Kipphebelfrage

mbrandt

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01. Apr. 2013
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Kassel
Anbei mal 2 Bilder der Einlasskipphebel meiner R60/5 Bj.73.

Die sollte ich dann wohl entweder ersetzen oder aufarbeiten lassen.
Habe so einige Dienstleister beim googeln gefunden, die schleifen und härten anbieten.
Hat jemand Erfahrung mit schleifen und härten der Kipphebel ?
 

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Wenn ich das richtig erkenne, sind die ganz schön breit. Da müsste einiges runter. Ich denke, dass es preiswerter ist, neue zu kaufen....
 
Zur besseren Erkennbarkeit:

3732313432633539.jpg


Die Kipphebel haben ganz schön lange gelitten, da fehlt eine Menge Material.

Wo ist das bloß hin ?

Ölwanne ?
 
Hallo Miteinander,
mal so die Frage in die Runde:
Das Material der Kipphebel ist müde. Reicht da wirklich ein Überschleifen und Härten aus, oder muss das Gefüge vorher Wärmebehandelt werden, damit das wieder belastbares Material werden kann?
Ob sich das rechnet, das lasse ich mal außen vor.
 
Ich würde die Bearbeitungsreihenfolge ändern und eher nach dem Überschleifen härten. Ist wahrscheinlich nur auf geringe Tiefe gehärtet. Dazu muss die Fläche parallel zur Lagerachse im richtigen Radius geschliffen und poliert werden. Und wenn schon die Kipphebelfläche starkes Pitting hat, dürfte das auch an den Flächen der Ventilschäfte nicht spurlos vorübergegangen sein.
Kipphebel würde ich ersetzen. Kosten weniger als ein Auslassventil.
Gruß
Wed
 
Wenn das gut gemacht ist, würde ich das auch ausprobieren. Wußte nicht, dass sich da jemand drauf spezialisiert hat. Ventilschaftflächen arbeitet er nicht nach?
Gruß
Wed
 
Ich würde , um Kosten und Pannen zu ersparen, einen guten gebrauchten Satz Kipphebel der /7 Baureihe einbauen.
Aber - den kompletten Satz mit Böcken und Achsen einbauen.

Bei den /5en haben die Achsen noch andere Durchmesser und Broncelager.

In der DB findest Du das entsprechende Dokument.
 
Die Adresse die Hans Jürgen nannte hat eine Lieferzeit von min. 3 Monate.

Man kann die Dinger auch Auf- Lasern lassen. Läßt machen Hr. Lohmann. Mit anschleißenden Radius schleifen.
Rolf S Berlin macht das auch.

Manfred
 
Ich würde dir auch das gleiche empfehlen wie Frank, neue Kipphebel aus der Bucht. Detailfotos der Lauffläche anfordern...
Wenn die O.K. ist ist das Risiko gering.
Vielleicht auch mal schauen ob der Ölfluss nicht gehemmt ist.
Auf die Einbaulage der Wellen achten.
 
Ich habe noch ein ganzen Satz von der /7 wie abgebildet (Beispielbild). Wenn Die passen? Ich würde sie abgeben.

Gruß Marco
 

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Danke für die zahlreichen Hinweise.
Ich wetrde die Kipphebel wohl nacharbeiten lassen.
/7 Hebel find ich nicht so toll, da die alte Dame möglichst Orginal bleiben sollte.
Die Köpfe werden übrigens gerade mit neuen Ventilen etc bestückt.
 
Dann stell doch hier ein Foto von der Kontaktfläche am Ventilschaft ein. Wäre doch auch interessant.
Gruß
Wed
 
Tach
Woran soll man erkennen dass nicht richtig Wärmebehandelt wurde?
Also ich erkenne links unten einen Beginn eines Risses der vermutlich an einem Kerb gestartet ist.
Die Diagonale Falte von links unten nach rechts oben könnte auch auf einen Schmiedefehler hinweisen, da sie sich in der Ebene der Teilung der Form befindet. (Siehe Lage der Schmiedegrate)
Es hat dann noch über 2/3 des Querschnittes bedurft (Sieht man an den Rastlinien) biss der Kipphebel aufgegeben hat. Eine Versprödung des Materials ist (auch wenn ich keine Härteprüfung usw. gemacht habe) erstmal nicht zu vermuten
Von einer Entfestigung gehe ich auch nicht aus, immerhin hat noch weniger als 1/3 des Querschnittes gehalten

Ich denke mal da war ein Kerb drin.....

Viele Grüße

derdicke

P.S
Ist natürlich Glaskugel aus der Ferne, aber ich bin echt neugierig auf die Hintergrundinformationen zu dem Kipphebel




Nur mal so. wenn nicht richtig wärmebehandelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach ich hab das vor langer Zeit mal studiert (Maschinenbau mit Schwerpunkt Werkstofftechnik und Kerntechnik/Zerstörungsfreie Prüfverfahren)
Danach noch den Schweißfachingenieur gemacht.

Danach auch einige Gutachten bei Schadensfällen angefertigt.

Ist aber schon eine Weile her.

Viele Grüße

derdicke
 
Tach
Woran soll man erkennen dass nicht richtig Wärmebehandelt wurde?
Also ich erkenne links unten einen Beginn eines Risses der vermutlich an einem Kerb gestartet ist.
Die Diagonale Falte von links unten nach rechts oben könnte auch auf einen Schmiedefehler hinweisen, da sie sich in der Ebene der Teilung der Form befindet. (Siehe Lage der Schmiedegrate)
Es hat dann noch über 2/3 des Querschnittes bedurft (Sieht man an den Rastlinien) biss der Kipphebel aufgegeben hat. Eine Versprödung des Materials ist (auch wenn ich keine Härteprüfung usw. gemacht habe) erstmal nicht zu vermuten
Von einer Entfestigung gehe ich auch nicht aus, immerhin hat noch weniger als 1/3 des Querschnittes gehalten

Ich denke mal da war ein Kerb drin.....

Viele Grüße

derdicke

P.S
Ist natürlich Glaskugel aus der Ferne, aber ich bin echt neugierig auf die Hintergrundinformationen zu dem Kipphebel

Hi Daniel,
sicher hast Du Recht, das der Bruch nicht an falscher Wärmebehandlung lag.
Ich tippe da auch an eine Vorschädigung mit Kerbwirkung.
Der Hebel hat klaglos Dienst in einem schlappen R80 Motor getan. Dann habe ich daraus einen gepimten 1000er gebaut. Das hat dem Hebel wohl nicht gefallen, und ist nach ca. 500km am Auslass gebrochen, und hat dann den Vergaser abgespregt.
 
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