Zylindermontage O - Ringe

Heiner

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30. Jan. 2013
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174
Ort
Höxter
Moin zusammen,

bin dabei, meine 60/5 wieder zusammenzubauen und verunsichert, was verschiedene Aussagen zu den O-Ringen an den Stehbolzen angeht.

Bekanntlich wird über die oberen Stehbolzen ja der Ölkreislauf zum Kopf
geleitet.

Nun wird empfohlen, hier neue O-Ringe zu montieren ??? Wird dadurch denn
nicht gerade dieser Kreislauf abgedichtet, bzw. geschlossen ???

Bei den unteren Stehbolzen sehe ich da gar kein Problem - die würden sich ja
um das Gewinde legen und im Block "verschwinden"

Baujahr meiner 60/5 ist 1973

Wie seht Ihr das ?

Freundliche Grüße aus Höxter,

Heiner
 
Hallo Heiner,
dort ist eine Fase eingefräst in der der O-Ring verschwindet.
Dort wird nur gegen den Rumpf abgedichtet nicht gegen die Ölbohrung.
diese Ringe sind wichtig und die alten werden wohl platt gedrückt sein, also neu.
Du kannst dazu auch das WHB aus der DB zu Rate ziehen!
 
Ich verwende diese O-Ringe nieee. Dichte immer dünn mit 3-Bond ab.
Auch an den oberen Stehbolzen, dort natürlich genügend Abstand zu den Ölbohrungen.

Eine 60/5 sollte auch keine O-Ringe haben, das kam erst später.....
 
Die Ringe gehören nur auf die Stehbolzen wo auch Öl fliesst und die Fase eingefräst ist, nicht an alle vier!!

Edit: Wenn die Fase nicht da ist natürlich auch keine O-Ringe verbauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
...dass nur dort wo Öl fließt O-Ringe montiert werden, klingt schon mal
schlüssig...

...dass bei den oberen Stehbolzen nur gegen den Block abgedichtet wird,
scheint mir ebenfalls schlüssig.

Werde heute abend vor Montage nochmals alles in Augenschein nehmen.

Danke Euch für die flotten Antworten
eicon16.gif
 
Die planen Flächen an Block/Zylinder dichte ich entsprechend ab ( nach
Aufbringen der Masse streiche ich mit Fühlerlehre o.ä. glatt ) Übrigens wird
hier eine neue 0,5 mm Aludichtung verbaut.

Die Ölbohrungen halte ich selbstverständlich frei - das waren ja meine
Bedenken.

Habe eben nochmal recherchiert: lt. Aussage auch von H.Heussler, Boxer-
technik, sind die oberen O-Ringe wohl erst ab 1978 verwendet worden.

Freu mich auf den Zusammenbau - das Wetter läßt´s einen nun ja auch
in der Garage aushalten.

Nach Zusammenbau und 1 Tag Warte/Abbindezeit der Dichtmasse und anschl. Motorlauf melde ich mich in diesem Tread nochmals.

Jedenfalls danke sehr für die Tipps: all das machts halt runder und man
ist nun sicherer.

Grüss Euch,

Heiner
 
Bei Alu Fuß Dichtungen würde ich kein Dichtmittel nehmen, da ist eine Spannfuge drauf.
Die Auflageflächen beiderseits dann penibelst saubermachen und auf die Einbaulage der Fuß und Kopfdichtung achten.
Viel Erfolg!!
 
Bei Alu Fuß Dichtungen würde ich kein Dichtmittel nehmen, da ist eine Spannfuge drauf.
Die Auflageflächen beiderseits dann penibelst saubermachen und auf die Einbaulage der Fuß und Kopfdichtung achten.
Viel Erfolg!!

Damals kam auf beide Seiten der Aludichtung gaaanz dünn das blaue Hylomar drauf :oberl:
 
Moin,

so - habe also die Alu-Fußtechnik dünn bestrichen - nicht mit 3-Bond, sondern mit

Petec - Verbindungstechnik, 200 ml in einer praktischen Spenderflasche
für ca. 14.- €

Zum gleichmäßigen Verstreichen der Masse habe ich eine 7-er Zündkerzen-
lehre genommen.

Nach ersten 100 km , Stehbolzenmuttern lösen und wieder mit den bekannten Anziehen der Drehmomentstufen und weiteren 250 km alles
schön dicht - noch...

Zusammengefaßt nach diesen wenigen km also sehr zufrieden.
Dieses "Petec" ist auf Silikonbasis, riecht nach Essig...

Gruß Heiner
 
Hallo Heiner,
und wenns nach Schxxxe stinken würde, hauptsache es macht dicht.:D
Hab davon noch nie was gehört. Benutze auch immer 3Bond.
Bei Fußdichtungen hab ich noch nie was dazu genommen. Das war immer schön mit der Dichtung zu.
Hoffe, das bleibt dann bei dir so, wie es jetzt ist.
Gruß
Pit
 
Zusammengefaßt nach diesen wenigen km also sehr zufrieden.
Dieses "Petec" ist auf Silikonbasis, riecht nach Essig...

und wenns nach Schxxxe stinken würde, hauptsache es macht dicht.:D

Hallo,

ich möchte ausdrücklich niemand die Freude an der erfolgreichen Dichtung vermiesen, aber der Hinweis muss sein:

Wenn es nach Essig riecht, handelt es sich um ein sauer vernetzendes Silikon. Das spaltet beim Aushärten Essigsäure ab. Daher auch der Geruch. Meiner Meinung nach gehört sowas eher ins Badezimmer oder auf die Toilette als an das Motorrad. Die Essigsäure beschädigt Lacke und kann Metalle angreifen.

Eigene Erfahrung: Ich hab mal unwissend am Haus einen Anschluss eines verzinkten und beschichteten Profilblechs mit essivernetzendem Silikon abgedichtet. Als ich nach gar nicht mal so langer Zeit das Blech demontieren musste, war an den Stellen, die mit der Dichtmasse in Verbindung kamen Lack und Verzinkung weg und es rostete munter.

Dem Heiner seine Zylinder werden sich jetzt sicher nicht auflösen, aber es gibt zahlreiche neutral vernetzende Solikondichtmassen mit HT - Eigenschaft, die sind nach meiner bescheidenen Meinung am Fahrzeug besser geeignet. Das orange "Marsmännchensprema" und das blaue Hylomar mag ich aus optischen Gründen auch nicht. Transparent gibt es das 3Bond, das bei der Serienfertigung unserer BMW´s verwendet wurde oder das transparente Omnivisc 1050, das BMW bei neueren Fahrzeugen für Dichtanwendungen benutzt.

Grüße
Marcus
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie kommt man nur auf die Idee irgend eine Silikonmasse zum Dichten von Zylindern zu nehmen ?

Es gibt doch ausreichend Hinweise zu geeigneten Dichtmassen im Forum.

Ich versteh´s nicht ?:nixw:


Edith hat das hier ein wenig entschärft :pfeif:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Achim,

das wird schon ausgewiesene Gehäusedichtmasse gewesen sein. Ich war vorher auf der Website vom genannten Hersteller, der hat sowas.

Ich will auch dem Heiner ausdrücklich nicht die Freude an der erfolgreichen Abdichtung nehmen, das wird schon halten.

Aber der allgemeine Hinweis dass essigvernetzende Silikondichtmassen am KFZ eher ungeeignet sind uns wenn es nur wg. der Lackunverträglichkeit ist, wollte ich trotzdem platzieren. Sonst meint der Nächste noch, das Silikon ist nur gut, wenn es nach Essig stinkt, je mehr desto besserer :D


Grüße
Marcus
 
OK, dann hoffen wir mal für Heiner das es dauerhaft dicht is :]

Ich würd gern wissen welches Zeug genau das war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lackangriffe wären ja nicht schlimm, aber die Gefahr bei Alu ist nun mal vorhanden. Ich habe im Fahrzeugbau sehr viele Schäden durch die Kombination Alu(war sogar lackiert) und Silikon mitbekommen.
Verstehen kann ich die Entscheidung auch nicht.
Kostengründe kann es nicht haben, das alte Hylomar kostet nicht so viel wie das von Heiner verwendete.
Vielleicht ist es der Glaube, dass neue Dinge ggf. besser sind als alte :nixw:
 
Dirko HT (rot) ist dem Geruch nach essigvernetzt, ich verwende es seit Jahren und ich habe auf oder neben den Dichtflächen bisher noch keine Korrosion bemerkt. Allerdings hatte ich die Tube mal in einer Schachtel liegen, in der auch einige der 0,3mm Stahlringe für das Ölfiltermantelrohr lagen, die sahen hinterher nicht mehr gut aus...
Übrigens: Wen den rote Farbe stört, und dazu gehöre ich auch, für den gibt es eine einfache Möglichkeit den Überschuss unsichtbar zu machen:
Nach der Montage z.B. an den Zylinderfüßen den Überschuss auf keinen Fall verstreichen sondern einfach aushärten lassen. Am nächsten Tag einmal mit einer Reißnadel um den Zylinderfuß ziehen und die "Überschusswurst" fällt einfach ab.
Danach ist nichts mehr zu sehen.
 
Moin zusammen,

komme gerade nach Hause und sehe Eure diversen Beiträge - macht mich nicht fertig, Jungs...

Ich hoffe, dass allen Unkenrufen zum Trotze alles dicht bleibt, nach geraumer Zeit werde ich berichten, schaun ´mer mal.

Schönes Wochenende !
 
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