Trauma in 2 Akten, Steckachse hinten

Euklid55

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27. Okt. 2007
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24.912
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Frankfurtam Main und Neustadt a.d. W
Hallo,

kürzlich versuchte mich das Hinterrad von der RT in der Autobahnauffahrt zu überholen. Auf der Bahn angehalten und stellte fest, daß die Mutter der Steckachse am HAG lose war. Das Rad wackelte wie ein Kuhschwanz hin und her. Verunsichert die Achse wieder festgezogen. Die Klemmung links war angezogen. Gestern wollte ich wieder fahren und habe den Luftdruck im Reifen überprüft. Dabei viel mir ein Spiel an der Felge auf. Diese konnte ich quer zur Fahrrichtung 2mm bewegen. Wieder war die Achsmutter lose.
Das Rad nun demontiert. Die Achse ging nicht so einfach heraus. Mit Hilfe eines Fäustel die Achse entfernt.
P1110331a.jpg

Das Radlager ist auf der Achse eingelaufen. Vor ca. 10 Jahren hatte ich das Gußrad überholt und seither ca. 1000 km mit gefahren.

P1110332a.jpg

Der Käfig vom Kegelrollenlager ist geplatzt. So etwas hatte ich noch nie.


Gruß
Walter
 
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Hallo Walter,

das hatte ich vor vielen Jahren (so ca. 1985) auch mal. mmmm Allerdings war es bei mir nicht mehr möglich, die Steckachse raus zu bekommen. In Ermangelung einer Schleifhexe habe ich die Achse mit einer Puksäge durchgesägt. Dafür habe ich mehrere Stunden und etliche Sägeblätter gebraucht. Der Lagersitz war natürlich auch hinüber. Habe das Rad damals in die Tonne gekloppt. X(
 
moinsen walter. ein zu eng eingestelltes lager kann ich mir bei dir eigentlich nicht vorstellen, auch nicht vor 1O jahren :pfeif:
ansonsten wäre das für mich die erste idee...
netten gruß
jan
 
Hallo,

so das Rad ist wieder eingebaut. Lager waren vorrätig nur die Distanzhülse war nun zu kurz. Hin zu Leblang, dort gab es einen gut sortieren Kasten mit Distanzringen, 2 Stück gekauft und sofort nachgemessen. Der Rest ist einfache Schrauberei.
Gleich das defekte Sitzbankschloß mit repariert.

Gruß
Walter
 
Hallo,

mit was hast Du denn das Lager geschmiert? Man könnte
in der Lagerlaufbuchse Rost erkennen.

Und bitt nicht wiedr 10 Jahre auf das Fahren warten :D

Grüße
MB
 
Hi,

ich stelle mir den Hergang so vor: die Ursache der ganzen Angelegenheit ist Passungsrost zwischen der Achse und dem Lager-Innenring. Durch die feinen Schwingungen zwischen beiden Bauteilen wird ein Teil des Rosts abgeschleudert, der Innenring verkantet dann, weil er mehr Spiel hat als zulässig (verkantet speziell beim Kurvenfahren), und walkt die Achse immer stärker durch - das Spiel vergrößert sich noch stärker im Bereich des inneren Lagersitzes. Zugleich wird jenseits des Lagersitzes auf der Achse Material aufgeworfen, weswegen die Achse gegen Verschieben (=Ausbauen) blockiert war - bis dann der Fäustel nahte.
Das Verkanten des Innenrings + die Vibs sind dann auch die Ursache für den geplatzten Lagerkäfig.

Abhilfe: Achse bei der Montage hauchdünn schmieren (= kein Passungsrost) + mehr fahren = dann hat man wg. Reifenwechsel die Achse häufiger mal in der Hand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

das Rad stand fast 10 Jahre unbenutzt in Keller. Ohne Achse .. So lange hat es gedauert bis der Reifen auf der alten Felge abgefahren war. Mittlerweile hat das Motorrad in den 35 Jahren die 53000 km erreicht. Die Achse war übrigens aus Edelstahl.

Gruß
Walter
 
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