Ignitech Unterhalb von 2000U/Min. Verschlucken des Motors

fdhom

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20. Okt. 2011
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136
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Homberg Efze
Hallo Zusammen,
habe mal eine Frage bezüglich der Zündkurve für eine R100S Bauj.1978. Ich hatte das Motorrad vor 3Jahren total Restauriert, das heißt alles zerlegt begutachtet und gegebenenfalls erneuert. Auch die Vergaser wurden von einer Firma Überholt und gereinigt. Des Weiteren wurde eine Ignitech Zündung verbaut und Schaldämpfer der Firma London montiert. Seit dem Zusammenbau habe ich nun im Drehzahlbereich unter 2000 U/min. ab und zu ein verschlucken der Vergaser beim Beschleunigen. Habe deswegen schon die Vergaser nochmals im Ultraschallbad gereinigt, den Tank innenbeschichtet, die Vergaser-einstellung etwas fetter gestellt. Vergaser sind synchronisiert .Ein Software update der Ignitech Zündung und auch der Tausch des calm whisper brachte keine Besserung. Teilweise lief der Motor ohne sich zu verschlucken und fing dann nach einiger Zeit wieder mit dem Problem an. Jetzt habe ich als für mich letzte Möglichkeit die Zündkurve im Kritischen Drehzahlbereich um 4° erhöht, kurtz mal gefahren und bis jetzt keine Verschlucker . Da ich nächste Woche mit dem Motorrad nach Korsika fahren will wäre es schön wenn jemand der sich mit der Ignitech auskennt, mal auf meine Zündungsdaten schauen könnte ob ich die gefahrlos so lassen kann. Möchte den Motor ungern zerstören.
Gruß aus Homberg / Nordhessen
Frank
 

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Zuletzt bearbeitet:
Ohne echten Bezugspunkt der Zündkurve kann man leider nichts sagen. Sind die Gradzahlenin der Kurve bezogen auf den echten (nachgemessenen und abgeblitzten) OT? Oder ist der Geber auf eine andere Markierung auf der Schwungscheibe eingestellt?
 
Guten Morgen Frank,

mir fällt auf, dass der Übergang in den Verstellbereich bei deiner Zündkurve recht apruppt ist. Bei mir habe ich da einen "Bogen" eingefügt, vielleichts hilfts. Stützpunkte hast Du ja im oberen Drehzahlbereich verschenkt.

Gruß Holger
 
Hi,

wenn der OT stimmt, ist aus meiner Sicht nichts gegen die Kurve einzuwenden.
Ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass eine Verstellung der Kurve in Richtung früh deine Problem behebt. Wenn überhaupt, dann würde ich mir vorstellen, dass eine Veränderung in Richtung spät deine Probleme beheben kann. Insgesamt nehme ich aber an, dass es gar nichts mit der Zündung zu tun hat...

Roland
 
Moin,

dein Problem hat mit Sicherheit nichts mit der Zündkurve zu tun, obwohl die ob der verschenkten Stützpunkte (die jenseits von 7400 U/min 'geparkten') alles andere als optimal ist. Deine (magere) Beschreibung läßt am ehesten auf einen Wackelkontakt im Zündsystem schliessen, der vibrationsbedingt im genannten Drehzahlbereich zum tragen kommt. Das köpnnte im worst case auch eine kalte Lötstelle in der Ignitech selber sein, was allerdings eher die unwahrscheinlichste Möglichkeit ist. Ich würde mir die gesamte Verkabelung der Zündanlage noch mal sehr genau anschauen.

@Euklid55:
Tut hier zwar nichts zur Sache, aber diese 'Standardkurve' ist nicht nur möglicherweise nicht das Optimum sondern in der Form nicht sinnvoll - nicht was den Kurvenverlauf angeht sondern in Bezug auf die Stützpunkte bei 600 und 900 U/min. Durch das setzten dieser Punkte unterhalb der Leerlaufdrehzahl zwingst du die Ignitech den ZZP ab 600 U/min zu berechnen, statt statisch auf der (zweiten) Flanke zu zünden. Das kann die Box bei den Drehzahlen aber nicht wirklich gut mit der Folge eines unruhigeren(*) Leerlaufs. Der erste Stützpunkt gehört (knapp) oberhalb der avisierten Leerlaufdrehzahl.

Grüße.
Jörg.

(*) unruhiger als das was mit einer 'statisch' zündenden Ignitech möglich wäre - keine Frage, daß das immer noch deutlich ruhiger ist als die Originalzündung und alle anderen alle NW basierten Lösungen es können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
habe gerade mal die Zündung abgeblitzt. Im Standgas bis ca. 2000Um/min. ist die „S“ Markierung zu sehen. Auf was sollte der Drehzahlbegrenzer eingestellt sein? Und wie die Anfachung wenn nicht auf Auto? Hat vielleicht jemand eine Funktionierende IGN Datei für mich?
Vielen Dank schon mal für Eure schnellen Antworten.

Gruß
Frank
 
Hallo Frank,

normaler weise gibt es doch beim Verkäufer solch einer Anlage eine Kurve dazu bzw. installiert.

Kontaktier doch mal den Verkäufer.

Ich habe bis dato nur Doppelzünder programmiert, noch dazu nur mit dem induktiven Sensor.

Gruß
Patrick
 
Hallo Frank,

normaler weise gibt es doch beim Verkäufer solch einer Anlage eine Kurve dazu bzw. installiert.

Kontaktier doch mal den Verkäufer.

Ich habe bis dato nur Doppelzünder programmiert, noch dazu nur mit dem induktiven Sensor.

Gruß
Patrick

Hallo Patrick,
ja habe eine kurve vom Verkäufer erhalten, bei dieser geht die Verstellung nur bis 26° was zur Folge hat, dass der Motor obenrum nicht richtig ausdrehte.
Gruß
Frank
 
... und Schaldämpfer der Firma London montiert. ...
Was sind denn das für Teile? Murksige Auspüffe können durchaus zu Verschluckern führen.

Den Aussagen der Vorredner betr. Zündkurve schließe ich mich an. M.M. gehst Du zu früh (3000) auf die maximale Vorzündung, darunter nochmal absenken ist sinnfrei.
 
Was sind denn das für Teile? Murksige Auspüffe können durchaus zu Verschluckern führen.

Den Aussagen der Vorredner betr. Zündkurve schließe ich mich an. M.M. gehst Du zu früh (3000) auf die maximale Vorzündung, darunter nochmal absenken ist sinnfrei.


Ja die Schalldämpfer sind Schrott, werde im nächsten Jahr Vernünftige montieren. Werde die maximale Vorzündung nochmal absenken. Danke
 
So habe jetzt mal die Zündkurve ein bischen umgestrickt, werde Sonntag mal eine Probefahrt machen und hoffe das dann alles i.o. ist.
Gruß
Frank
 

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Hurra, nach dreieinhalb Jahren endlich den Fehler gefunden.:applaus:

Hatte mein Motorrad ja komplett zerlegt und innerhalb von zwei Jahren es komplett neu aufgebaut. Da ich nicht alles selber machen konnte wurden auch einige Teile fremdvergeben z.B. Vergaser restauriert Zylinderköpfe, Getriebe usw. des Weiteren wurde die Zündung von Unterbrecher auf Ignitech umgebaut. Da ja alles auf einmal erneuert wurde konnte ich schlecht den Fehler einkreisen. Da ich vor und nach meiner Korsika fahrt die Ventile nochmals kontrollierte stellte ich nach der Reise fest dass die Ventile am Schaft Pilzig waren, auch die Kipphebel sahen nicht mehr gut aus. Habe dann den Händler kontaktiert welcher die Köpfe Überholt hatte. Aussage vom Händler: Das liegt nicht an uns, wir verbauen nur erstklassiges Material, Daraufhin schickte ich die Köpfe und Kipphebel zu besagten Händler zur Begutachtung mit der Bitte für einen Kostenvoranschlag. Resultat war ich sollte nochmal denselben Betrag wie beim ersten Mal bezahlen und jetzt war auch noch ich schuld, da es an einem falsch eingestellten Ventilspiel liegen sollte. Daraufhin sagte ich dem Händler dass ich selber mal den Beruf des Zweiradmechanikers gelernt habe und seit gut 280 000 Km die Ventile nur von mir eingestellt wurden.
So nun habe ich mir erstmal Luft gemacht.:schimpf:

Die Zylinderköpfe und Kipphebel wurden von mir zurück gefordert und umgehend zu Rolf ([FONT=&quot]Rolf S aus B[/FONT]) nach Berlin geschickt. Nach dessen Begutachtung stellte sich heraus dass die verbauten Ventilsitze keine Bleifreisitze waren, die Führungen und auch der Winkel passte nicht. Die Sitze waren Komplett eingelaufen, also alles Schrott nach ca. 17 000 Km. Rolf hat dann alles wieder in Ordnung gebracht (super Arbeit):respekt:. Habe dann die Köpfe wieder montiert und die erste Probefahrt ging dann am Samstag nach Weiterode zum Forentreffen. Was soll ich sagen einfach nur Super wie sauber der Motor nun aus unteren Drehzahlen hochdreht.

Fehler gefunden.%hipp%

Gruß
Frank
 
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