Theo1
Teilnehmer
Hallo liebes 2-Ventiler Forum,
dieses Thema ist ja schon sehr ausgiebig im Forum besprochen worden, aber vielleicht kann ich ja doch noch einen kleinen Beitrag zu diesem Thema leisten.
Es geht noch immer (und wohl auch noch eine ganze Weile) um die Überholung des R100/7 Motors Bj. 79. Die anstehende Aufgabe war das Einziehen des schwungradseitigen Simmerrings. Ich habe schon so einige Simmerringe montiert und dabei in jugendlichem Eifer auch ruiniert, wobei dies alles Ringe in weit kleineren Dimensionen waren. Also hatte ich vor dem 100mm durchmessenden Ring in HightechAusführung mit Teflon-Dichtlippe, welche mit einem Formgedächnis ausgerüstet sein soll, einen gehörigen Respekt. Das Forum war mir dann zur Grundlagenermittlung eine große Hilfe (z.B. zum Thema Ring trocken einsetzen).
Auch habe ich im Forum die Zeichnung für eine Einziehvorrichtung gefunden, nur habe ich leider keine Drehbank, um so ein formidables Werkzeug selber anzufertigen. Aber, in der Not frisst der Teufel Fliegenersatz – warum sollte es nicht auch mit 10mm Sperrholz möglich sein den Ring sauber einzuziehen. Da die Maße, dem Forum sei Dank, ja schon mal vorlagen, habe ich kurzerhand aus einem Sperrholzrest mit Hilfe eines 12mm Forstnerbohrers und einer Laubsäge ein kleines Werkzeug gebastelt. Zeitaufwand ca. 30min, Materialeinsatz ca. 30Ct.
Den Ring gem. Ratschlag von Hubi auf der Außenseite mit einer homöopathischen Dosis Motorenöl benetzt, angesetzt und mit den Daumen soweit eingepresst, dass er in Position bleibt und dann das „Einziehwerkzeug“ angesetzt. Die Schrauben ließen sich sher leicht mit der Nuss und einer kurzen Verlängerung anziehen. Nur für das letzte Drittel der Ringtiefe war der Einsatz der Knarre vonnöten, wobei die aufzubringende Kraft jedoch immer noch sehr klein war. Während des Anziehens ist es empfehlenswert mit dem Tiefenmaß der Schieblehre immer mal wieder rund um den Ring nachzumessen, ob dieser auch schön gleichmäßig eingezogen wird und nicht etwa verkantet. Insgesamt war die Montage in aller Ruhe in ca. 10min und mit sehr geringem und gut kontrollierbarem Kraftaufwand zu erledigen. Mir persönlich sagt diese „sanfte“ Montage besser zu als das Eintreiben mit einem Hammer – aber das ist wie gesagt eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Die Art und Weise der Herstellung dieser kleinen Hilfsvorrichtung ist sicher nicht der Brüller, aber vielleicht doch eine Anregung wie man solche Arbeiten auch mal alternative angehen kann. In diesem Sinne frohes und erfolgreiches Schrauben und immer genug Kopf an der Schraube.
Liebe Gruesse Theo
dieses Thema ist ja schon sehr ausgiebig im Forum besprochen worden, aber vielleicht kann ich ja doch noch einen kleinen Beitrag zu diesem Thema leisten.
Es geht noch immer (und wohl auch noch eine ganze Weile) um die Überholung des R100/7 Motors Bj. 79. Die anstehende Aufgabe war das Einziehen des schwungradseitigen Simmerrings. Ich habe schon so einige Simmerringe montiert und dabei in jugendlichem Eifer auch ruiniert, wobei dies alles Ringe in weit kleineren Dimensionen waren. Also hatte ich vor dem 100mm durchmessenden Ring in HightechAusführung mit Teflon-Dichtlippe, welche mit einem Formgedächnis ausgerüstet sein soll, einen gehörigen Respekt. Das Forum war mir dann zur Grundlagenermittlung eine große Hilfe (z.B. zum Thema Ring trocken einsetzen).
Auch habe ich im Forum die Zeichnung für eine Einziehvorrichtung gefunden, nur habe ich leider keine Drehbank, um so ein formidables Werkzeug selber anzufertigen. Aber, in der Not frisst der Teufel Fliegenersatz – warum sollte es nicht auch mit 10mm Sperrholz möglich sein den Ring sauber einzuziehen. Da die Maße, dem Forum sei Dank, ja schon mal vorlagen, habe ich kurzerhand aus einem Sperrholzrest mit Hilfe eines 12mm Forstnerbohrers und einer Laubsäge ein kleines Werkzeug gebastelt. Zeitaufwand ca. 30min, Materialeinsatz ca. 30Ct.
Den Ring gem. Ratschlag von Hubi auf der Außenseite mit einer homöopathischen Dosis Motorenöl benetzt, angesetzt und mit den Daumen soweit eingepresst, dass er in Position bleibt und dann das „Einziehwerkzeug“ angesetzt. Die Schrauben ließen sich sher leicht mit der Nuss und einer kurzen Verlängerung anziehen. Nur für das letzte Drittel der Ringtiefe war der Einsatz der Knarre vonnöten, wobei die aufzubringende Kraft jedoch immer noch sehr klein war. Während des Anziehens ist es empfehlenswert mit dem Tiefenmaß der Schieblehre immer mal wieder rund um den Ring nachzumessen, ob dieser auch schön gleichmäßig eingezogen wird und nicht etwa verkantet. Insgesamt war die Montage in aller Ruhe in ca. 10min und mit sehr geringem und gut kontrollierbarem Kraftaufwand zu erledigen. Mir persönlich sagt diese „sanfte“ Montage besser zu als das Eintreiben mit einem Hammer – aber das ist wie gesagt eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Die Art und Weise der Herstellung dieser kleinen Hilfsvorrichtung ist sicher nicht der Brüller, aber vielleicht doch eine Anregung wie man solche Arbeiten auch mal alternative angehen kann. In diesem Sinne frohes und erfolgreiches Schrauben und immer genug Kopf an der Schraube.
Liebe Gruesse Theo
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