matm911
Aktiv
Schönen Sonntag zusammen !
Leider fällt mein für heute geplanter Ausflug aus, da meine BMWse wiedermal spinnt
Ich bin es ja gewohnt, dass 40 Jahre alte Technik nunmal nicht mehr ganz so zuverlässig ist. Und da eine komplette Restauration leider aus Zeit- und Kostengründen nicht möglich ist, habe ich gelernt mit der einen oder anderen Charaktereigenschft zu leben
Ich bräuchte jetzt aber mal bitte ein paar Ansätze von den erfahrenen Schraubern hier, in welche Richtung ich suchen soll:
Seit mir Andreas die Gaser poliert hat (danke nochmals) läuft die alte Dame eigentlich ganz ordentlich. Ich habe seither ein paar "mechanische" Modifikationen dazugefügt (Sitz, Kotflügel, Lenker etc.) und seit etwa 1 Monat einen Daytona Velona Tacho mit Acewell ACE-TA7 samt Micro Indicator statt der großen originalen Instrumente. Die Verdrahtung erforderte etwas Nachdenken, aber letztendlich funktioniert alles einwandfrei.
Bis gestern.
Gestern abend gestartet. Zündung ein. Choke halb rein. Starter dreht etwas langsam (-> Batterie sollte mal gewechselt werden) aber der Motor springt leicht an. Weggefahren. Nach etwa 50m den Choke wieder ganz rein. Nach etwa 500m beginnt der Motor zu ruckeln. Wird immer stärker. Ich fahre an den Rand, ziehe die Kupplung. Motor stirbt ab. Startversuch, Motor springt an, stirbt aber gleich wieder ab. Wiederhole das 3 oder 4 mal, Motor läuft nur mit viel Gas, stottert, sobald im Leerlauf stirbt der Motor ab. Batterieleerlaufspannung sinkt durch die Startversuche auf 12.0V.
Also, Helm ab, Handschuhe aus und ich schaue ich mir mal alles genau an.
Siehe da, der Choke-Draht des rechten Vergasers macht diesen zwar rein, aber schiebt ihn nicht mehr zurück. Also mit dem Finger nach unten gedrückt. Zündung ein - gar nichts mehr
Zündung aus, ein, aus, ein - nichts ... naja, nach kurzer Suche den Schuldigen gefunden: Bin wohl am Killschalter angekommen. Upps
Jetzt aber:
Zündung ein, Anlasser dreht gaaanz schwach, der Daytona Tacho wird immer wieder schwarz (offensichtlich wegen Unterspannung) aber Motor springt am Ende doch an. Dreht ganz rauh und knallt am Auspuff. Rechts. Ich ziehe die Kerzenstecker ab. Links ab, kein Problem, rechts ab und der Motor ist sofort aus.
Nun stelle ich fest, der linke Zylinder ist also (plötzlich) ausgefallen.
Schöne Sch***massel
.
Zug am linken Gasseil bleibt ohne Ergebnis. Linker Zylinder ist tot, offensichtlich kein Funke (habe ich aber nicht geprüft, war ja offensichtlich). Bleibt also nur auf 1 Zylinder zurück in die Garage
. Starte nochmals (die alte Batterie ist ganz schön zäh), drehe das Standgas am rechten Gaser etwas hoch, damit der Motor nicht abstirbt - und ab die Post ... auf einem Pferd.
Nach etwa 200m stottern - aus. Startversuch - will nicht anspringen. Sehe, dass der Choke rechts wieder halb gezogen ist, drücke ihn mit dem Finger zurück. Starte erneut, Batterie halb tot, aber Motor springt an - auch der linke Zylinder ist wieder mit von der Partie
Hurra !!!
Motor läuft im Leerlauf. Hohe Drehzahl, also drehe die LL-Schraube von rechten Zylinder wieder zurück (den Schraubendrehen habe ich ja immer noch in der Hosentasche) - alles bestens, als wäre nie was gewesen
Restlicher Weg zurück in die Garage war ganz so wie es sein soll. Braves Pferd !
Aber was war den das
Bin dann ins Pub gegangen und hab mir ein paar Bierchen genehmigt. Auf den Schock hin. 
Heute morgen Tank runter und alles geprüft. Alles bestens eigentlich. Gute Funken links und rechts. Linke Zündkerze vom gestrigen Ausfall etwas nass und schwarz, aber i.O. Beide Zündspulen gleiche Widerstandswerte, alle Verbindungen fest.
Naja, eigentlich läuft die alte Dame wieder ganz gut. Und mit Starthilfebatterie springt der Motor sofort an. Als Dank dass sie mich doch noch auf ihr sitzend nach Hause gebracht hat, gibt's nächste Woche eine neue Batterie. Und auch den Choke-Draht werde ich wieder reparieren.
Neue Zündkabel und Stecker liegen auch schon seit einiger Zeit bereit.
Aber: WAS WAR DENN DAS JETZT ???
Warum ist - in der o.a. Konstellation - der linke Zylinder - VORÜBERGEHEND - ausgefallen ? Und: Passiert das wieder ?
Kann das von der fast toten Batterie verursacht worden sein?
Der Choke ist für das Stottern und Absterben des Motors verantworlich, aber nicht für den Zylinderausfall.
Soll ich vorbeugend die Zündspulen ersetzen? Kondensator?
Vielen Dank für eure Hilfe
Ach so, ja, meine Lady ist eine 78er R100S
Leider fällt mein für heute geplanter Ausflug aus, da meine BMWse wiedermal spinnt

Ich bin es ja gewohnt, dass 40 Jahre alte Technik nunmal nicht mehr ganz so zuverlässig ist. Und da eine komplette Restauration leider aus Zeit- und Kostengründen nicht möglich ist, habe ich gelernt mit der einen oder anderen Charaktereigenschft zu leben

Ich bräuchte jetzt aber mal bitte ein paar Ansätze von den erfahrenen Schraubern hier, in welche Richtung ich suchen soll:
Seit mir Andreas die Gaser poliert hat (danke nochmals) läuft die alte Dame eigentlich ganz ordentlich. Ich habe seither ein paar "mechanische" Modifikationen dazugefügt (Sitz, Kotflügel, Lenker etc.) und seit etwa 1 Monat einen Daytona Velona Tacho mit Acewell ACE-TA7 samt Micro Indicator statt der großen originalen Instrumente. Die Verdrahtung erforderte etwas Nachdenken, aber letztendlich funktioniert alles einwandfrei.
Bis gestern.
Gestern abend gestartet. Zündung ein. Choke halb rein. Starter dreht etwas langsam (-> Batterie sollte mal gewechselt werden) aber der Motor springt leicht an. Weggefahren. Nach etwa 50m den Choke wieder ganz rein. Nach etwa 500m beginnt der Motor zu ruckeln. Wird immer stärker. Ich fahre an den Rand, ziehe die Kupplung. Motor stirbt ab. Startversuch, Motor springt an, stirbt aber gleich wieder ab. Wiederhole das 3 oder 4 mal, Motor läuft nur mit viel Gas, stottert, sobald im Leerlauf stirbt der Motor ab. Batterieleerlaufspannung sinkt durch die Startversuche auf 12.0V.
Also, Helm ab, Handschuhe aus und ich schaue ich mir mal alles genau an.
Siehe da, der Choke-Draht des rechten Vergasers macht diesen zwar rein, aber schiebt ihn nicht mehr zurück. Also mit dem Finger nach unten gedrückt. Zündung ein - gar nichts mehr

Zündung aus, ein, aus, ein - nichts ... naja, nach kurzer Suche den Schuldigen gefunden: Bin wohl am Killschalter angekommen. Upps

Jetzt aber:
Zündung ein, Anlasser dreht gaaanz schwach, der Daytona Tacho wird immer wieder schwarz (offensichtlich wegen Unterspannung) aber Motor springt am Ende doch an. Dreht ganz rauh und knallt am Auspuff. Rechts. Ich ziehe die Kerzenstecker ab. Links ab, kein Problem, rechts ab und der Motor ist sofort aus.
Nun stelle ich fest, der linke Zylinder ist also (plötzlich) ausgefallen.
Schöne Sch***massel

Zug am linken Gasseil bleibt ohne Ergebnis. Linker Zylinder ist tot, offensichtlich kein Funke (habe ich aber nicht geprüft, war ja offensichtlich). Bleibt also nur auf 1 Zylinder zurück in die Garage

Nach etwa 200m stottern - aus. Startversuch - will nicht anspringen. Sehe, dass der Choke rechts wieder halb gezogen ist, drücke ihn mit dem Finger zurück. Starte erneut, Batterie halb tot, aber Motor springt an - auch der linke Zylinder ist wieder mit von der Partie

Motor läuft im Leerlauf. Hohe Drehzahl, also drehe die LL-Schraube von rechten Zylinder wieder zurück (den Schraubendrehen habe ich ja immer noch in der Hosentasche) - alles bestens, als wäre nie was gewesen

Restlicher Weg zurück in die Garage war ganz so wie es sein soll. Braves Pferd !
Aber was war den das


Heute morgen Tank runter und alles geprüft. Alles bestens eigentlich. Gute Funken links und rechts. Linke Zündkerze vom gestrigen Ausfall etwas nass und schwarz, aber i.O. Beide Zündspulen gleiche Widerstandswerte, alle Verbindungen fest.
Naja, eigentlich läuft die alte Dame wieder ganz gut. Und mit Starthilfebatterie springt der Motor sofort an. Als Dank dass sie mich doch noch auf ihr sitzend nach Hause gebracht hat, gibt's nächste Woche eine neue Batterie. Und auch den Choke-Draht werde ich wieder reparieren.
Neue Zündkabel und Stecker liegen auch schon seit einiger Zeit bereit.
Aber: WAS WAR DENN DAS JETZT ???
Warum ist - in der o.a. Konstellation - der linke Zylinder - VORÜBERGEHEND - ausgefallen ? Und: Passiert das wieder ?
Kann das von der fast toten Batterie verursacht worden sein?
Der Choke ist für das Stottern und Absterben des Motors verantworlich, aber nicht für den Zylinderausfall.
Soll ich vorbeugend die Zündspulen ersetzen? Kondensator?
Vielen Dank für eure Hilfe
Ach so, ja, meine Lady ist eine 78er R100S
Zuletzt bearbeitet: