macht ein kurzer Erster sinn?

2V Bolle

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21. Dez. 2009
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Deutschland
Hallo,
nachdem ich mein Getriebe wegen einer gebrochener Feder öffnen muß überlege ich nun ob ich den ersten Gang wechseln soll.
Mein Fahrzeug ist bis dato mit einem 800er HAG ausgerüstet und soll in diesem Zug mit einem 1000 HAG versehen werden.
Hintergund ist der das ich mein Fahrzeug überwiegend Endurolastig bewege mich aber das hohe Drehzahlniveau bei der Anfahrt nervt.
Somit würde der Erste so bleiben wie mit dem 800er HAG, langer 5er ist schon verbaut!

Also: wer hat den kurzen Ersten und kann von seinen Erfahrungen berichten?

Fahrzeug: leichte Enduro GS, Motor gut über 80 Pferde

Grüße
Andi
 
Also: wer hat den kurzen Ersten und kann von seinen Erfahrungen berichten?
Ich hab' keinen und hab' ihn auch nie vermißt. Mach' deinen Motor so, daß er auch knapp über Standgas noch anständig zieht, dann brauchst Du auch keinen.

Kriechgänge sind was für Trecker.
 
Moin Andi.

wie ich deinem Profil entnehme, fährst du eine Paralever.
In dem Fall würde ich den kurzen Ersten verbauen und das 800er HAG behalten.
Du schreibst, dass du die GS vorwiegend im Endurobereich einsetzt.
Dort ist von Vorteil, dass du ohne Kupplungseinsatz auch sehr langsame Trailpassagen fahren kannst.
Das 1000er HAG zusammen mit dem langen 5. macht eigentlich nur für schnelle Autobahnetappen Sinn.
Ich habe für beide Zwecke unterschiedliche GS bzw. G/S.
Die HPN mit G/S-Rahmen mit kurzem 1. und langem 5. und 37/11er HAG für Offroad und Fernreisen ausserhalb Europas.
Die GS mit HPN-Motor, langem 5. und 1000er HAG für Reisen auf BAB und Landstrassen in Europa.

Grüße
Rick
 
Servus
Bei den Motordaten, glaube ich das das nicht notwendig ist.
Ich habe im Winter-Gespann kurze erste drin, bei steile Bergauffahrten und Anfahren mit Gepäck geht das ohne Kupplungsschleifen.

Motor 60Ps, antrieb 32:10, 17" Rad.
 
Moin Andi.

wie ich deinem Profil entnehme, fährst du eine Paralever.
In dem Fall würde ich den kurzen Ersten verbauen und das 800er HAG behalten.
Du schreibst, dass du die GS vorwiegend im Endurobereich einsetzt.
Dort ist von Vorteil, dass du ohne Kupplungseinsatz auch sehr langsame Trailpassagen fahren kannst.
Das 1000er HAG zusammen mit dem langen 5. macht eigentlich nur für schnelle Autobahnetappen Sinn.
Ich habe für beide Zwecke unterschiedliche GS bzw. G/S.
Die HPN mit G/S-Rahmen mit kurzem 1. und langem 5. und 37/11er HAG für Offroad und Fernreisen ausserhalb Europas.
Die GS mit HPN-Motor, langem 5. und 1000er HAG für Reisen auf BAB und Landstrassen in Europa.

Grüße
Rick

Hallo Rick,
danke für Deine Antwort, ich dachte mir das so:
Einerseits würde die Gesamtübersetzung mit dem 1000er HAG länger:
gut für die Autobahn und schelle Landstrasse
anderseits würde die Übersetzung im ersten ungefähr so bleiben wie der Serienerste mit 800er HAG, gut fürs Gelände

Naja ungefähr so eine Eierlegendewollmilchsau....

Wie ist den der Sprung vom kurzen Ersten zum Zweiten?
Ist der sehr groß?

Grüße
Andi
 
Hi Andi,

natürlich hast du Recht, du kannst durch den kurzen Ersten die längere Übersetzung des 1000er HAG kompensieren.
Ich glaube halt nur nicht, daß du die Geschwindigkeit bei einer endurotypischen Lampenmaske durch auftretenden Winddruck lange durchhalten kannst. Aber vielleicht bist du einfach durchtrainierter als ich.
Daher bleibt an der GS die Wasserrohrverkleidung mit hoher Scheibe.
Damit ist Dauertempo 150 kein Thema mehr. Gröbere Erdferkeleien fallen damit natürlich flach.

Der Sprung vom 1. zum 2. fällt für mich subjektiv absolut unauffällig aus.

Gruss
Rick
 
Ich habe für beide Zwecke unterschiedliche GS bzw. G/S.
Die HPN mit G/S-Rahmen mit kurzem 1. und langem 5. und 37/11er HAG für Offroad und Fernreisen ausserhalb Europas.

Morgen Andi,
sehe das genau so wie Rick und fahre eine R 80 G/S mit fast gleicher Konfiguration kurzem 1. und 37/11er HAG.
Meine Frau fährt statt dem 37/11er HAG, den der R 65 GS mit 31/9.
Wir fahren ausschließlich im Gelände, Strasse nur wenn es sich nicht vermeiden läßt, z.B. kurze Verbindungsetappen.
Letztlich muß das jeder für sich entscheiden, wir sind Freunde der "angepassten Motorräder"
Ich komme mit den kurzen HAG des Motorrades meiner Frau nicht zurecht, ist wie anfahren mit einem Unimog. dafür kann man mit dieser Konfiguration aus fast jedem Graben springen. Wir haben das aber ausprobiert bis wir die für jeden richtige Konfiguration hatten.
Leider hast du an den Paralever-Modellen nur die Auswahl zwischen 32:10 und 34:11.

Viel Erfolg wünscht :bitte:....
Ingo
 
Für Reisen die vorwiegend auf Pisten stattfinden macht ein kurzer erster Gang auf jeden Fall Sinn. Wenn man auf einer langen Paßstraße in jeder Kurve die Kupplung schleifen lassen muss dann ist sie schnell verbrannt.

Beim Vergleich zwischen Paralever und G/S darf man nicht übersehen dass der Abrollumfang des Hinterrades bei der Paralever kleiner ist. 32/10 bei der Paralever entspricht ziemlich genau 37/11 bei der G/S.
 
Hallo,
vielen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten!
Dann werde ich es mal mit dem kurzen ersten und dem 1000er HAG probieren.

Vieleicht sieht man sich bei der Stella Alpina

Grüße
Andi
 
Tach Andi,

berichte uns dochmal wie so deine Erfahrungen mit der Kombination sind, wenn du ne Zeit lang damit gefahren bist. :gfreu:

Viel Spass mit den "kurzen" wünscht :bitte:...
Ingo
 
Hallo Andi,


ich habe an meiner G/S auch einen kurzen 1. drin und würde ihn wieder einbauen. Die gängige Meinung ist, dass man die 5% nicht merken würde, aber ich finde, wenn man kritische Passagen zu überstehen hat, dann ist man um jedes Quäntchen froh, das man mit einer kürzeren Übersetzung erreichen kann.

Ergo: Just do it.


Grüsse

Martin
 
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