Hallo,
mir sind heute beim Aufräumen zwei Getriebelager in die Hände gefallen. Das 6403, das vordere Abtriebswellenlager, das immer mal wieder Ärger macht. Beide wurden bei Motor/Getriebeumbauten ausgebaut weil an den Getrieben andere Arbeiten anstanden (längerer 5ter usw. Dabei wurde dann ein Zylinderrollenlager eingebaut das mein Motorenbauer (Wank) empfielt. Das eine Lager wurde bei einer Laufleistung von < 1.000 KM ausgebaut, das andere hatte rund 60-TKM runter. Das Lager mit der höheren Laufleistung dreht sich deutlich rauher. Das wollte ich mir mal genau anschauen.
Die beiden Lager
Mit Hausmitteln das "Kippspiel" des Lageraußenringes gemessen. 1.000 KM = 0,35 mm, 60.000KM = 0,65mm
Detailaufnahme aus dieser Perspektive
Das Lager mit 1.000 KM
Das Lager mit 60.00 KM
Deutung:
Man sieht in dem Lager mit der höheren Laufleistung deutlichen Verschleiß an den Seiten der Kugellaufbahnen des Außen- und Innerings. Rostnarben sind das nicht, die Getriebe waren "wasser und rostfrei". Jetzt wäre es interessant zu wissen, ob der Verschleiß durch die Axiallast auf die Abtriebswelle beim Einfedern des Endantriebs entstanden ist, oder ob da der Dreck eine Rolle gespielt hat, der im Getriebeöl herumwabert und z.T. aus gehärtetem Metall besteht.
Exkurs: Bei moderneren PKW gibts beim Getriebeöl Dauerfüllungen, bei denen über die Lebenszeit gar kein Wechsel vorgesehen ist. Wie das funktioniert

Ich hab mir sagen lassen: Hochlegierte Getriebeöle, gekapselte Lager und starke/mehrere Magnete im Gehäuse, die den Dreck aus dem Öl an sich binden.
Grüße
Marcus