R50-R69 Zündmagnet abziehen

Seit
26. Aug. 2010
Beiträge
336
Guten Morgen!

Ich überarbeite gerade meinen R50 Motor. Gekauft habe ich die Maschine vor 5 Jahren. Habe sie nach langer Optimierungszeit dann hingekriegt. Dabei habe ich die Magnetzündung stillgelgt und auf externe Doppelzündspule unter dem Tank mit Kontaktauslöser und Helotronik umgebaut. Lief richtig gut nachher - deshalb habe ich mich seit Jahren nicht mehr drum gekümmert. Im Rahmen der Motorwartung (komplette Demontage) stolperte ich über den alten Zündmagneten, der noch auf der Welle sitzt, aber keine Funktion hat.

Jetzt zu meiner Frage: Um die NW-Lager zu entlasten, würde ich gerne den Magneten von der Welle 'runternehmen - kann man ihn von der Welle abziehen? Wenn ja, vorher heiss machen?

Magnet.jpg

Vielen Dank

Dirk C.B.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, auf keinen Fall heiss machen.
Geht ganz einfach runter.
Die Befestigungsschraube herausdrehen.
Mit einem langen Stift erstmal in die Bohrung einfahren und die
Tiefe bis zum Grund feststellen.
Dann einen gehärteten 6 mm Stahlstift der etwa einen Zentimeter
kürzer als die festgestellte Tiefe ist,einstecken,eine 8 mm Schraube
reindrehen und der Rotor springt ab.
Rotor natürlich am Drehen hindern,etwa mit Ölfilterband o.ä.
Auf keinen Fall ein normales ungehärtetest Rundeisen nehmen.
Bastler.
 
Im Moment fällt mir ein,ich könnte da was falsch verstanden haben.
Du willst nicht den Magnet von der Welle,der schon von der Nockenwelle
abgebaut ist entfernen?
Das geht natürlich nicht,der ist fest damit integriert.
Dann müsstest du schon etwas kleines anfertigen,damit die Öffnung
verschlossen ist.
Bastler.
 
wenn ich mich richtig erinnere geht der Zündmagnet genauso ab wie der Lima anker, also abdrücken. ich habe mit der Schieblehre reingemessen und dann mir aus einem Imbusschlüssel einen Stift gebaut, den dann reintun und abdrücken.

VG Michael
 
Magnete verliehren bei starker Erhitzung u.U. ihre Magnetkraft. Vor allem Neodym-Magnete sind da sehr anfällig.

Gruß
jan
 
Hallo Michael,
stimmt schon, der Zündmagnet ist nicht aus Neodym, darf aber trotzdem nicht mit dem Heissluftfön o.ä. auf weit über 100 Grad gebracht werden.

Den Neodym Hinweis habe ich auch nur zusätzlich gegeben weil man ja bei zig Gelegenheiten heutzutage auf Neodym trifft und die wenigsten wissen, dass Magnete hitzeanfällig sind. Ich meine ab ca. 120+ Grad Celsius fängt bei Neodym die Magnetkraft schon an zu schwinden. Die sind in einem heisslaufenden E-Motor (z.B. überlastete/ritzelgetunte E-Bikes, Modellbau-E-Motoren, Elektro-Schraub- und Bohrwerkzeuge) im Innern schnell erreicht und der Motor danach ein lahmer Lutscher.

Gruß
jan
 
Den Neodym Hinweis habe ich auch nur zusätzlich gegeben weil man ja bei zig Gelegenheiten heutzutage auf Neodym trifft und die wenigsten wissen, dass Magnete hitzeanfällig sind. Ich meine ab ca. 120+ Grad Celsius fängt bei Neodym die Magnetkraft schon an zu schwinden. Die sind in einem heisslaufenden E-Motor (z.B. überlastete/ritzelgetunte E-Bikes, Modellbau-E-Motoren, Elektro-Schraub- und Bohrwerkzeuge) im Innern schnell erreicht und der Motor danach ein lahmer Lutscher.
Gruß
jan

Hallo Jan,
habe schon mehrfach im Zusammenhang mit meiner Geberscheibe über die
Neodym Magnete und deren Temperaturbeständigkeit geschrieben.
Die Tempraturbeständigkeit ist bei denen in Klassen eingeteilt. Fängt bei 80 Grad C an und geht bis über Zweihundert Grad C, bis das Magnetfeld
schwächer wird.
 
wenn ich mich richtig erinnere geht der Zündmagnet genauso ab wie der Lima anker, also abdrücken. ich habe mit der Schieblehre reingemessen und dann mir aus einem Imbusschlüssel einen Stift gebaut, den dann reintun und abdrücken.

VG Michael

so isses, nur der Stift muss 30mm länger sein als der für die Boxers ab 69, weil vorn auf dem Magnetläufer ja noch der Zapfen für den Fliehkraftregler drauf ist.

_IGP1912.jpg

links die Schraube für den Magnetläufer, mittig der für den Drehstromanker und rechts die Abdrückschraube für den Drehstromläufer.

Ich würde ihn nicht erwärmen.

gruß
 
Zurück
Oben Unten