Frage zu Kupplungsdruckstange/ Kupplungshebel / Manschette Ausrücklager (unter) R80GS Paralever

Snoogle

Aktiv
Seit
29. Juni 2014
Beiträge
656
Ort
München
Hallo, ich habe letztes Jahr ( Anfang 2025) bei meiner Paralever R80 GS die Teile der Kupplungsbetätigung (unten am Getriebe) getauscht, weil die Kupplungsmanschette am Ausrücklager einen Riss hatte und Wasser eingedrungen war. Dementsprechend hatte ich Rost und musste die Teile ersetzen, weil die Mechanik irgendwann ihren Dienst versagt hat.

Nach dem Tausch der Teile funktionierte wieder alles. Jetzt im Herbst hatte ich nach einem knappen 3/4 Jahr aber wieder Probleme mit der Kupplung, weil sie nach dem Trennen nicht wieder sauber eingegriffen hat und der Kupplungshebel hängen blieb.

Da ich die Teile ja erst letztes Jahr getauscht hatte und die Manschette augenscheinlich in Ordnung war, habe ich heute auf Verdacht das Kupplungsseil und das Nadellager im Ausrückhebel samt Buchse getauscht. Zusätzlich hatte ich die Feder unter der Manschette neu besorgt, weil ich auch ausschließen wollte, dass evtl. die Feder alterschwach ist.

Nach dem Entfernen der Manschette dann das Grauen. Es war wieder innen nass, wieder Rostansatz und der Kunstoffkolben ging nur noch mit Gewalt raus.

Dementsprechend werde ich die Teile nun noch mal tauschen.

Mich wundert allerdings, dass es nass war. Denn eigentlich drückte ja der Kragen am Ausrückhebel auf die Öffnung in der Manschette und sollte so sauber abdichten.

Fehlt da evtl. noch ein O-Ring? Oder gibt es irgendwelche Tipps, wie man das optimieren oder abdichten kann? Die alte Manschette hatte immerhin 30 Jahre ihren Dienst verrichtet.

Danke euch
 
Kann das auf dem Kolbenweg noch Wasser vom ersten Schaden gewesen sein?
Ansonsten sollte das bei korrekter Montage dicht sein.
Ins Getriebe kann Wasser auch auf anderen Wegen gelangen, wird aber dort mit Öl emulgiert ("Cappucino").
Das sind die Teile der Betätigung im ETK und in natura:

1768929205672.png 1768929224380.png
 
Ja das mit dem emulgierten Öl im Getriebe hatte ich schon mal bei meiner /5.

Theoretisch wäre es möglich, dass das noch Wasser aus dem Kolbenweg vom ersten Schaden war. Damals habe ich die Teile nur ausgebaut und direkt neu eingebaut.

Die Teile habe ich schon in der Teilekunde in der DB gesehen. Ich habe die letzte Version mit dem Kunstoffdruckstück inkl. Lager (Paralever). Ich hab' auch nirgends einen O-Ring oder eine Dichtung entdeckt. Deshalb die Frage.

Gereinigt habe ich jetzt alles und lasse das jetzt einfach mal 2 Wochen so in der Werkstatt stehen und trocknen.
 
.....Fehlt da evtl. noch ein O-Ring?
Hast du geprüft ob die Metallscheibe bei deiner Manschette vorhanden ist? Zusätzliche Dichtelemente gibt es keine.
Oder gibt es irgendwelche Tipps, wie man das optimieren oder abdichten kann? Die alte Manschette hatte immerhin 30 Jahre ihren Dienst verrichtet.
Sitzt das innere Ende vom hinteren Schutzblech in seiner Halterung? Nicht dass etwas daran vorbei spritzt.
 
Beim Reinigen den Hochdruckreiniger drauf gehalten? Der drückt Wasser durch, so dicht ist das nicht.

Der Kunststoffkolben kann ja bleiben. Das Lager ist Standard, bekommt man im Fachhandel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, auch gut möglich, dass das beim waschen passiert ist...

Ich lasse das jetzt mal ein paar Tage offen und durchtrocken und baue dann noch mal neue Teile ein.
 
Ja, auch gut möglich, dass das beim waschen passiert ist...
Falls es dadurch kam achte auch auf die weiteren Stellen, die den intensiven Hochdruckstrahl nicht mögen: Radlager, Tachowelle am Getriebe, Lenkkopflager, Schwingenlager und möglicherweise das Fett am Haupt- und Seitenständer.
 
Ich hab' auch nirgends einen O-Ring oder eine Dichtung entdeckt.

Das muss ja auch so. Die Abdichtung zwischen Manschette und Ausrückhebel erfolgt durch den hoffentlich strammen Sitz des Manschetten-Metallrings auf dessen Gegenbund am Hebel sowie da drumherum durch das per Feder gegen den Hebel gedrückte Manschettengummi selbst. Im Gegensatz zur per Schlauchschelle fixierten Manschetten-Gegenseite sicherlich eine höchstens spritzwasser- aber - wie schon geschrieben - nicht hochdruckreinigerfeste Lösung.

Der Kunststoffkolben kann ja bleiben. Das Lager ist Standard, bekommt man im Fachhandel.

Hast Du also dieses Winzlager schon mal unter Beibehaltung des Kolbens getauscht? Wenn ja wie? Und unter welcher Lagernummer bekommt man das Ersatzteil?
 
Der Hochdruck Reiniger kommt bei mir nicht mal in die Nähe der Q. Nach 30 Jahren und 160 Tkm sind alle diese kritischen Teile noch orginal und in Ordnung
 
Hast Du also dieses Winzlager schon mal unter Beibehaltung des Kolbens getauscht? Wenn ja wie? Und unter welcher Lagernummer bekommt man das Ersatzteil?
Klar, letztes Jahr. Die FAG Nummer 51100 hatte ich vom Lager abgeschrieben. Ein neues skf hat 14,62€ inklusive Versand gekostet.
Ich habe zwar den Alukolben, für eine 87er GS steht bei realoem die selbe Nummer in der Stückliste. Das müsste ja zur hier genannten GS passen.

Im Foto die alten Lagerteile und ein Kolben von meiner r100, neuerdings von der Lagerschale befreit. In den 90ern dachte ich, das wäre fest zusammen. Rostlöser, Schwerkraft und Trägheit haben geholfen. Bisserl polieren und dann würde ich den Kolben wieder nutzen, wovon soll der auch kaputt gehen?

Die Lagerschalen sind unterschiedlich. Eine mit Außenpassung und eine mit Innenpassung.


20260121_180951.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andre, das war jetzt aber ein Schuss ins Knie.

Die von Dir angegebene Lagernummer und die Beschreibung dessen Wechsels beziehen sich auf die Variante Metallkolben mit"großen" Ausrücklager. Das Dieses separat erhältlich ist und wie man das wechselt und worauf man achten muss ist hier wohlbekannt.

Wie Du selbst in Beitrag 6 - Zitat: "Der Kunststoffkolben kann ja bleiben" - geschrieben hast geht's hier aber um die Nachfolgevariante.
Und Amirs sowie meine Nachfrage bezog sich halt auf den vermeintlichen Wechsel deren Ausrücklager-Karikatur.
 
Es gibt einen kaufbaren Ersatz des Kunstoffkolbens inkl. Lager aus Alu. Damit sollte dann ja das aufquellen des Kolbens Geschichte ein. Den habe ich nun bestellt und eingebaut. Passt perfekt und die Mechanik funktioniert wieder. Zusätzlich habe ich eine neue Manschette montiert.

Die Baureihenfolge am Ende war:
1. Druckstange
2. Kolben
3. Feder
4. Gummikappe auf Gehäuse
5. Schelle
6. Montage Ausrückhebel
7. Einhängen Zug
8. Spiel einstellen

Mit ist bei der Montage aufgefallen, dass das Loch der Manschette nicht sauber dem Bund des Ausrückhelbels sitzt. Es sitzt zwar auf dem Ring, aber eben nicht bis runter auf die Fläche. Scheinbar ist hier das Loch in der Manschette einen Tick zu klein.
 
Es gibt einen kaufbaren Ersatz des Kunstoffkolbens inkl. Lager aus Alu.

Moin, wäre nett wenn Du hier eine Info bzgl. der Bezugsquelle angeben würdest.

Mit ist bei der Montage aufgefallen, dass das Loch der Manschette nicht sauber dem Bund des Ausrückhelbels sitzt. Es sitzt zwar auf dem Ring, aber eben nicht bis runter auf die Fläche. Scheinbar ist hier das Loch in der Manschette einen Tick zu klein.

Das soll und geht eben ziemlich stramm. Nimm die Manschette und den Ausrückhebel nochmal ab, presse Erstere bis auf Anschlag auf den Hebel und montiere dann beides zusammen am Getriebedeckel. Wenn das Manschettengummi nicht am Hebel anliegt besteht die Gefahr dass die Chose nicht dicht ist.
 
Ich hab' ja auch nicht geschrieben, dass der Kolben für diese Baujahre ist. Mein R80GS ist von 1993 und die ist aufgelistet. Es wird dort auch die BMW-Teilenummer als Referenz genannt.

Das Teil ist eingebaut und passt. Ich hatte auch ein Kunststoffteil erwartet und war dann überrascht.
 
Zurück
Oben Unten