Bremse entlüften?

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09. Juli 2007
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235
Ort
Mittelfranken
Hallo,

kurze Frage zum Entlüften der vorderen Bremse, muss die Handbremspumpe der höchste Punkt des Systems sein?
Als Beispiel, bei meinem Umbau läuft die Bremsleitung in einem großen weiten Bogen gut 10cm (aus der horizontalen gemessen) über der "Höhe" der HBPumpe und dann am linken Gabelholm runter Richtung BZ.
Bleibt in diesem Bereich (der über dem Niveau der Handbremspumpe liegt) Luft im System? Und falls ja, wie kriege ich die raus?
Hab gestern fast 1 Std. versucht zu entlüften, der Druckpunkt am Hebel blieb "schwammig"...meine Vermutung, ich habe nicht komplett die Luft aus dem System raus gebracht...danke euch :-)

LG
Frank
 
Hallo Frank,
wie Jürgen schon sagt, liegst du richtig. Die Luft im System sammelt sich immer am höchsten Punkt. Und der ist bei deinem Krad nicht im HBZ. Ist so wie beim Entlüften der Heizung. Da reicht es auch nicht, nur im Erdgeschoss die Ventile zu öffnen.


Also:


ww.jpg



Gruß
Reimund
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo,

bei der R100RT/2 ergibt die Führung der Bremsleitung vom linken Bremssattel zum rechten hoch über den Stabilisator einen größeren Höhenunterschied - und: Es geht erstaunlicherweise durchaus auch mit normalem Pumpen mit dem Bremshebel.

mfg
ffritzle
 
...kurzes Feedback:

Handbremshebel über Nacht mit Kabelbinder Richtung Griff gezogen und Bremszange höher als Geberzylinder gehängt und die Leitung mal abgeklopft und nochmal entlüftet...und gepumpt und gepumpt und gepumpt...das hats dann gebracht...bremst jetzt wie es sein soll...danke an alle die geantwortet haben...merci :-)

Frank
 
Große 100ml Blasenspritze in Apotheke geholt und mit Schmackes von unten befüllen

Ganz genau! Bei der Pumperei über den gesamten Weg des Handbremshebels hätte ich Bedenken, dass die sensible Dichtlippe in Bereiche gerät, wo sie ganz schnell zur Undichtung wird.

Aber bitte vorher und zwischendurch immer wieder das Vorratsgefäß an der Armatur entleeren, es sei denn, die Mopete gehört sowieso entlackt :D!

Beste Grüße, Uwe
 
Mit Schmackes ist nicht nötig und 100 mL sind meiner Meinung nach zu viel.

Ich mache es so, dass ich den Lenker nach links einschlage, damit das Ausgleichsgefäß der höchste Punkt des Bremssystems ist. Mittels Spritze sauge ich das Vorratsgefäß aus, und dann befülle ich mittels einer zweiten Spritze, die ich mit einem ca. 2 cm langen Silikonschlauch als "Adapter" auf den Entlüftungsnippel stecke. Wenn das Ausgleichsgefäß wieder voll ist, sauge ich dort nochmal ab und drücke dann von unten nach bis der gewünschte Pegel im Ausgleichsgefäß erreicht ist.
Luft ist dann nicht im System, d.h. Pumpen oder Fixieren des gezogen Bremshebels über Nacht ist nicht nötig, jedenfalls an meiner Monolever-RT.

p.s. Wenn ich mich recht entsinne hat Detlev das Befüllen von unten mal sehr schön im Thread "Aufbau Nord" beschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
p.s. Wenn ich mich recht entsinne hat Detlev das Befüllen von unten mal sehr schön im Thread "Aufbau Nord" beschrieben.

Ja, inzwischen tu ich das aber nicht mehr. Da hier ein einigermaßen leistungsfähiger Kompressor rumoxidiert habe ich mir eine Bremsentlüftungspumpe gegönnt und damit geht das optimal schnell.

Bevor ich eine alte Bremsanlage allerdings neu befülle, zerlege ich kurz den Handbremszylinder, entferne den Schmodder und poliere den Zylinder mit einer kleinen Silberdrahtbürste an der Handstückbohrmaschine (Dremel etc.) aus. Danach kann ich dann sicher sein, dass durch Pumpbewegungen die Dichtungen des Bremskolbens nicht beschädigt werden.
Und wenns im Bremsflüssigkeitsbehälter schwarz aussieht, dürften die Bremszangen auch um Hilfe schreien....
 
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