Brembo Beläge 07BB1408 quitschen

Tandil

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10. Aug. 2026
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Hallo,

im Zuge dessen, dass es ein überholten Sattel gab, hat die R80 G/S auch neue Beläge vorne bekommen.
Mit der BMW Nummer 34217657025 kam ich bei diversen Händlern zu den Brembo Belägen vom Typ 07BB1408.
Am Anfang mögen sie etwas gequitscht haben weil der neue Belag noch nicht ganz zur Scheibe (Dicke 5 mm) gepasst haben.
Aber jetzt nach 1,5 Tankfüllungen sollte doch Ruhe sein.
Bremsen tun sie gut, manchmal etwas ruppig, auf trockenem Asphalt kommt der Reifen beim Bremsen aus 50 km/h an seine Blockiergrenze.

Nur es quitscht ganz grässlich hoch fiepend.
So ein bisschen wie ein alter Güterzug (nur nicht so laut), als würde man mit feinen Spitzen Drähten über eine harte Metalloberfläche kratzen oder es so Verschleisanzeigebleche geben die an der Scheibe schleifen.

Die Oberfläche der Scheibe ist insgesamt ganz ganz leicht wellig (auf dem Biöd sichtbar als kreisförmige Linien) insgesamt aber sehr glatt schon fast spiegelnd.
20260905_124553.jpg
Die Scheibe scheint aus sehr rostträgem Material zu sein. Selbst bei hier Luftfeuchtigkeit bei langer Standzeit lief sie nie an und auch nach Regenfahrtren bleibt sie völlig blank.

Gibt es Belag/Scheiben Kombination die sich nicht vertragen?
Oder andere Ursachen?


Vielen Dank für eure Hilfe!
 
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Das sind wohl keine komplett organische Beläge - mach mal mind. 1.000 KM drauf, dann sollte es sich bessern.

Meine machen das nach 3.000 KM aktuell leider auch immer noch, sobald ich nahezu stehe.

Hans
 
Die Scheibe scheint aus sehr rostträgem Material zu sein. Selbst bei hier Luftfeuchtigkeit bei langer Standzeit lief sie nie an und auch nach Regenfahrtren bleibt sie völlig blank.
Originalscheibe oder Zubehör?
Davon ausgehend, dass BMW bei den Bremsscheiben der G/S und GS das selbe Material verwendete, kann ich verraten, dass ich bei der GS PD seit Jahren vorne jene Bremsbeläge verbaue:

TRW Lucas Bremsbelag TRW / Lucas MCB533SV - Sinter Performance mit ABE / ECE R90 (Shop-Link dient lediglich als Beispiel)

Die Beläge bremsen gut und quietschen bei meiner originalen Bremsscheibe trotz Sinter (!!!) nicht.
Du müsstest für Dich jedoch noch die richtige Belagsgröße auswählen.

Wobei ich bei meiner G/S damals meist rein organische des selben Herstellers verwendete:
Bremse für BMW R 80 G/S Monolever (1987) | myMoto24.de (Link erneut nur als Beispiel)

Gruß
Guido
 
Zuletzt bearbeitet:
Die von dir genannten MB533SV quietschen z.B.

Hans
Bei mir seltsamerweise nicht.
Oder hast Du meine GS schon mal Quietschen gehört?
Deshalb bin ich von diesen Belägen auch überzeugt, obwohl ich tendentiell bei Bremsbelägen alleine wegen des Verschleiß der Scheibe eher zu organischen neige.

Ist ohnehin unerheblich, denn ich konnte auf die Schnelle von TRW-Lucas keine Sinterbeläge für die G/S finden.
Die organischen hatte ich oben bereits verlinkt.

VG
Guido
 
Zuletzt bearbeitet:
Hatte jedes Mal nach dem Wechsel das Quietschen , was sich nach einen gewissen Zeit gegeben hat. Meist so 2.000 KM, derzeit einfach wohl mehr ...

Hans
 
Hallo Hans
ich geh mal davon aus , das Du die Kanten der Beläge 'gebrochen' hast
und das mit der Kupferpaste vielleicht auch gemacht hat , oder ?

Gottfried
 
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Ist ohnehin unerheblich, denn ich konnte auf die Schnelle von TRW-Lucas keine Sinterbeläge für die G/S finden.
Die organischen hatte ich oben bereits verlinkt.

VG
Guido

Verlinkt sind die MCB19, die entsprechenden Sinterbeläge heissen MCB19SV (SinterVorne) und sollten bei jedem vernünftigen Teilehändler lieferbar sein!
 
Ich kann euch leider nicht sagen, welche Beläge ich verbaut habe. Zu lange her, aber sie sind noch gut von der Belagstärke her. Auf alle Fälle Organische.

Gruß aus PAF
Gerd
 
Alles klar, Dankeschön!

Dann werde ich mal noch eine Weile fahren und hoffen dass es besser wird.
Ob es eine originale oder eine Zubehörscheibe ist, weiß mein Vater nicht mehr genau.
Begibt sich aber zum Aktenstudium, schließlich ist seit 1986 jede Rechnung abgeheftet.

Wenn mehr nichts brigen, dann werden wohl Beläge verbaut die explizit einen organischen Reibbelag haben.
Ist evtl auch mit dem Hinblick auf den Preis einer neuen Bremsscheibe und der Schonung der selben durch organische Beläge sinnvoll.
 
Meine Erfahrungen rühren nur von Autobelägen her.

Die Kanten vorne und hinten müssen angefast sein (oder gebrochen).
Auf die Rückseite der Beläge kommt spezielle Belagpaste, durch die Kolben und Belag zueinander gedämpft werden. Hochfrequente Schwingungen werden weitgehend vermieden. Kupferpaste gehört da nicht hin. Hat man früher genommen, die geeignete Paste hat bessere Eigenschaften.
 
Moin,

mit den blauen Carbon Ceramic habe ich auch schon Theater gehabt. OK, in einer Sechskolben Anlage, aber der Belag wird ja gleich sein. Aus meinen Braking Scheiben haben die Brembo kleine Riefen bzw. Körner gezogen. Jetzt Brembo Scheiben wieder mit den Blauen, quietscht wie Sau, kurz vorm stehen. Das ist echt nervig. Werde wieder auf EBC wechseln. Die waren super mit den Braking Scheiben.
 
Hallo,
nicht nur die Rückseite sondern auch die vordere Kante des Bremsbelagträgers welche beim Bremsen im Bremssattel anliegt dünn mit Bremsbelagpaste bestreichen. Auch Kupferpaste reicht dafür.
So habe ich bis jetzt immer das lästige Quietschen wegbekommen.
Vor allem die original verbauten Bremsbeläge waren dafür anfällig.

Fahre nun seit mehr als 25 Jahren nur mehr sowohl Organische als auch die Sinterbeläge von TRW Lucas zur vollsten Zufriedenheit.
 
Hallo Hans
ich geh mal davon aus , das Du die Kanten der Beläge 'gebrochen' hast
und das mit der Kupferpaste vielleicht auch gemacht hat , oder ?

Gottfried
Gebrochen ja, Kupferpaste ist Teufelszeug. Ganz ehrlich, wie oft habe ich von dem Zeugs früher Reste AUF den Belägen gefunden - dann quietscht es sicherlich nicht mehr. Da bei mir das Quietschen irgendwann verschwindet, ist mir das nahezu egal. Und ich mache keinerlei Pasten drauf.

Hans
 
Die Carbon-Keramik-Bremsbeläge von Brembo oder andere synthetische Beläge pfeifen nur und ruinieren die Bremsscheiben, ohne zu bremsen.
Ich habe an meiner R 100 RS drei Bremsscheiben ruiniert – nur Pfeifen und lächerliche Bremsleistungen.
Sie sind nutzlos bei BMW-Motorrädern mit 2-Ventil-Motoren, die alle zwischen 40 und 50 Jahre alt sind.
Wer Bremsmanöver am Limit und eine Bremsleistung wie bei modernen Motorrädern will, sollte besser das Motorrad wechseln und nicht bremsen.
Ich habe die Bremsscheiben gewechselt und organische Bremsbeläge montiert (Lucas, EBC, Textar BMW … ich erinnere mich nicht mehr genau), jetzt bremst sie gut, das Pfeifen ist verschwunden und die neuen Bremsscheiben sind ohne einen Kratzer.
Sinterbeläge, Carbon-Keramik-Beläge usw. sind zu hart für das Material der originalen BMW-Bremsscheiben. Sie ruinieren nur die Bremsscheiben, verursachen Quietschgeräusche, erreichen nie die richtige Betriebstemperatur und bremsen daher nicht.
Das ist meine Erfahrung; ich möchte mich nicht dazu äußern, wer positive Erfahrungen gemacht hat – die können sich glücklich schätzen.
Mit freundlichen Grüßen, Luca

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
 
So, die Beläge habe ich noch mal ausgebaut und alle Kanten rundum deutlich kräftiger mit der Feile angefast.
Dann die Rückseite und die Seite den Blechs ganz hauchzart mit Plastilube eingestrichen (etwa zwei Stecknadelkopf große Tropfen je belag) und wieder eingebaut.

Da quitschte es schon etwas weniger.

Dann habe ich ettliche Male sehr kräftig gebremst: Wenn die Bremse richtig heiß ist, quitscht sie nicht mehr nennenswert.
Aber schon nach kurzer ungebremster Fahrt ist sie wieder so kühl dass es wieder quitscht.
Aber lange nicht mehr so stark wie vorher.

Allerdings gerade die zahlreichen Vollbremsungen haben den Verschleiß der Scheibe augenscheinlich vorangetrieben.
Messen kann ich die Tage mal, meine Mikrometerschraube ist gerade außer Haus :D
 
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