Kurbelwellen Axiallager Passstifte

o.technikus

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Nordheide
Hallo und Frohe Weihnachten !!

mieses Wetter zu Weihnachten, Zeit ein wenig über den Zusammenbau des GS Motors zu sinnieren.

Ein Vorbesitzer hat wohl die beiden Passstifte der Axiallager zerdrückt und durch Federstifte ersetzt...s. Bild. Ich vermute einfach einmal, dass er entweder keine passenden Stifte hatte, oder die Passung hinüber war.

Die Sicherung gegen Verdrehen ist damit auch gegeben, aber die Anlaufscheiben sitzen doch recht locker auf den Stiften. Ich frage mich daher...so lassen, oder durch originale Passstifte ersetzen? Wenn besser ersetzen...welche Maße haben die?

Dank und beste Wünsche für die letzten Tage des Jahres und den Jahreswechsel!

Volker
 

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...... die Schwerspannstifte sind Pfusch ! Als Kongo-Busch-Reparatur akzeptabel, aber nicht, wenn Du es gut gemacht wissen und vergessen können willst.

Die Anlaufscheiben sollen richtig mit 2 Vollstiften gehalten sein ohne Schlackermaschüü !
Die Hülse kann viel weniger Scherkräfte ab als ein Vollstift !!
Mit den Hülsen (Schwerspannstiften) werden aus den Anlauf- vielleicht irgendwann Mitlaufscheiben :entsetzten:=Motorgehäuse im A....
Wenn das schon alles auseinander ist, machs vernünftig und besorg Dir die Hilfsstifte des Grauens 2A+B neu für kleines Geld - wenn nicht beim :gfreu:, dann bei irgendeinem mechanischen Betrieb ! Die Stifte sind allgemein übliche Maschinenbauteile und an sich nix Spezielles.
Liebe Grüße :wink1:
Martin
 
Ein sehr bekannten BMW Laden im Schwarzwald, hat mir an diese Stelle auch Pass Stifte anstatt die 2 originalen Bolzen dort eingebaut:
144859201611125DSC0006.jpg

Hat mich auch erstmal genervt, habe sie dann trotzdem drinngelassen.
Ich habe mir auch gedacht, "ja wenn der nicht weiss was er tut, dann ist so wie so die Welt nicht mehr zu retten".

Man sollte lieber doch alles selbst machen ! Er sollte mir nur den Radial gleitlager wechseln, und die axiale Scheiben und Stifte wieder verwenden. Aber ne, er hat dann trotzdem seine "Signatur" reinmachen müssen.
 
Ein Vorbesitzer hat wohl die beiden Passstifte der Axiallager zerdrückt und durch Federstifte ersetzt...s. Bild. Ich vermute einfach einmal, ...

Volker

Habe in den letzten 25 Jahren mehrere Motoren demontiert und neu aufgebaut da waren nie Zylinder oder Passstifte verbaut sondern immer die org. Kongo-Busch Spannstifte von BMW:D

Einfach akzeptieren daß es von Werk so ist .
 
Zuletzt bearbeitet:
1976 war bei BMW noch alles in Ordnung:
die 90/6 hatte Vollmaterialstifte für die Anlaufscheiben, lackiertes hinteres Schutzblech, hintere Federbeine mit Aluhülsen, ein vorderes Schutzblech mit ausreichender Abdeckung dass diesen Namen auch verdiente, serienmässig Lenkungsdämpfer.

Ab /7 ging es verschärft auf Sparkurs :
einer für alle schwarz-narbiger Kunststoffkotflügel hinten (echt bescheiden das Ding für eine so teure und sonst gute Maschine :( ), Aluschutzhülse an den Federbeinen entfallen, vorderes Schutzblech in "sportlichem", gekürztem Look ohne Strebe

Aber auch bereits von /5 auf /6 sind liebenswerte Details entfallen : Blinkergehäuse in poliertem Alu :sabber:, verchromte Seitendeckel (war aber bei /5 schon ein Extra) , die verchromten Nabendeckel der Räder und der Toastertank, den man auch gegen Aufpreis mit verchromten Seitendeckeln bestellen konnte und der auch der /6 gut zu Gesicht gestanden hätte.

Ab /10 hätte man die Anlaufscheiben nur noch mit einem wönzigen Tröpfchen Loctite gesichert :lautlach:
Liebe Grüße :wink1:
Martin
 
DIN 7346 : Spannstift - leichte Ausführung = Hülse.
Also hat Volker die 2 richtigen Teile vorgefunden und ich habe mich geirrt.

Hab gerade mal im ETK nachgeschaut. Da sind sie nicht aufgeführt. Gehörten wohl zum Lieferumfang des Motorgehäuses.
Wieder was dazugelernt )(-:.

Liebe Grüße :wink1:
Martin
 
Jungs....Ihr seit alle Spitze!!!!!

Wie habe ich vor 30 Jahren ohne diese Quelle überhaupt meine 25/3; 51/3, 80/7 und andere so gut wieder ans laufen bekommen. Ich darf mich rühmen zu sagen, dass ich den Ruf hatte...."Was der gemacht hat ist besser als neu!" und läuft heute noch. Aber man war halt immer auf eigene Erfahrung und Sachverstand angewiesen und hat oft mehr gemacht als nötig.

So war ich drauf und dran diese Stifte gegen "die alte Version" die man in allen Handbüchern sieht, zu wechseln. Bisher nur gezögert, weil man wohl davon ausgehen muss, dass die Passung im Gehäuse kaum noch optimal sein kann und damit die vermeintliche Verbesserung schnell zur Verschlechterung werden könnte.

Dass BMW diese neue Variante als "Erleichterung" eingesetzt hat kann man nachvollziehen, sind die Stifte doch wesentlich toleranter war Fehler in der Verarbeitung betrifft.

Also bleiben sie drin...

Alles Gute zum Jahreswechsel!!!!

Volker
 
Eine Frage zum Bild im Ausgangsposting: Ich habe mal gelernt, Spannstifte stets so einzuschlagen, daß der Schlitz in Belastungsrichtung sitzt. Anderenfalls (so wie im Bild: quer zur Belastungsrichtung) besteht die Gefahr, daß die Belastung auf Dauer den Schlitz zusammendrückt und damit den Spannstift lockert.

Hat mir mein Meister Unsinn beigebracht oder ist der Spannstift im Bild falsch montiert?

Gruß,
Florian
 
Eine Frage zum Bild im Ausgangsposting: Ich habe mal gelernt, Spannstifte stets so einzuschlagen, daß der Schlitz in Belastungsrichtung sitzt. Anderenfalls (so wie im Bild: quer zur Belastungsrichtung) besteht die Gefahr, daß die Belastung auf Dauer den Schlitz zusammendrückt und damit den Spannstift lockert.

Hat mir mein Meister Unsinn beigebracht oder ist der Spannstift im Bild falsch montiert?

Gruß,
Florian


....hab ich auch mal so gelernt!!
 
Guter Hinweis,

...der wieder einmal zeigt wie dünn die Kenntnisse bei der Montage gesäht sind, wenn man nach diesen Hinweisen davon ausgehen darf, dass die Stifte ab Werk so saßen.

Ich gehe mal davon aus, dass einerseits die tangentialen Kräfte nicht so stark sein dürfen und andererseits ein Wechsel der Stifte mit einem deutlich höheren Risiko verbunden wäre hinterher einen schwächeren Sitz im Gehäuse zu haben.

Trotzdem....was gelernt )(-:

Volker
 
Hallo Mteinander,
wenn die Kräfte, die auf die Spannstifte einwirken, diese wegen falscher Montagelage zusammendrücken, dann ist das auch nicht mehr schlimm, da dann sicher ein Lagerschaden vorliegt.
 
Denke auch, dass die Tangential Kräfte von Axial Gleitlager auf Stift eher gering sind, zumindest, gegenüber was so ein Stift aushalten kann.

Ich finde es in dieser Anwendung sogar positiv, wenn der Schlitz radial orientiert montiert wird, dann ist zumindest die Scharfe Kante des Schlitz nicht benutzt um die Tangential Kraft der Scheibe abzufangen, was der Bohrung in der Scheibe nur helfen kann.

Es gäbe Theoretisch sogar noch eine bessere Montage position: Schlitz in Drehrichtung des Motor orientiert.

Aber nach wie vor, finde Ich die vollen Bolzen die bessere Lösung, bei warmen Motor sind die sicher fast locker in der Gehaüse Bohrungen, somit wandern die in der Bohrung rein ohne grosse Kraft , im Falle des Falles .
Was der Passstift sicher nicht tun wird: Da muss man beim einbau extrem peinlich dafür sorgen, dass er symetrisch und unterhalb der Lauffläche liegt, denn von sich selbst zentriert er sich niemals mehr zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gäbe Theoretisch sogar noch eine bessere Montage position: Schlitz in Drehrichtung des Motor orientiert.
Völlig richtig: Schlitz in Belastungsrichtung, wie oben schon geschrieben.

Und als Handwerker sind mir Argumentationen wie „Belastung so gering, daß hier die Einbaulage egal ist” wesensfremd.
Wenn es eine eindeutig optimale Einbaulage gibt, verwende ich die.

Gruß,
Florian
 
Wenn es eine eindeutig optimale Einbaulage gibt, verwende ich die.

Ich gehe mal davon aus, dass es stimmt, dass zunächst Stahl-Passstifte aus Vollmaterial verwendet wurden und danach Spannstifte aus Federstahl.

Wenn jetzt Stoßbelastungen z. B. beim Anlassen usw. entstehen, dann bin ich mir sicher, dass ein nachgiebiger Federstahl-Spannstift, egal wie er verbaut ist, die bessere Alternative zu einem Stahlstift in einem Alugehäuse ist.
Ob BMW deshalb die Änderung vorgenommen hat, weiß ich natürlich nicht.

BTW: Stoßbelastungen würde der Spannstift eher federnd aufnehmen, wenn er diametral ausgerichtet ist.
 
Völlig richtig: Schlitz in Belastungsrichtung, wie oben schon geschrieben.

Gruß,
Florian

Hallo Florian,
es wird niemand daran gehindert, die Spannstifte, so wie man es gelernt hat, einzubauen.
Nur darf man bei den heutigen KFZ nicht mehr dran rumschrauben, sonst verliert man den Glauben an den Maschinenbau. Was wir früher als Gebastel angesehen haben, ist heute serientauglich.:entsetzten:
 
BMW ist noch goldenes Handwerk im Vergleich zu einer indischen Royal Enfield.
Da wimmelt es nur so von kleinen und mittleren Katastrophen.

Neulich hatte einer bei einer Bullet hinter dem Stösselstangendeckel auf einer Kante liegend eine CU-Dichtung gefunden, die nirgends fehlte. Hatte der indische Monteur - kopfwackel links, kopfwackel rechts - wohl als Opfergabe eingelegt :nixw:
BMW ist zu geschätzten 95% astrein. Meine Meinung. Aber diese 5% können einen manchmal auch zweifeln lassen. 4,9% davon gehen alleine auf das Konto des obergrauenhaften Lagerschildstiftes. Wer den konstruiert hat, lebt bestimmt unter anderem Namen mit gefälschtem Pass in Südamerika ;)
Liebe Grüße :wink1:
Martin
 
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