Rechter Zylinder Aussetzer

Domdom

Teilnehmer
Seit
18. Sep. 2014
Beiträge
24
Hallo liebe Leute,
ich brauche mal wieder euer Wissen! :do:

Bei meiner RS (Bj 77) spielt der rechte Zylinder die meiste Zeit nicht mehr mit. Er setzt immer wieder aus. Mit Standgas läuft sie butterweich, doch sobald man die Drehzahl erhöht hustet der Zylinder vor sich hin. Haben das Zündgeschirr umgesteckt, der Fehler bleibt rechts. Neue Zündkerzen, kein Erfolg. Vergaser umgesteckt, ebenfalls keine Verbesserung. Die Kraftstoffversorgung fließt brav wie es sich gehört. Wo kann denn da noch der Fehler sein? ?(

Bei der alten Dame lässt sich der Zündzeitpunkt nicht mehr ideal einstellen (tippe auf verschlissene/falsch montierte Steuerkette) - kann das da Auswirkungen haben? Meinem Verständnis nach nicht nur einseitig, oder?
 
Nach deinen Beschreibungen sind Zündung wie Gemischaufbereitung eigentlich auszuschließen. Was bleibt, sind die Ventile.
Kam diese Situation plötzlich und gibt es eine Vorgeschichte?
 
Das Problem trat zusammen mit Startproblemen auf (die mittlerweile behoben sind). Zuvor gab es einmal eine ziemlich starke Fehlzündung auf der rechten Seite, aber der Fehler trat dann erst 2-3 Ausfahrten danach auf. Fehlzündungen hat sie rechts jedoch immer noch.
 
zu einem klassischen Ventilschaden, also verbrannter, gerissener Teller, passt es auch nicht. Denn das macht sich zuerst im Leerlauf (niedrige Drehzahl. geringe Füllung) bemerkbar.
Höchst merkwürdige Erscheinung - kann eigentlich nicht sein. Trotzdem, im nächsten Schritt würde ich jetzt mal unter dem Ventildeckel nach dem Rechten Schauen. Vielleicht ist eine Ventilfeder gebrochen. Und dem Tun der Ventile kann man so auch mal bei laufendem Motor zuschauen. Na ja, vor ein paar Ölspritzern darf man keine Angst haben.

Gruß Gerd
 
laut Vorbesitzer hat sie rund 40.000km drauf. Auch hatte er rechts mal einen Anreiber, meinte aber der Zylinder wurde darauf hin generalüberholt. Lief auch nach dem Kauf noch tadellos..

Unterm Ventildeckel schaut es auch normal aus. Werd da aber nochmals genauer nachschauen.
 
den linken Zündkerzenschuh (samt linker Zündspule) auf den rechten Zylinder gesteckt und andersrum.
 
Grüß euch!

Nach durchforsten diverser Threads stellt sich mir dir Frage, ob eventuell ein defekter Fliehkraftregler (ausgeleierte Federn?) für das komische Motorverhalten der Auslöser sein kann?
 
Hallo.

Guck mal nach ob das Nockenwellenende noch rund läuft. Evtl. den Versteller abnehmen und mit einer Meßuhr prüfen. Wenn das zB. 2/10 Schlag hat, haut das mit der Zündung auf einem Zylinder schon nicht mehr hin. Dann kann man nur noch vermitteln. Das Nockenwellenende kann man dann vorsichtig richten oder eine kontaklose Zündung mit Abnehmer auf der KW einbauen.
 
Hallo Domdom,

nachdem was du schon alles rechts links getauscht hast würde ich wenn ein Zylinder fehlt alls erstes Kompression prüfen.

liebe Grüße Ralf
 
Hallo.

Guck mal nach ob das Nockenwellenende noch rund läuft. Evtl. den Versteller abnehmen und mit einer Meßuhr prüfen. Wenn das zB. 2/10 Schlag hat, haut das mit der Zündung auf einem Zylinder schon nicht mehr hin. Dann kann man nur noch vermitteln. Das Nockenwellenende kann man dann vorsichtig richten oder eine kontaklose Zündung mit Abnehmer auf der KW einbauen.

- das ist ein ganz heißer Tipp. Und im ersten Schritt genügt es ja schon den Unterbrecherabstand "eine KW-Umdrehung weiter" zu messen. Übrigens, gemäß der mir vorliegenden Angabe ist eine Zündzeitpunktdifferenz zwischen beiden Zylindern von bis zu 6° zulässig.

Gruß Gerd
 
ach so, neben einem verbogenen Nockenwellenzapfen, könnte auch ein ausgeleiertes Nockenwellenlager ursächlich sein.

Gruß Gerd
 
Zurück
Oben Unten