R100R ´92 Kipphebelwellenaxialspielausgleichsscheibenanordnu ng

FL79

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23. Juni 2010
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Moin,

ich habe am Wochenende die Stößelschutzrohrdichtungen zum Motorblock abgedichtet und in dem Zuge gleich das Axialspiel der Kipphebelwellen eingestellt. Eines macht mich aber stutzig:

Ich habe zwei Ausgleichsscheiben über der Kipphebel gefunden und keine unter dem Kipphebel? Meine Bücher bzw. die Bilder gaben keine Aufschluss ob das so richtig ist. Dafür spricht, dass es an allen 4 Kipphebel gleich angeordnet war. Dagegen spricht, dass ich bei den Reibpaaren eine Scheibe dazwischen erwartet hätte.


Ventile.JPG


Kann mich bitte jemand aufklären ob das so richtig ist.

Danke und Gruß

Florian
 
Hallo Florian,

ja, das passt. Letzendlich ist es egal, ob die Ausgleichscheiben über oder unterhalb eingebaut sind.
 
Morgen,

im Endeffekt ist das richtige Axalspiel wichtig aber natürlich auch die Position von Kipphebel zum Ventil. Somit kann ich mir kaum vorstellen, dass es egal ist wo die Scheiben verbaut werden. 0,1mm ist nicht soviel aber wenn ich z.B. beide Scheiben unten verbauen würde dann wären es schon 0,6mm oder mehr.

Gruß

Florian
 
MMn ist es nicht ganz egal, wo die Scheiben eingebaut sind. Der Kipphebel hat eine leicht aussermittige Lage zum Ventilschaft, um diesen in Rotation zu versetzen.
 
Morgen,

im Endeffekt ist das richtige Axalspiel wichtig aber natürlich auch die Position von Kipphebel zum Ventil. Somit kann ich mir kaum vorstellen, dass es egal ist wo die Scheiben verbaut werden. 0,1mm ist nicht soviel aber wenn ich z.B. beide Scheiben unten verbauen würde dann wären es schon 0,6mm oder mehr.

Gruß

Florian

Wenn Du ein Axialspiel einstellst, mal angenommen 0,20mm, dann bau es doch mal erst oben und dann unten ein. Du kannst ja die Position ders Kipphebels (Auflagefläche) mal messen. Und mir vielleicht dann erklären, wo der Unterschied liegt.

Und ein Axialspiel von 0,60mm gibt mir zu denken.....
 
Um zu vermeiden, dass Nadeln aus dem durchgeschliffenen Käfig,
durch den Schlitz im Lagerbock nach unten fallen könnten.
Lege ich immer eine Ausgleichsscheibe nach unten.
Der Ratschlag von Hubi ist dabei aber auch zu beachten.
Gruß Udo
 
Wenn Du ein Axialspiel einstellst, mal angenommen 0,20mm, dann bau es doch mal erst oben und dann unten ein. Du kannst ja die Position ders Kipphebels (Auflagefläche) mal messen. Und mir vielleicht dann erklären, wo der Unterschied liegt.

Und ein Axialspiel von 0,60mm gibt mir zu denken.....


Das war offenbar missverständlich ausgedrückt.

Wenn ich beide Scheiben oben weg nehme und unten positioniere, dann würde ich die Kipphebelposition zum Ventil um 0,6mm verschieben. Das ist dann doch recht viel.
Es war bezogen auf die Aussage dass es egal ist wo die Scheiben sitzen.

Mir ist das im Prinzip recht beide Scheiben oben zu verbauen wenn es denn so vorgesehen ist. Ich war nur verwundert. Gibt es denn eine Vorgabe dass immer zwei Scheiben verwendet werden müssen?

Vom Käfermotor als Beispiel kenne ich die Vorgabe um das Axialspiel dr KW einzustellen müssen immer 3 Scheiben verbaut werden. Eben in entsprechender Dicke, aber immer 3.

gruss
 
Vom Käfermotor als Beispiel kenne ich die Vorgabe um das Axialspiel dr KW einzustellen müssen immer 3 Scheiben verbaut werden. Eben in entsprechender Dicke, aber immer 3.

:schock:

ich darf also keine eine mit 0,6mm verbauen sondern muss beispielsweise 3x 0,2 oder 2x0,15 und 1x 03, oder...

Kann ich so nicht glauben, was rauchen die denn?? Bananen??
 
:schock:

ich darf also keine eine mit 0,6mm verbauen sondern muss beispielsweise 3x 0,2 oder 2x0,15 und 1x 03, oder...

Kann ich so nicht glauben, was rauchen die denn?? Bananen??


so ist es - es wird sicher einen Grund haben - ich kenne den genauen Grund allerdings nicht....
 
MMn ist es nicht ganz egal, wo die Scheiben eingebaut sind. Der Kipphebel hat eine leicht aussermittige Lage zum Ventilschaft, um diesen in Rotation zu versetzen.

Hallo

Aber werden die Ventile dadurch nicht auch einseitig schief belastet. Ich dachte bisher , möglichst mittig wäre die Devise ?

Gruß aus Kölle

Roland
 
Durch den geringen Mittenversatz steigt natürlich auch die seitliche Belastung, das ist aber bei den geringen gewollten Versätzen nicht tragisch. Die Rotation muss sein, sonst verschleissen die Ventilsitzflächen schnell.
 
Tach,

ich glaube nicht, dass die Ventile sich hierdurch zur Drehung veranlasst sehen, dafür gibt es Rotocaps.

Wenn ich mich recht entsinne, dann werden die Kipphebel doch bei Betätigung in eine Richtung gedrückt und von daher ist eine Seite eh entlastet.

Meiner Q ist das aber bisher ziemlich egal :-)

Andreas
 
ich glaube nicht, dass die Ventile sich hierdurch zur Drehung veranlasst sehen, dafür gibt es Rotocaps.

Hallo,

Ich meine schon, dass sich die Ventile drehen, auch ohne Rotocaps. Wenn man das Schaftende eines Ventils unserer Boxer anschaut, das einige Zeit gelaufen ist, gibt es auch ein entsprechendes "Laufbild", das man bei neuen Ventilen nicht findet.

Grüße
Marcus
 
Ja, dafür gibt es Rotocaps, unter anderem. In unseren Qen wird die Drehung aber durch eine leicht aussermittige Anstellung des Kipphebels auf dem Schaftende bewerkstelligt. Betrachtet man die Ventilfederkeile des Boxers, dann stellt man fest, daß der Schaft nicht geklemmt wird, sondern drehbar bleibt, die Trennstellen der Keile liegen aufeinander auf. Beim Einsatz von Rotocaps, deren Drehbewegung über die Ventilfeder auf den Schaft übertragen wird, sind die Keile logischerweise klemmend ausgeführt.
 
Bei einem Käfermotor fallen die Nadeln auch nicht ungehindert in Richtung der Stößel, wenn sich der Lagerkäfig nach unten öffnet.
Mit wie viel Distanzscheiben das Spiel eingestellt wird ist sehr bedeutungslos.
Mindesten zwei sind mir aber wichtig, damit eine unten die Nadeln sichert.
Ob bei BMW jemals jemand über diese Möglichkeit nachgedacht hat?


Kipphebel (2).jpg

Bei Bedarf verleihe ich diese Aufnahme gegen Portogebühr.

Gruß Udo

 
Zuletzt bearbeitet:
Du sprichst aber nur von dem Fall der Montage oder Demontage, oder wann sollte sich ansonsten der Käfig öffnen?
 
..bauts doch einfach so zusammen, wie es das zu Eurer Q gehoerige WHB vorschreibt. Wozu das Rad neu erfinden ??:nixw:
Hat BMW doch schon alles fuer Euch gemacht...Bei Zweifeln hilft immer noch der Blick auf die Explosionszeichnung der etrsprechenden ETL.

Roto-Caps werden durch den Gasstrom angetrieben bei Motoren, die vorzugsweise mit "Dreck" sprich Schweroel laufen muessen. Da sind die Rotocaps wirklich wegen der extremen Russbildung und den damit vorkommenden Kohlenstoffpartikeln, die wie Klebstoff wirken, noetig.

Bei unseren "parfuemverwoehnten" Q en besteht kein Bedarf fuer eine kuenstlich angeregte Rotation durch Roto-Caps. Die Ventile bleiben auch so drehbar, weil sauber.
Das kann man in etwa so betrachten wie die freie Beweglichkeit der Kolbenringe. Ist die Maschine gesund ...dreht sich das Ventil/der Kolbenring. Das braucht keine "Kolbenringanschubser" o. dgl. Wundermittel mehr.
Schaut einfach genau im Eure WHBs und gut iss...
Liebe Gruesse
Martin
 
Roto-Caps werden durch den Gasstrom angetrieben bei Motoren, die vorzugsweise mit "Dreck" sprich Schweroel laufen muessen. Da sind die Rotocaps wirklich wegen der extremen Russbildung und den damit vorkommenden Kohlenstoffpartikeln, die wie Klebstoff wirken, noetig.

Rotocaps gibts auch in diversen Kleinmotoren, also Dosenbereich. Die werden aber nicht durch den Gasstrom angetrieben, sondern funktionieren nach dem Prinzip der schiefen Ebene :oberl:
 
Hubi,
Du hasr bestimmt wieder Recht :D , aber deshalb brauchen unsere Q e trotzdem keine Roto-Caps. Sind die Kleinmotoren Dieselmotoren ?? Siehst Du...:bitte:
Liebe Gruesse
Martin
 
... Florian, reich den Fred-Titel ein als Vorschlag fuer das Unwort des Jahres 2013. Einer der ersten Preise ist Dir sicher %hipp%
Liebe Gruesse
Martin:wink1:
 
MMn ist es nicht ganz egal, wo die Scheiben eingebaut sind. Der Kipphebel hat eine leicht aussermittige Lage zum Ventilschaft, um diesen in Rotation zu versetzen.


Hmm, ob über den kleinen Radius eine definierte Rotation eingeleitet wird bezweifle ich. Bei dem ganzen "Geschlackere" der Kippehebelachse entlang ist das eher ein zufälliger Effekt. Meiner Meinung nach!

Die zwingend notwendige Rotation der Ventile ist auf die Feder zurückzuführen.
 
Nein FL79,

dann wenn`s durch die Nadeln nach unten durchgearbeitet wurde.

Also Kaputt durch Bewegung.

Und das kommt bei diesen Nadellagern konstruktionsbedingt vor, da sie sich bewegen.

Gruß Udo
 
..bauts doch einfach so zusammen, wie es das zu Eurer Q gehoerige WHB vorschreibt. Wozu das Rad neu erfinden ??:nixw:
Hat BMW doch schon alles fuer Euch gemacht...Bei Zweifeln hilft immer noch der Blick auf die Explosionszeichnung der etrsprechenden ETL.

Roto-Caps werden durch den Gasstrom angetrieben bei Motoren, die vorzugsweise mit "Dreck" sprich Schweroel laufen muessen. Da sind die Rotocaps wirklich wegen der extremen Russbildung und den damit vorkommenden Kohlenstoffpartikeln, die wie Klebstoff wirken, noetig.

Bei unseren "parfuemverwoehnten" Q en besteht kein Bedarf fuer eine kuenstlich angeregte Rotation durch Roto-Caps. Die Ventile bleiben auch so drehbar, weil sauber.
Das kann man in etwa so betrachten wie die freie Beweglichkeit der Kolbenringe. Ist die Maschine gesund ...dreht sich das Ventil/der Kolbenring. Das braucht keine "Kolbenringanschubser" o. dgl. Wundermittel mehr.
Schaut einfach genau im Eure WHBs und gut iss...
Liebe Gruesse
Martin


Ich würde mich ja gern an eine Explosionszeichnung halten, aber ich habe keine Richtige gefunden, leider. Die in meinen 2 Rep-Büchern scheinen von früheren 2V zu sein.

Und da ich mir unsicher bin ob das alles richtig ist hier die Nachfrage...


..
AW: R100R ´92 Kipphebelwellenaxialspielausgleichsscheibenanordnu ng​
... Florian, reich den Fred-Titel ein als Vorschlag fuer das Unwort des Jahres 2013. Einer der ersten Preise ist Dir sicher %hipp%
Liebe Gruesse
Martin:wink1:



ich wundere mich eher dass erst jetzt ein Kommentar dazu kommt - schönes Unwort - die deutsche Sprache macht es möglich​
 
Nein FL79,

dann wenn`s durch die Nadeln nach unten durchgearbeitet wurde.

Also Kaputt durch Bewegung.

Und das kommt bei diesen Nadellagern konstruktionsbedingt vor, da sie sich bewegen.

Gruß Udo

OK - kann man sagen ab welcher Laufleistung diesbezüglich die Probleme anfangen können?
 
Hmm, ob über den kleinen Radius eine definierte Rotation eingeleitet wird bezweifle ich. Bei dem ganzen "Geschlackere" der Kippehebelachse entlang ist das eher ein zufälliger Effekt. Meiner Meinung nach!

Die zwingend notwendige Rotation der Ventile ist auf die Feder zurückzuführen.

Auf dem Bild unten ist ein Ventilschaftende abgebildet, daß ganz charakteristische Spuren zeigt, dieselben Spuren finden sich auch auf Stössel, die durch die aussermittige Anordnung des Nockens hervorgerufen werden. Im Übrigen kann die Feder das Ventil gar nicht in Rotation versetzen. Die minimale Eigendrehung der Feder während der Kompression kann gar nicht auf das drehbar im Keil gelagerte (nicht geklemmte!) Ventil übertragen werden, der Kipphebel verhindert das durch die Kraft, mit der er das Ventil betätigt. Keine Meinung, gesicherte Fakten ;)
 

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Auf dem Bild unten ist ein Ventilschaftende abgebildet, daß ganz charakteristische Spuren zeigt, dieselben Spuren finden sich auch auf Stössel, die durch die aussermittige Anordnung des Nockens hervorgerufen werden. Im Übrigen kann die Feder das Ventil gar nicht in Rotation versetzen. Die minimale Eigendrehung der Feder während der Kompression kann gar nicht auf das drehbar im Keil gelagerte (nicht geklemmte!) Ventil übertragen werden, der Kipphebel verhindert das durch die Kraft, mit der er das Ventil betätigt. Keine Meinung, gesicherte Fakten ;)


Hubi, Deine Erklärung ist (wie immer) Einleuchtend!
 
Wers nicht glaubt sollte sich mal die Ventilschaftenden eines älteren Guzzimotors angucken. Deren Kipphebel greifen in voller Schaftbreite auf die Ventile. Und was sieht man da? Ganz klare Spuren wo der Kipphebel immer auf die selbe Stelle drückt und sich das Ventil nicht dreht.
Aber: Das macht auch nix, die Guzzimotoren laufen damit genau so unauffällig wie unsere Boxer.
 
...wieder off topic, aber vom Käfer kenne ich auch die Vorgabe, dass das Ventil ausser-mittig angesteuert werden soll. Soweit mir bekannt damit es sich ein wenig dreht und auf lange Sicht dicht bleibt...

Zumindest ist der Käfer auch alt und auch ein Boxer und vom Grundprinzip nicht total weit weg.


Der Grundansatz von mir war aber im Pinzip die Frage ob das nun so richtig ist mit der Grundanordnung der beiden Scheiben "oben". Da ich leider keine zutreffende Explosionszeichnung fnden konnte.
 
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