Fallertmotor schüttelt sich nach Last

Euklid55

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Hallo,

seit ca. 20000 km fahre ich den Fallertmotor mit Einspritzung. Eigentlich immer problemlos. Nur neuerdings gibt es ein Unregelmäßigkeit. Nach starker Belastung schüttelt sich der Motor kurz und die LIMA Spannung rutscht mit in den Keller. Gibt es eine Erklärung dazu?

Gruß
Walter
 

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Hallo Walter,

hast Du dem Motor die nötige Nachtruhe gelassen? Morgens um halb fünf wollte ich bei der Kälte auch nicht den Feldberg hochgescheucht werden. ;)

Spaß beiseite, ich kenne das Phänomen nur von Dieselmotoren, gerade beim Abwürgen der Dieselzufuhr. Das hat wohl eher was mit Strömung und Menge des Gemischs zu tun während die Schwungscheibe sich weiter dreht. Kann der Spannungsabfall die Zündung beeinflussen? Waren es nicht um die 40 Kabel von Einspritzung und Zündung unter der Sitzbank? Ich wünsche Dir gutes Gelingen beim Finden des Fehlers.

Gelassen warte ich Deine Lösung ab, schließlich haben wir schon sieben Uhr. :rotwein:
 
sodele,

außer dass es keine Vergaservereisung :&&&: ist wissen wir immer noch keinen Rat für Walter. ;(;(

Wo sind die Alleswisser nur abgeblieben ?(.

Oder hat Walter das Problem schon gefunden? :cool:

Hans-Jürgen
 

Wörter die keiner braucht...



Hallo Walter,

ganz trivial wäre ein Leerlaufregler. Ist bei den Italocars an der Tagesordnung. Alle 20.000km kommt ein neuer rein. Warum? Keine Ahnung.

Dann wäre da Falschluft.
Das blöde bei der Falschluft ist, daß die nicht immer da ist.
Da ist suchen angesagt.
Habe öfters gesucht und nix gefunden, erst beim 5 x MAL mit Bremsenreiniger absprühen habe ich die Stelle gefunden.
Es war ein konstant erhöhter Leerlauf.

Aber wenn ich das richtig sehe, passiert das bei dir unter Last bei 6500 U/min, oder?
Da bricht er kurz zusammen.

Passiert das immer? Immer gleich?

Gruß Peter
 
Hi Walter,
also ich verstehe ja noch nicht einmal die Grafik,
die du angehängt hast, geschweige den ich wüste wie die im Normalfall aussehen soll :-)
Wünsche dir aber viel Glück bei der Fehlersuche ;-)
Grüße MartinA-GS
 
Für mich sieht das eher so aus, als ob das TPS-Signal einbricht, an der LiMa-Spannung kann ich jetzt keinen signifikanten Einbruch erkennen. Du hast doch als Lasterfassung einen Luftmassenmesser verbaut, wenn ich mich noch richtig erinnere. Kriegt der evtl mal einen Schwall Öl aus der Entlüftung auf die Heissfolie?
 
Was ist denn die lila Kurve?
Die hat ja den deutlichsten Einbruch.

Hallo Michael,

das ist der Throttle position sensor. Hoffe mal Walter hat nicht nur den Gashahn zugemacht....:pfeif:

Ev. ist es aber auch genau dieses Poti was dieses Signal so zerrupft aussehen läßt.

Gruß
Hans-Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

die Grafiken sind die Auswertungen aus der Zeitronix Zt2 / Datenlogger.

Von oben nach unten sind folgende Kurven/Werte im zeitlichen Verlauf aufgezeichnet:
1. Lambda-Wert (darf im Leerlauf ca. 0,92 und bei Vollast etwa 0,87 hoch sein).
2. Drehzahl (RPM; wird an einer der beiden Einspritzdüsen abgenommen)
3. Drosselklappenstellung (TPS; 0% = geschlossen; 100% = Vollgas)
4. Volt (Spannung an der Batterie gemessen)
5. Öl-Temperatur (Ölwanne)

Im zweiten Bild kann man sehr schön in der zweiten Kurve / Drehzahl eine Sägezahnbildung erkennen. Die Drehzahl pendelt innerhalb von zehntel Sekunden um ca. 600 U/min (d.h. 5800 - 6400). Das kann bei > 6000 U/min ja gar nicht sein.

Ich tippe, dass es ein elektrisches Problem ist (Lima?). Schließlich fällt in genau diesem Bereich auch die Batteriespannung. Die Einspritzdüsen bekommen unbrauchbare Steuerzeiten und fangen an zu "spucken".

Mit TPS hat es auf jeden Fall nichts zu tun.

Grüße,
Rainer
 
Mit TPS hat es auf jeden Fall nichts zu tun.

Grüße,
Rainer

Gut, aber der Einbruch ist deutlich zu erkennen. Ich hab die Problematik öfter mal bei Steckverbindungen an Airbagsystemen. Da heben die Kontakte für Sekundenbruchteile ab und es wird sofort ein Fehler geschrieben. Bei der anschliessenden Prüfung ist nichts festzustellen, alles im grünen Bereich. Der Fehler lässt sich löschen und es geht wieder eine unbestimmte Zeit gut, bis es wieder auftritt. Es sind dann definitiv die Stecker, wenn man die nämlich entfernt und die Kabel fest verbindet, dann ist das Problem weg.
Könnte also hier auch der Fall sein, der Einbruch im TPS ist jedenfalls ein starkes Indiz dafür. Leider ist keine Zeitskala erkennbar, um die Dauer festzustellen, ich nehm an, daß es im Millisekundenbereich liegt. Wie erfolgt die Aufnahme des Drehzahlsignals? Induktiv oder per Hallgeber?
Edit: Was mir auffält ist, daß die Batteriespannung in dem Moment wieder ansteigt, wo das TPS-Signal in den Keller geht. Ich denke mal, der Hund liegt wirklich irgendwo in der Verkabelung. Ob der Sägezahn im Drehzahlsignal ursächlich für den Ruck ist oder die kleine Spitze dort im Drehzahlsignal, wo das Loch im TPS vorbei ist, müsste geklärt werden.
 
Hallo Hubi,

das sind ja gruselige Fehler! Auf so etwas muss man dann erst einmal kommen.

Die RPM-Spitze sieht schon etwas komisch und anders als gewöhnlich aus. Ein kurzzeitiger Peak ist nicht ungewöhnlich, da wir eine Beschleunigungsanreicherung haben. D.h., wenn innerhalb einer definierten Zeit das TPS um mehr als x% geöffnet wird, verlängert das Steuergerät die Einspritzdauer. Da die Drehzahl hier an der Einspritzdüse abgenommen wird, sieht das dann im Kurvenverlauf wie ein kleiner ruckartiger Drehzahlanstieg aus.

Das TPS-Loch im unteren Bild ist 5,2 Sek. lang (ich habe den Logfile von Walter). Daher gehe ich davon aus, dass er gewollt den Gashahn zugedreht hat. Die Spannung bricht von guten 14V auf ca. 13,2V ein.
Ein RPM Sägezahn hat eine länge von ca. 0,4 Sek.

Bin mal gespannt ob Walter uns kommende Woche die Fehlerursache selber nennt. So wird er die Maschine ja wohl kaum über Winter wegstellen. :D

Grüße, Rainer
 
Die Geschichten mit den Airbagsteckern sind recht verbreitet.
Typisch bei älteren Fahrzeugen: Einsteigen, Sitz zurückschieben --> Fehler da. :D
 
Moin,

trägt jetzt nichts zur Ursachenforschung bei aber:
Wieso um alles in der Welt kommt man auf die Idee das Drehzahlsignal an einer Einspritzdüse abzunehmen?
Ich mein die Ignijet hat einen gut funktionierenden dezidierten Ausgang dafür und der liefert ein Signal, daß die Zeitronix versteht. Selbst die Doppelnutzung für Zeitronix und Motogadget stellt keinerlei Problem dar?

@Walter:
Welche Igni? Welche Firmwareversion? Welche Programmversion der ProgSoftware?
Was heißt 'nach Last'? Nach gewisser Zet / Strecke? Oder beim Gas wegnehmen? ....?

Ich würde vermutlich erst mal die Lima (Lagerung, Bürsten) nebst Pickup und elektr. Umfeld einer hochnotpeinlichen Befragung unterziehen.


Grüße Jörg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso um alles in der Welt kommt man auf die Idee das Drehzahlsignal an einer Einspritzdüse abzunehmen?

Moin,
tja, gute Frage. Anfänglich wollte ich bei meiner Einspritzung auch die Drehzahlabnahme mal umklemmen. Beim Auswerten der geloggten Daten habe ich dann aber festgestellt, dass man so die Beschleunigungsanreicherung gleich mit aufzeichnet (siehe Anhang).

Walter und ich fahren noch die V305 (Firmware: 20124a_Ignijet_2008_v305_HW1; mit Software V305).
Lt. meiner Nachfrage bei Jan M. von letzter Woche soll die V305 nicht den "Zündwinkelfehler" haben, der in der V306 enthalten war.
Mit Beginn der nächsten Saison werde ich aber auch auf die V306 wechseln.

Grüße, Rainer
 

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Moin,

trägt jetzt nichts zur Ursachenforschung bei aber:
Wieso um alles in der Welt kommt man auf die Idee das Drehzahlsignal an einer Einspritzdüse abzunehmen?
Ich mein die Ignijet hat einen gut funktionierenden dezidierten Ausgang dafür und der liefert ein Signal, daß die Zeitronix versteht. Selbst die Doppelnutzung für Zeitronix und Motogadget stellt keinerlei Problem dar?

@Walter:
Welche Igni? Welche Firmwareversion? Welche Programmversion der ProgSoftware?
Was heißt 'nach Last'? Nach gewisser Zet / Strecke? Oder beim Gas wegnehmen? ....?

Ich würde vermutlich erst mal die Lima (Lagerung, Bürsten) nebst Pickup und elektr. Umfeld einer hochnotpeinlichen Befragung unterziehen.


Grüße Jörg.


Hallo,

das Drehzahlsingnal an der Einspritzdüse abzunehmen kommt wegen der originalen BMW Drehzahlmesser Armatur. Direkt aus der Box geht es nicht, die Polung ist nicht negativ.
Der Strom für die Einspritzung wird an der Batterie über ein Relais entnommen. Das Relais wird angesteuert vom 3 poligen Stecker für die Zündung. Damit liegt immer die Batteriespannung an der Einspritzung an.
So wie es mittlerweile aussieht, bricht die LIMA Spannung zusammen und die Einspritzung läuft für wenige Millisekunden mit der Batteriespannung. Alle aktiven Teile an der Lichtmaschine sind Neu und die Diodenplatte mit dem Kettenkastendeckel verschraubt. Aufgrund die Drehzahl von 6500 U/min. kommen für mich ein Kabelbruch oder Vibrationen in Frage. In dem Drehzahlbereich fahre ich nicht so häufig, weil das HAG eine Übersetzung von 2,75 hat. Was mich insgesamt wundert ist, daß die Verbrennung unbeeindruckt bleibt. Der 2. Motor hat diese Erscheinung nicht.

Ignitech Version 305 mit Update, Software 3.2012. Fahrzeit 23min.

Gruß
Walter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

das gleiche Bild vom Sommer mit der alten Lichtmaschine. Völlig ohne Aussetzer. Den LIMA Läufer habe ich in verdacht, oder alles was dazugehört. Unrund oder nicht richtig ausgewuchtet. So ist nichts zu sehen. Habe beim Hersteller angefragt, ob die Läufer ausgewuchtet werden.

Mir wird es jetzt noch mulmig wegen der Geschwindigkeit die der Motor hergibt. HAG von der K1 33:12

Gruß
Walter
 

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Hallo,

so, der Fehler ist gefunden.%hipp%
Natürlich nicht dort wo ich ihn vermutet habe. Umsonst den Bosch Anlasser ausgebaut. Die Diodenplatte ist auf ein Räderkastendeckel von der R80 verschraubt. Eine Schraube hat sich gelockert und das Massekabel hat dadurch einen Wackelkontakt bekommen. mmmm

Gruß
Walter
 
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...also am besten auf einen alten Diesel-Motor umbauen.
Keine Elektrik keine Probleme ... ok, die Fahrleistungen und der Komfort dürften etwas niedriger ausfallen.

Gruß Peter
 
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