Was sagt mir diese Kerze?

Nils

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05. Aug. 2014
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Eisenach
Nach dem Kauf meiner 75/7 im letzten Herbst bei ca. 92000 km habe ich die Vergaser gereinigt und alle Dichtungen inklusive Membrane erneuert und synchronisiert. Die Zündung habe ich abgeblitzt, die war ok. Die Kerzen habe ich ebenfalls ersetzt.

Jetzt, bei ca. 95000, lief sie kalt nicht mehr richtig rund, außerdem hörte ich rechts klackern aus Richtung Kopf. Deshalb wollte ich heute die Ventile einstellen und die Vergaser nochmals synchronisieren. Das Einlassventil rechts hatte zu viel Spiel -> korrigiert.
Aber: Die linke Kerze sah merkwürdig aus, als seien irgendwelche Flocken auf dem Isolator. Ich habe sie also mit einer Messingbürste gereinigt. Da zeigte sich, dass offenbar sowohl Elsktrode als auch Isolator "angefressen" sind. Warum ist das so? Die Elektrode war vor der Reinigung hellbraun.

kerze.jpg
 
Hallo Nils,

Ist das Bild vor oder nach der Reinigung entstanden?

Gruß
Ingo
 
Zündkerzen sind Verschleissteile.

Nach etlichen 10.000 kms solltest Du die einfach gegen neue Kerzen austauschen.
Danach kannst Du erstmal etliche Kms fahren, um dann erneut das Kerzenbild zu
beurteilen.

Andreas PS: Die Kerze solltest Du entsorgen ;-) Ein Paar Kerzen kostet 4 Flaschen Bier !
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Bild entstand nach der Reinigung mit der Messingbürste; die Kerze ist knapp 3000 km gelaufen.
 
Für mich sieht das so aus, als ob sich die Kerze nicht richtig freibrennt.
Also solltest du nach mM eine heissere Kerze einbauen.
Jedenfalls sieht das nicht nach Ölablagerungen aus. Sprich der Motor scheint nicht verschlissen zu sein.
 
Die Kerze ist richtig für den Motor.
Wie fährst du? Immer nur bummeln oder muss der Motor ab und zu auch mal richtig Leistung geben?

PS: Verwendest du Zusätze (bleifrei)?
 
Die Kerze ist richtig für den Motor.
Wie fährst du? Immer nur bummeln oder muss der Motor ab und zu auch mal richtig Leistung geben?

PS: Verwendest du Zusätze (bleifrei)?


Ich bin sicher kein Blümchenpflücker, zumeist jedenfalls ;)
Ich werde aber auch mal überholt.
Zusätze verwende ich nicht, fahre auch kein E10.
 
Geh ruhig mal mit ner Stahlbürste an die Ablagerungen.
Selbst wenn die Kerze dann nicht ganz sauber wird, wird sie m. E. noch lange problemlos arbeiten.
 
Geh ruhig mal mit ner Stahlbürste an die Ablagerungen.
Selbst wenn die Kerze dann nicht ganz sauber wird, wird sie m. E. noch lange problemlos arbeiten.

Ich bin kein Freund davon, Kerzen mechanisch zu reinigen. Für besser halte ich es, die Kerze mit einem Brenner (Bunsen- oder Autogenbrenner mit kleiner Flamme) freizubrennen, also bis zur Rotglut aufzuheizen und die Hitze etwa 30 Sekunden zu halten (Vorsicht bei Autogenbrennern!). Danach sollten alle Ablagerungen weg sein.
 
Hallo,

das was ich mal gelernt habe und auch im Netz finde:

Das Reinigen der Zündkerzen mit Stahl- oder Messingbürsten und Kratzern mit scharfen Gegenständen hat keinen Reinigungswert, sondern schadet der Kerze. Am besten wird die Kerze gar nicht gereinigt.

Berthold
 
Ich bin zwar Schwabe, habe aber eine sehr persönliche Auslegung des Kehrwochengesetzes und seines Geltungsbereiches ...
 
Es sieht so aus, als habe der Keramikkörper der Zündkerze einen Riss, deshalb wollte ich sie gar nicht mehr verwenden. Sie kostet ja auch nicht die Welt. Wenn ein Bruchstück davon sich im Brennraum selbständig macht ist das dagegen sicher nicht sehr unterhaltsam. (Wenngleich der Unterhaltungswert sicher nicht so hoch ist wie bei meinem damals gerade gekauften MZ-Gespann, das auf der Heimfahrt eine M8 Schraube ansaugte :pfeif:)

Meine Frage zielte in erster Linie darauf ab, warum die Kerze nach nur 3000 km so aussieht, eigentlich sollte die doch länger halten ?(
Das Pendant vom rechten Zylinder hat eine schöne rehbraune Färbung und zeigt nicht solche Erosionserscheinungen.
 
Es sieht so aus, als habe der Keramikkörper der Zündkerze einen Riss, .... Meine Frage zielte in erster Linie darauf ab, warum die Kerze nach nur 3000 km so aussieht, ... Das Pendant vom rechten Zylinder hat eine schöne rehbraune Färbung und zeigt nicht solche Erosionserscheinungen.

Naja, wenn der Keramikkörper einen Riss hat, könnte die Kerze undicht sein und Nebenluft einströmen lassen. Dadurch wird die Atmosphäre stärker oxidierend. Auch für den Rest des Brennraums ist das nicht gut.

/Frank
 
... Dadurch wird die Atmosphäre stärker oxidierend. ...

Nana, ...

So ein Spalt läßt doch nicht selektiv bloß den Sauerstoff der Atmoshäre durch, sondern das ganze Sortiment an Gasen.

Wohl aber ruiniert er die Abstimmung des Vergasers in Richtung mager, das paßt dann auch zum Kerzenbild.

So ein Spalt mag unscheinbar wirken, aber auch der Grat fürs optimale Luft/Sprit Verhältnis ist schmal.
 
... überlegt mal, Jungs.

Eine Kerze, die so undicht ist, daß sie nennenswert das Ansauggemisch (Druckdifferenz max. 1 bar) abmagert, ist ja wohl auch so undicht, daß sie den Verbrennungsdruck (Druckdifferenz ~ 100 bar) durchläßt.

Lezteres würde sich wohl "deutlich deutlicher" bemerkbar machen als nur in einer seltsam aussehenden Kerze. An einer so gründlich gebürsteten Kerze kann man sowieso nichts Vernünftiges mehr erkennen.

Schraub' 'ne neue Kerze rein und gut ist.
 
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