Lieber Jan
Beim Zwischengas (zum Runterschaltn) für alte Autogetriebe muss man den Leerlauf einlegen, die Kupplung kommen lassen und dann mit Gas die Getriebeeingangswelle auf etwa die gleiche Drehzahl beschleunigen wie die Ausgangswelle. Wenn du beim Schalten des BMW Getriebes "Zwischengas" gibst und dabei die Kupplung gezogen hältst, passiert gar nichts, eben WEIL die Kupplung gezogen ist. Bei gezogener Kupplung sind Motor und Getriebe eben total getrennt. Außerdem haben unsere Kühe im Gegensatz zu den Dosengetrieben KLAUENGETRIEBE, bei denen im Gegensatz zu den Dosengetrieben nicht empfingliche Zahnräder, sondern unemphindliche Schaltklauen den Kraftschluss erzeugen (wobei die Zahnrädet dauernd im Eingriff sind). Die sind robuster, brauchen kein Zwischengas, was man ja ohnehin nicht geben kann, weil es zwischen den Gängen keinen Leerlauf gibt und machen eben mehr KLONG. V.a. aber sind sie kompakter, wesshalb sie sich schon seit Jahrzehnten im Motorradbau durchgesetzt haben. Der Krach in unseren BWM Getrieben ist, wie oben schon erklärt, der relativ hohen Drehzahl der Wellen geschuldet, die bei den Querläufern (fast alle Mopeds außer BMW und Guzzi) meist durch eine Übersetzung der Primärkette o.ä. deutlich gesenkt wird.
Beim Hochschalten eines unsynchronisierten Dosengetriebes reicht es übrigens aus, im Leerlauf nur kurz die Kupplung ohne Gas kommen zu lassen, um geräuschftei hoch zu schalten. Neuere Autogetriebe haben Synchrinringe, die schnell und unauffällig die Drehzahl der Getriebewellen angleichen, bevor die Zahnräder ineinander greifen. Darum hat sich die etwas komplizierte Zwischgasgeschichte schon seit Jahren erledigt.
LG
Zoltán