Erfahrungen mit kleineren LiFePo Kapazitäten?

Himmelhoch

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Guten Morgen liebe Leute,

LifePos sind hier ja immer wieder Thema.
Dabei scheinen Kapazitäten ab ca. 8Ah genutzt zu werden. Meistens wohl die Headways 38120 als 4s1p , entweder mit 8Ah 25C oder 10Ah 10C.
Hat jemand Erfahrungen mit kleineren Kapazitäten? Wenn ja bei welchen Motoren, Anlassern und mit welchen Zellen?

Viele Grüße
Hermann
 
Würde mich auch interessieren, aber kann den Kapazität Sünde sein ?

So schwer sind die LiFePos doch auch nicht, als dass man da nicht mal
satt überdimensionieren sollte oder ?

.
 
Stimmt es, dass beim Anlassen so 80A gezogen werden? (hab so was im Kopf).
Bei 8 Ah ist das ne kurze Zeit.
Ich denke jeder sollte das für sich mal überlegen wie lange der Startvorgang ist. Evtl. braucht man mal zwei.
So würde ich unter die 8Ah keinesfalls gehen.

Jeder wie er meint.
 
Stimmt es, dass beim Anlassen so 80A gezogen werden? (hab so was im Kopf).
Bei 8 Ah ist das ne kurze Zeit.

Ja, rein rechnerisch sind das 6 Minuten. In der Zeit raucht der Anlasser dann schon und winselt um Gnade.
Will sagen: Die 8Ah reichen immer aus, selbst bei einem startunwilligen Motor.
Zudem stellen die LiFePo4-Dinger einen sehr niedrigen Innenwiderstand und eine hohe Leerlaufspannung zur Verfügung. Der Anlasser dreht damit deutlich williger als mit einem Bleiakku.
Bei meiner selten gefahrenen 1000er GS kommt dann noch dazu, dass kaum eine Selbstentladung statt findet. Nachladen musste ich bisher noch nicht.
 
Wobei aber zu bedenken ist, dass die Batterie
nur rechnerisch die 6 Minuten durchhält :-(

Praktisch wird sie wegen des Spannungsabfalls
schon sehr viel früher den Anlasser nicht mehr
durchdrehen können.

Dabei ist die Verringerung der Kapazität unter Kälte
Einwirkung und der dabei höhere Strombedarf des
Anlassers noch gar nicht berücksichtigt.

Also sollten sich Winterfahrer durchaus eine sattere
Batterie gönnen, sonst könnte es manchmal auch
mit einer LiFePo echt knapp werden :-)
 
Wobei bei Kälte die Dinger wohl eher nicht so mögen.
Man soll die dann erst mal durch Spannung einschalten aufwecken und dann erst den Anlasser schnurren lassen.
Vielleicht kuscheln sich bei Kälte die Elektrodinger zusammen und wollen eher nicht ins kalte und arbeiten.:D
 
Wobei aber zu bedenken ist, dass die Batterie
nur rechnerisch die 6 Minuten durchhält :-(

Praktisch wird sie wegen des Spannungsabfalls
schon sehr viel früher den Anlasser nicht mehr
durchdrehen können.

Dabei ist die Verringerung der Kapazität unter Kälte
Einwirkung und der dabei höhere Strombedarf des
Anlassers noch gar nicht berücksichtigt.

Also sollten sich Winterfahrer durchaus eine sattere
Batterie gönnen, sonst könnte es manchmal auch
mit einer LiFePo echt knapp werden :-)

Das ist so nicht ganz zutreffend. Vorteil bei den LiFePo's ist nämlich, daß sie fast über ihre ganze Kapazität ihre Spannung halten, und "bis zuletzt" volle Leistung bringen. Bei konventionellen Akkus sinkt die Spannung schon lange vor dem Kapazitätsende so ab, daß die Motoren nicht mehr starten. Daher karrt man eigentlich 50% Kapazität und Gewicht umsonst in der Gegend rum!
Hier eine Entlade-Kurve: erst ab 10% Restkapazität bricht die Spannung zusammen - dann aber schlagartig.
BMW_R11.JPG

Das mit der Temperatur stimmt schon eher: LiFePO's haben es gerne wärmer.
 
Man sollte auch bedenken dass die Lima bei Leerlaufdrehzahl nicht wirklich lädt. Wenn man mal durch eine größere Stadt muss sind ganz schnell ein paar Amperestunden verbraucht. Und da hilft der geringe Innenwiderstand der LiFePo's dann auch nichts.
 
Hallöle miteinander,

ja die Bedenken kenne ich.
Mit den Headways 8Ah scheinen alle zufrieden zu sein und keinerlei Probleme zu haben.
Mich interessieren die Erfahrungen mit kleineren Kapazitäten und damit auch kleineren Zellen. Gar nicht so sehr wegen des Gewichts sondern eher wegen der Unterbringungsmöglichkeit und der Optik.
z.B: A123
http://www.a123systems.com/lithium-ion-cells-26650-cylindrical-cell.htm
Davon 4s3p oder gar auch nur 4s2p? Wären ja 7,5 Ah oder eben nur 5Ah. Gibt es da Erfahrungen?
Grüße
Hermann
 
Hallo liebe Leute,

ich will mal kurz berichten, dass ich mit ner R100GS mit Siebenrock BBK seit ca. 1000 km gute Erfahrungen mache mit 5 Ah Lifepos. Es sind diese Lifepos A123 2500 mAh als 4s2p.

Die Zellen sind als zwei Stangen 4s konfektioniert. Die Stangen befinden sich jeweils in einem Fahrradschlauch und sind dann hintereinander in das Rahmenrohr geschoben und 2p geschaltet.

Der Chobber-Bauer hatte hier schon mal davon berichtet.

Ich nutze übrigens den schwarzen Wehrleregler (= Behördenregler?). Bordspannung wird von nem digitalen Chinavoltmeter, per Relais an die Akkus geschaltet, angezeigt.
Mit Licht kommt die Bordspannung bisher nie über 14,00 Volt.
Mit dem roten (=normalen )Regler kam sie bei sonst gleicher Konfiguration mit Licht niemals über 13,5 Volt.
Bedenken bzgl. zu hoher Temperaturen im Rahmenrohr haben sich bisher nicht bewahrheitet. Gemessen habe ich die Temperaturen dort allerdings nicht.
Es waren bisher meistens Landstraße, einige wenige hundert km Autobahn (Teilstrecke zum Boku Treffen) und auch etwas Stadtverkehr.
Schön finde ich, dass das Werkzeug am alten Platz bleiben kann.
Grüße
Hermann

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Hallo Hermann.....
Sehr schön gelöst, möchte wenn i dann a a moi so weid bin, deine Lösung mit dem Rahmenrohr umsetzen .... TOP.
was haben die Akkus jetzt für einen Durchmesser?
Und wie lange sind die Pakete gesamt?
 
Ich habe auch eine 5Ah LifePo4 in meiner 1000er GS (ca. 7000 km, davon 3000 km Westalpentour). Als sie im Regen liegengeblieben ist wegen defekter Zündspule konnte ich noch ewig orgeln... dann Zündspule kurz trocken lassen, eingewickelt... nochmal eine Minute geleiert, dann lief sie wieder. Der Akku hat keine Schwäche gezeigt und den Anlasser die ganze Zeit sehr munter durchgedreht. Super )(-:

Lg
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr interessant - dann wird der 5AH A123 Akku mein 8AH Headway beim nächsten Wechsel ablösen.

Danke Ralf


Ich habe auch eine 5Ah LifePo4 in meiner 1000er GS (ca. 7000 km, davon 3000 km Westalpentour). Als sie im Regen liegengeblieben ist wegen defekter Zündspule konnte ich noch ewig orgeln... dann Zündspule kurz trocken lassen, eingewickelt... nochmal eine Minute geleiert, dann lief sie wieder. Der Akku hat keine Schwäche gezeigt und den Anlasser die ganze Zeit sehr munter durchgedreht. Super )(-:

Lg
 
Moin,

14V sind in dem Fall so was von unbedenklich - 14,4 wäre reguläre Ladeschlußspannung für 4s LiFePo4 Zellen. Die3 neueren A123 Zellen können bei 20° notfalls sogar bis 3,9V (=> 15,6V ab.
Ich fahr selber seit Jahren ohne Probleme mit einem auf Maß - sprich 14,3V - gebauten SH Regler an der Enduralast rum (4s Headway 8Ah).

Grüße,
Jörg.
 
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was haben die Akkus jetzt für einen Durchmesser?
Und wie lange sind die Pakete gesamt?

Hallo,
es sind zwei Stangen von je knapp 26,5 cm Länge und nem Durchmesser von 2,6 cm. Dann noch den Fahrradschlauch drum und als Abstandhalter zwischen den Stangen, wegen des Balanceranschlusses ein zurecht geschnitzter Korken. Insgesamt ne Länge von, denke max 55-56 cm. Habe jetzt nicht mehr gemessen.
Es passt so gut in das Rahmenroh der GS und die Kabel der ersten Stange passen auch gut an der zweiten vorbei nach außen.
Grüße
Hermann
 
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