante geht, kannst Du doch im zusammengebauten Motor die Methode Lötzinn anwenden.

Dazu den Motor auf eine Stellung kurz vor OT bingen.
Auf der Seite, die gerade im Verdichtungstakt ist (beide Ventile geschlossen) durch das Kerzenloch einen 2 mm dicken Lötzinndraht so einführen, daß er seitlich die Zylinderwand berührt.
Dann den Motor über OT hinwegdrehen und den Lötzinn herausnehmen und die Dicke der gequetschten Stelle messen (im Idealfall dann 1,5 mm in Deinem Fall).
Anschließend den Motor um eine Umdrehung weiterdrehen und auf der anderen Seite genauso verfahren.

Gruß Ulli

Hat was...!
 
...Haben beide Zylinder den gleichen Kompressionsdruck ist davon auszugehen, daß die Brennräume annähernd gleich sind.

Gruß
Walter

... und nur auf den Vergleich kommt es mir ja an. Aber ich fürchte, daß die Genauigkeit der Kompressionsmessung relativ grob ist. (Aber eben auf beiden Seiten. Ich werd's mal probieren.)
 
Nachtrach 2: könnte man nicht allerdings durch hingebungsvolles Synchronisieren eines Motors mit 2 unterschiedlich großen Brennräumen genau diesen Umstand maskieren (so daß Dein Meßgerät gleiche Kurven zeigt)? Also nach dem Prinzip "2 Fehler neutralisieren sich"?
Hallo Gerd,

das glaube ich nicht. Wenn es nur um den absoluten Unterdruck ginge, wäre Deine Annahme wohl richtig. Da das "EKG" aber den gesamten Unterdruckverlauf während eines Arbeitsspiels für jeden Zylinder als Kurve anzeigt, werden sich unterschiedliche Brennräume (und damit unterschiedliche Verbrennungsabläufe) auch in unterschiedlichen Kurven manifestieren.

Gruß,
Florian
 
Hallo Gerd,

das glaube ich nicht. Wenn es nur um den absoluten Unterdruck ginge, wäre Deine Annahme wohl richtig. Da das "EKG" aber den gesamten Unterdruckverlauf während eines Arbeitsspiels für jeden Zylinder als Kurve anzeigt, werden sich unterschiedliche Brennräume (und damit unterschiedliche Verbrennungsabläufe) auch in unterschiedlichen Kurven manifestieren.

Gruß,
Florian

Hallo Florian,
die Frage ist nur, wie lange man studiert haben muß, um diese Kurven richtig zu interpretieren :rolleyes:. OK: wenn beide gleich sind, dann sind wohl Differenzen ausgeschlossen. Aber es kann doch viel zusammenkommen und sich unbekannterweise überlagern...

Interessantes Gerät allemal. Weihnachten naht.:D
 
Mann könnte den Brennraum vollmachen Fahrzeug genau 20cm an die wand stellen unddann ohne kerze auf den Starterdrücken.An der spritzhöhe erkennt man dann die gleichmässige verdichtung!!1m 8,5:1 1,5m 9,5:1 3m 12,5:1... musst nur drauf achten das das Fahrzeug immer gleich weit weg steht . Also ich hab anfangs mal 20w50 oder 10w40 genommen gibt aber blasen ist ziemlich ungenau.Am besten hatt es mit 10er od 15er Gabelöl funtioniert da gibts keine blasen. Mopet auf einem stück holz auf den Ventildeckel stellen Zünd OT mit messuhr ermitteln und mit ner kleinen 10-20ml spritze bis zum unteren kerzenlochrand . ist ziemlich genau habs mehrmals gemacht und kam bei replacement kit auf ca 9,3:1 und bei BBK auf 10,4:1 bei r100gs std komm ich auf 8,2:1 etwas unterschiede gibts da immer von re zu links. mehrfach messen um die ergebnisse zu untermauern.Verdammt wie stell ich das html dings um wenn ich ne leerzeile mach hätte ich auch gern eine.
 
Zuletzt bearbeitet:
ps: ich vermute auch öl ist das genaueste aber das mit der spritzhöhe könnt ja mal jemand ausprobieren hätte ne 100gs mit bbk 12,7:1 und eine mit rplacement kit zur höhen vergleichsmessung
 
Wenn ich das mal etwas physikalisch untermalen darf: mit der Wurfweite mißt Du alles mögliche, bloß nicht das Verdichtungsverhältnis (im wesentlichen wohl den Anzug deines Anlassers, damit dürfte die Methode wohl entfernt als Amperemeter durchgehen ;) ).

Und völlig unfüsikalisch: für Spätburgunder gibt's wesentlich bessere Anwendungsmöglichkeiten!
 
Ich störe den wie so oft durchbrechenden humoristischen Aspekt nur ungerne mit ein paar öden ersten Messungen:

  1. Kompression (Mittelwert aus 4x2 Messungen)
    - links 9,6
    - rechts 9,5
    (weil es mir nicht auf den Absolutwert ankommt, habe ich beide mit "drannen" Vergasern gemessen, nur Gas dabei gegeben, und ja, ich weiß, der Schieber bleibt dabei unten)
  2. Lötzinn in die Quetschkante (hier hat meine Erinnerung "~1,5" offenbar getrogen):
    - links 1,0
    - rechts 1,1
    (auch hier habe ich je 3 Messungen gemacht, um nicht einer zufälligen Ölkohleablagerung aufzusitzen)

Erstens: die Abweichungen "rechts / links" passen zueinander.

Zweitens: Ulli, Deine Idee funktioniert bestens!

Drittens: jetzt muß ich nachrechnen, ob auch die Größenordnung des Verdichtungs-Unterschiedes zu der "gemessenen" QK-Differenz paßt. Könnte also einer Kolbenrückstandsdifferenz von 0,1 mm entsprechen.
 
  1. Lötzinn in die Quetschkante (hier hat meine Erinnerung "~1,5" offenbar getrogen):
    - links 1,0
    - rechts 1,1
    (auch hier habe ich je 3 Messungen gemacht, um nicht einer zufälligen Ölkohleablagerung aufzusitzen)

Erstens: die Abweichungen "rechts / links" passen zueinander.

Zweitens: Ulli, Deine Idee funktioniert bestens!

Hallo Gerd,

freut mich, aber Ehre wem Ehre gebührt.

"Das hab ich von Paul Blum gelernt,
und zwar im handumdrehn..."

Gruß Ulli
 
o,1mm kann mann prima mit ner selbstgeschnitzten Papierdichtung wegmurksen!oder man machts ordentlich und dreht den Zylinder entsprechend ab.PS: Da bei meinen beiden kisten Jeweis die gleichen Batterien und modifizierte Valeos montiert sind müsste ich nur die Batterien voll laden um ein Vergleichbares ergebniss zu erziehlen!
 
Ich störe den wie so oft durchbrechenden humoristischen Aspekt nur ungerne mit ein paar öden ersten Messungen:

  1. Kompression (Mittelwert aus 4x2 Messungen)
    - links 9,6
    - rechts 9,5
    (weil es mir nicht auf den Absolutwert ankommt, habe ich beide mit "drannen" Vergasern gemessen, nur Gas dabei gegeben, und ja, ich weiß, der Schieber bleibt dabei unten)
  2. Lötzinn in die Quetschkante (hier hat meine Erinnerung "~1,5" offenbar getrogen):
    - links 1,0
    - rechts 1,1
    (auch hier habe ich je 3 Messungen gemacht, um nicht einer zufälligen Ölkohleablagerung aufzusitzen)

Erstens: die Abweichungen "rechts / links" passen zueinander.

Zweitens: Ulli, Deine Idee funktioniert bestens!

Drittens: jetzt muß ich nachrechnen, ob auch die Größenordnung des Verdichtungs-Unterschiedes zu der "gemessenen" QK-Differenz paßt. Könnte also einer Kolbenrückstandsdifferenz von 0,1 mm entsprechen.

Dann zitier ich mich doch mal selber...

Also: nach den og. Ergebnissen habe ich nicht weiter gemessen und mit was auch immer ausgelitert, sondern am ZK rechts 0,1 mm abgenommen.

Effekt: Treffer! Der Motor läuft jetzt deutlich ruhiger unter Last.

(Ich weiß nicht, ob ich's irgendwo geschrieben habe: der Motor hat unter Last (nicht im Schiebebetrieb oder beim Dahingleiten) kräftig vibriert. Ursache: ein "top end", welches speziell auf einen anderen Motor hin gemessen und gemacht worden war, wurde auf ein anderes KGH umgesteckt. Und da kann man mit den Toleranzen bekanntlich Glück oder Pech haben...)
 
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