Motorbefestigung bombenfest !

tom1803

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22. Okt. 2010
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Dülmen
Hallo und guten Tag!

Baue gerade meine alte Q auseinander. Die vordere Motorbefestigung macht mir Sorgen. Nach fast 30 Jahren ist sie nicht einen Millimeter zu bewegen. Hab schon mit dem pneumatischen Schlagschrauber mit einer Distanzhülse unter der Mutter gehämmert - wechselseitig mal links mal rechts, mit dem Erfolg, daß das Muttergewinde mittlerweile hin ist aber der Bolzen sich nicht einen mm bewegt hätte. Bin bestimmt nicht der erste, der das Problem hat. Bevor ich jetzt weiter auf der Schraube herumdängel hat vielleicht noch einer einen Trick?(

Danke - Thomas
 
Ich erinnere mich vage, da gab's mal einen Fred, mehrere Seiten lang, weil sich das Problem als nicht so klein darstellte. Versuch' doch mal mit der Suchfunktion.
Viel Erfolg
BOT
 
Servus*
ich erinner mich auch vage........:(
erst mal WD 40 gut und reichlich. Dann versuchen nen Holzkeil zwischen Rahmen und Motor zu klopfen - Warm machen? Usw. usw.
Die Koniferen kommen sicher gleich.
Gutes Gelingen
)(-:
 
Sach was Du für `ne Länge brauchst, ich hab `ne Kiste voll....

Und dann nimm die Flex !!!!

Schont Deine Nerven ungemein...und kürzt die nachfolgende Diskussion ab !!:D
 
Aaah, jetzt ja ... jetzt hab ich ihn gefunden - den Fred. Aber so gewälttätig wollte ich das Ganze nicht beenden. Ich hab eine Seit erst mal unter Spannung gesetzt. Warmfahren ist nicht mehr - sitzt nur noch der Block und die Gabel mit Vorderrad im Rahmen. Es ist alles mit Rostlöser getränkt, ich lass das mal ein paar Tage ziehen und versuchs nochmal...

Danke erst mal ...
 
Wenn eh alles auseinander ist, mach die Stelle mal zusätzlich mit dem Brenner warm....
 
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, je jünger das Motorrad, desto gammeliger die Schrauben.
Bei /5 und Co. alles kein Problem, das Motorrad konnte noch so versifft da stehen, die Bolzen waren ok. Ab etwa 1990 wurde die Qualität der Galvanik sichtbar schlechter!
 
Ich hatte das Thema mit einer R60/2. Die lange Zeit als Gespann im Winterbetrieb unterwegs war.

Teil I
Mit der dünnen Flex durch die Distanzscheibe, dann den Block etwas verschoben und die Achse auf der anderen Seite durchgeschnitten.
Motor herausheben und komplett entkernen.

Teil II
Das Ausbohren des Bolzens war etwas trickreich - zuerst von beiden Seiten angenähert, aber Bohrer zu kurz... Beim Versuch die letzten 3cm hydraulisch aus dem Gehäuse auszupressen hat sich das Reststück etwas bewegt, ist dann aber verkantet und hat die Aluhülle, in dem der Bolzen liegt ausgebrochen.
Der Bolzen war durchgehend festkorrodiert.

Teil III
Mit professioneller Hilfe wurde das Gehäuse jetzt auf 15mm aufgebohrt und ein Edelstahlrohr eingesetzt.


Fazit:
Wenn Du nach Schritt I das Gehäuse direkt zum Profi bringst, der den Bolzen auf einem sauberen Bohrwerk ausbohrt, sparst Du eine Menge Zeit und Geld.


Axel
 
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, je jünger das Motorrad, desto gammeliger die Schrauben.
Bei /5 und Co. alles kein Problem, das Motorrad konnte noch so versifft da stehen, die Bolzen waren ok. Ab etwa 1990 wurde die Qualität der Galvanik sichtbar schlechter!

Hallo,

die ersten Motorbolzen waren aus Alu. Hält, ist leichter und rostet nicht fest. Im Prinzip verhindern die Bolzen nur, daß der Motor nicht auf die Strasse fällt. Hinten kann man das Zwischenrohr sparen und einfach mit 2 Schrauben den Motor am Rahmen festspannen. Edelstahlbolzen sollen auch mit der Zeit fest gehen.

Gruß
Walter
 
Bolzen lösen

Tach auch, )(-:

Bevor Du mit ganz grobem Werkzeug an die Sache rangehst kannst Du noch folgendes probieren:

Links und rechts in den Bolzen ein 4mm Loch bohren. (soweit Du reinkommst):oberl:

Alu-Block im Bereich des Bolzens mit Heißluftföhn warm machen.:schimpf:

Dann in die Bohrungen Kältespray (aus dem Elektrohandel) sprühen.;;-)

Dann nochmals Rostlöser. evtl zwei dreimal wiederholen.))):

Manchmal hat man glück, un die Oxidationsverbindung wird gebrochen.:nixw:

Gruß Jörn ())))
 
nimm die Flex !!!!

Schont Deine Nerven ungemein...und kürzt die nachfolgende Diskussion ab !!:D


genau:fuenfe: - so haben wir's vor 3 Wochen bei meinen Kumpels R75/5 auch gemacht alles warm machen , sogar mit dem Brenner, hat nix genützt.

Ziehe doch mal den hinteren Motorhaltebolzen und versuche den Motor um den vorderen zu schwenken, so kannst Du schon mal sehen wo der Bolzen fest sitzt, läßt er sich drehen sitzt der Bolzen im Rahmen fest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, je jünger das Motorrad, desto gammeliger die Schrauben...

Dazu kommt noch, dass die jüngeren Motorräder schon fühzeitig trockengelegt wurden, während in den 70ern ein Wisch mit dem Lappen vor dem TÜV ausreichte, um durchzukommen ;;-)

Durch den permanenten Ölfilm war es um den Motor rum alles immer schön vor Gammel geschützt :D
 
Hallo Dietmar,
da haste auch wieder recht. Ich habe im Moment diesen permanenten Ölfilm am ganzen Gespann. Hab es mit Fluid Film mal gut eingenebelt, wegen dem kommenden Winter. Das Zeug ist sagenhaft. Im wahrsten Sinne des Wortes (sagen)haft.
Gruß
Pit
 
hallo Tom,
ich hätte da auch noch einen Tip. Aber nicht lachen. Ich habe das mal bei einer alten DKW RT gemacht und hat funktioniert.
Probiers mit Cola anstatt Rostlöser. Bei der DKW waren die Kolbenringe im Zylinder festgerostet. Alles schön mit Caramba geflutet, jeden Tag probiert. Nix
Dann gab mir jemand den Tip mit der Cola.
Also eingeschenkt und siehe da nach 2Tagen lies sich der Motor mit dem Kickstarter durchtreten.
 
Es tut sich was....
Nach mittlerweile drei Tagen immer wieder mit Rostlöser einsprühen und wiederholten Versuchen mit dem 2 kg-Fäustel konnte ich heute den Motor auf der Schraube schon rauf- und runterschwenken. Ein paar herzhafte Schläge mit dem Fäustel und ... der Rahmen drückt sich schon etwas (3-4mm) vom Motorblock ab. Es sieht momentan so aus, als wenn sich nur noch die rechte Halterung im Rahmen wehrt. Nochmal eingesprüht (mittlerweile bin ICH für den größten Teil des Ozonlochs verantwortlich) und Morgen geht´s weiter...
Ich berichte weiter - in diesem Theater!

Thomas
 
Moin Benno!
10 kg ?? kann ich gar nicht heben!
Da mußt Du schon vorbeikommen - vielleicht schaffst Du es ja mit Masse und leichtem Daumendruck :]

Schönen Tag noch!

Thomas
 
Das Grundproblem ist an sich, dass Aluminium beim Oxidieren an Volumen zunimmt, d.h. die Bohrung durch den Motoer, wo die Gewindestange durchgeht, ist voll mit Aluminiumoxid in mehr oder weniger pulveriger Form. Durch laufendes Nachoxidieren entsteht immer mehr Aluoxid und so verkeilen sich Gewindestange und Alugehäuse mit einem sehr grossen Druck.
Mit dem Hämmern kann das Aluoxid am Rand etwas gelockert werden, so dass es allenfalls rausrieselt, das Aluoxid weiter innen bleibt fest und brückt mit der Gewindestange.

Allenfalls könnte ein Metallurge oder ein Chemiker eine dünnflüssige Lösung ermitteln, die das Aluoxid auflösen kann, ohne dass Stahl oder Aluminium zerfressen werden. Diese könnte man dann in die Bohrung reintropfen und in langer Fummelarbeit den Bolzen rausbekommen.

Ein anderer Ansatz ist das Ausfräsen (Bohren) des Bolzens. Dazu muss der Motor weitgehend zerlegt werden, so dass man den Block so auf der Maschine fixiert werden kann, dass zielgenau gebohrt werden kann.

Greetz
 
GESCHAFFT!!!!

Der Motor ist raus! Ich hatte noch eine Idee - das Motorrad zwischen die Türzarge der Hintertür meiner Garage gestellt ein ca. 50 cm langes 30 mm Rohr zwischen die eine Seite des Motorrads auf den freien Bolzen gesteckt als Gegenlager die Wand der Zarge und auf der anderen Seite mit einem hydraulischen Wagenheber gegen das andere freie Ende der Schraube gestemmt. Und dann pumpen nix wars - 2 to Druck aber nichts hat sich bewegt. Also doch die brutale Flex: die Distanzscheiben mit der Schraube auf beiden Seiten durchgetrennt - ging ganz gut. Im Motor ließ sich die Schraube recht einfach durchhämmern nur im Rahmen musste ich dann bohren, erst 4 mm durchgebohrt als Führung und dann anschliessend mit 10 mm hinterhergebohrt. Die im Rahmen verbleibende "Hülse" konnte ich dann einfach rausstemmen.
Das hat mich alles mehr Zeit gekostet, als den Rest des Motorrads zu zerlegen.
So, jetzt gehen alle Rahmenteile zum strahlen und beschichten!

Wenn alles fertig ist gibt es auch Bilder!

Danke für die Tipps und Grüße aus Dülmen!

Thomas
 
...mein Beileid, versuche es mal mit der Türzargen-Wagenheber-Methode...

viel Erfolg!!!
 
Hallo und guten Tag!

Baue gerade meine alte Q auseinander. Die vordere Motorbefestigung macht mir Sorgen. Nach fast 30 Jahren ist sie nicht einen Millimeter zu bewegen. Hab schon mit dem pneumatischen Schlagschrauber mit einer Distanzhülse unter der Mutter gehämmert - wechselseitig mal links mal rechts, mit dem Erfolg, daß das Muttergewinde mittlerweile hin ist aber der Bolzen sich nicht einen mm bewegt hätte. Bin bestimmt nicht der erste, der das Problem hat. Bevor ich jetzt weiter auf der Schraube herumdängel hat vielleicht noch einer einen Trick?(

Danke - Thomas

Hallo Thomas

Kenne das Problem; hatte immer Erfolg mit ganz viel WD 40 und gaaaanz viel Geduld. Ich lege die Maschine auf die Seite und sprühe mindestens 4 mal täglich WD 40 an die Steckachse. Nach 5 bis 6 Tagen hat sich die Achse zwar mühsam aber doch erfolgreich erst runddrehen und nach einiger Zeit und weiteren WD-40-Injektionen auch rausschlagen lassen. Achse ist danach in der Regel hin.

Gruß, Rüdiger
 
die vordere Steckachse war angewaxen....!
nix war mit schwerem Gerät ausklopfbar....!
also die Große Flex und bei der Distanzscheibe abgeschnitten, die andere Seite dann mit der kleinen Flex mit der 1mm Scheibe !
Getriebe ab und Motor raus.
Der Bolzen im Motor flutschte raus, die Resteln links und rechts waren etwas hartnäckiger - also ausbohren ... OK !
 
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