Stösselstange hat Riefen -> vernachlässigbar?

Andy B

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24. Sep. 2014
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82
Hallo,

meine R100GS PD zieht ab ca. 4000 1/min nicht mehr richtig und fängt unter Last an zu klappern (scheinbar eine Art Resonanz).
Zylinderkopf ist ohne Ventielausbau unauffällig aber die Stösselsange am Auslass zeigt an zwei Stellen Riefen.
Ist das vernachlässigbar oder ein Hinweis auf die Ursache des Problems?
Foto unten.

St1.jpg
St2.jpg


Vielen Dank schon mal fuer jede Hilfe!

Gruss
andy
 
Zylinderkopfdichtung korrekt einbauen würde helfen...


Die Stößelstangen polierst du mit feinem Schleifpapier (nur in Längsrichtung), dann gibt das keine Probleme mit der Dauerfestigkeit.
 
Zylinderkopfdichtung korrekt einbauen würde helfen...
Echt jetzt?
Hat letzes mal eine Werkstatt gemacht.
Hmpf....

Aber, das erklärt die oberen Riefen.
Die Unteren stammen dann wohl von einer falsch eingebauten Zylinderfussdichtung oder?
 
Roll die Stößelstange mal auf einer Richtplatte oder ersatzweise auf einem Spiegel oder einer Glasscheibe ab; nicht dass die krumm ist...
 
Hab gerade geprüft. Die Dichtung war richtig drauf aber event war sie ja irgendwann mal früher falsch drin. Die Dame ist ja schon älter und die Dichtungen wurden daher auch schon einige Male gewechselt.
 
Roll die Stößelstange mal auf einer Richtplatte oder ersatzweise auf einem Spiegel oder einer Glasscheibe ab; nicht dass die krumm ist...
Richtplatte habe ich keine. Mit meinen Möglichkeiten geprüft scheint sie gerade zu sein.
Könnten Riefen bzw. eine leicht krumme Stösselstange und Resonanzen ueber 4000 min/1 verbunden mit Leistungsproblemen mit der Steuerkette zu tun haben? (Verdacht aus einem ähnlichem Thread)
 
.... aufgemacht werden die Ventile mechanisch direkt durch die Komponenten Nockenwelle/Stößel//Stößelstange/Kipphebel. Da geht nur : entweder Ventil geht auf oder Stösselstange gibt nach (wird krumm).
Schließen geht über Federkraft. Ist die Reibung zu groß, verändern sich durch eine klemmende/schwergängige Stößelstange die Steuerzeiten/Ventilüberschneidung. Das führt unmittelbar zu Leistungsverlust . Das würde auch das Klappern erklären, weil die schwer bewegliche Stößelstange den Kontakt zum Stößel verliert und der Stößel dann später wieder unter die Stößelstange schlägt
Ich würde den kompletten Ventiltrieb nebst Ventilspiel und zuerst die richtige Einbaulage der Kopfdichtungen checken.
Viel Erfolg dabei !
Liebe Grüße :wink1:
Martin
 
Richtplatte habe ich keine. Mit meinen Möglichkeiten geprüft scheint sie gerade zu sein.
Könnten Riefen bzw. eine leicht krumme Stösselstange und Resonanzen ueber 4000 min/1 verbunden mit Leistungsproblemen mit der Steuerkette zu tun haben? (Verdacht aus einem ähnlichem Thread)

Nicht perfekt, aber praktikabel: Nimm das Ceranfeld in der Küche (und lass dich nicht erwischen).

Hans
 
Ich will jetzt nix beschreien, aber klappern unter Last deutet gerne auf defekte Pleuellager hin.

Das hier

pls1.jpgpls2.jpg

...hat auch unter Last metallisch geklappert. Mit neuen Lagerschalen war dann wieder Ruhe.
Leistungsmäßig war das aber nicht auffällig.
 
Also über die Küchenrichtplatte betrachtet sieht alles gerade aus .
Event. ist die ganze Stange innen etwas dünner (fällt etwas Licht durch) als an den Enden aber das ist gleichmässig rundrum so.

Hab die Ventile jetzt ausgebaut.
Der Ventilsitz am Auslass ist 3mm breit und leicht angeraut.
Ist 3mm nicht zuviel?
Der am Auslass ist 1,5mm und blank, sollte also OK sein.
Ventilspiel.. hm. .hab nix "gscheites" zum messen.
Zu 90% eingeschoben wackeln beide Ventile erheblich, 1mm oder so.
Zu 100% eingeschoben aber höchstens 0,2mm.
Ich bekomme heute noch eine Messuhr um das genauer zu bestimmen aber ist das Normal das bei 90 so viel Spiel ist?
 
Also über die Küchenrichtplatte betrachtet sieht alles gerade aus .
Event. ist die ganze Stange innen etwas dünner (fällt etwas Licht durch) als an den Enden aber das ist gleichmässig rundrum so.

Hab die Ventile jetzt ausgebaut.
Der Ventilsitz am Auslass ist 3mm breit und leicht angeraut.
Ist 3mm nicht zuviel?
Der am Auslass ist 1,5mm und blank, sollte also OK sein.
Ventilspiel.. hm. .hab nix "gscheites" zum messen.
Zu 90% eingeschoben wackeln beide Ventile erheblich, 1mm oder so.
Zu 100% eingeschoben aber höchstens 0,2mm.
Ich bekomme heute noch eine Messuhr um das genauer zu bestimmen aber ist das Normal das bei 90 so viel Spiel ist?

1 mm :schock: - da besteht Bedarf!!! die Stangen sind in Ordnung...
 
Zuletzt bearbeitet:
Einmal Köpfe neu.
Hmpf....
Aber sieht wohl so aus.
Hab jetzt auch die andere Seite zerlegt und auch wenn ich die Werte nicht absolut bestimmen kann, das Spiel der Ventilführung ist definitv kleiner und auch die Ventilsitzbreite überschreitet 2mm nicht.

Gibt es eine Relation zw. Ventilsitzbreite und dem Spiel der Ventilführung?
Also grösseres Spiel = grössere Ventilsitzbreite.

Habt Ihr eine Firmenempfehlungen bezüglich Zylinderkopfüberholung?
 
....das kann eigentlich jeder Motoreninstandsetzer...

...ich würde immer jemanden suchen, der persönlich auf kurzem Weg zu erreichen ist...
 
OK, der Profi muss ran.
Danke an alle fuer die schnelle Hilfe

andy
 
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