Hallo Lars,
na dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben:
Zunächst mal

, wenn ich so ne Anleitung schreiben würde, wär's, berufsbedingt, ein Roman geworden. D. h. ich hätte auch noch alle möglichen und unmöglichen Montagefehler und ihre Auswirkungen beschrieben usw.
Aber nun zu Deiner Anleitung:
Zum Blockieren nehme ich das gleiche "Spezialwerkzeug", allerdings stecke ich den Schraubendreher in Kurbelwellenflucht zwischen Anlasserzahnkranz und Motorgehäuse, die Anlasserabdeckung muß nicht demontiert werden.
Die Spannschrauben sind, wie von Matze bereits geschrieben, bei der leichten Kupplung unnötig.
Zu den "Wuchtmarkierungen": Die Teile werden in der Fertigung, jedes für sich, ausgewuchtet. Die Markierungen zeigen eine Restunwucht. Ideal ist es natürlich, wenn die Restunwuchten um 120° versetzt montiert werden. Bis jetzt hatte ich jedoch noch nie Probleme wenn ich die Einzelteile "frei Schnauze" montiert habe weil keine Markierungen mehr erkennbar waren.
Das Teil mit dem Anlasserzahnkranz ist sehr wohl ein Kupplungsteil, nämlich das Gehäuse und keine Schwungscheibe.
Zur Belagstärke hat Wilhelm bereits was geschrieben, was er gut aus meinen früheren Beiträgen gelernt hat.
Ausrichten der Scheibe geschieht natürlich idealerweise mit dem Zentrierdorn, jedoch benötigt man keinen Messschieber. Da der AussenØ des Gehäusedeckels nur unwesentlich größer als der AussenØ der Kupplungsscheibe ist kann man diese an ihm sehr gut ausrichten.
Die Kupplungsnabe sollte bereits vor dem Einbau geschmiert werden. Fett in Kupplungsnabe geben - Nabe auf gesäuberte Getriebeeingangswelle aufschieben - mehrmals wiederholen, dabei Scheibe verdrehen damit das Fett gleichmässig verteilt wird - Fett welches aus der Nabe geschoben wurde penibel entfernen damit es später die Beläge nicht schmiert.

Das Foto ist Schleichwerbung und zeigt auch noch das falsche Fabrikat. Ein Bild der SACHS - Fettverpackung kann ich Dir gerne zur Verfügung stellen.
PS.: Bitte die Smilies beachten!