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  1. #1

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    Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Guten Morgen,

    ich stehe grade vor der wichtigen Entscheidung welche Ventile es für den Kompressormotor werden sollen. Die Zylinder sind fertig und Jetz geht's an die Köpfe.

    Kann mir jemand der Erfahrung hat noch ein paar Tipps geben?

    Sollten die Auslassventile größer als 40mm gemacht werden?

    Wenn ja, gleich ein Paar mit Natriumfüllung?

    Die Einlassventile auf 44mm erweitern sollte ja reichen.

    Wenn EV und AV 44mm sind, kann es da zur Kollision kommen?

    Gruß Max

  2. #2
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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Warum AV mit 44 mm.

    Raus drücken tut es den Krempel doch immer, da ist eher die Auspuffanlage der begrenzende Posten.
    Mit besten Grüßen

    Patrick

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  3. #3

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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Ich lese diesbezüglich ja recht viel, und immer wieder ist die Rede von, umso größer umso besser. So schnell raus wie möglich, da hier mit die höchste Belastung ist. Der Aufwand wäre nicht sonderlich mehr

  4. #4
    Avatar von Q-treiber
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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Moin Max,
    der Gedankengang ist schon richtig.
    Der Kompressor schiebt reichlich Gemisch rein, da ist die Größe des EL-Ventils eher nachrangig.
    Und wegen des Drucks ist ja auch eine Überscheidung der Ventilöffnung nicht angesagt, sonst schiebt der Kompressor das wertvolle Gemisch während der Ventilüberschneidung direkt weiter in den Auspuff.

    Also brauchst Du eine Nockenwelle, die möglichst ohne Überschneidung arbeitet !
    Hatte ich schon mal erwähnt meine ich... Wende Dich an Schleicher.
    Da ergäbe es auch Sinn den Al-Nocken mit mehr Hub auszustatten, also "andersrum" wie sonst.

    Um das verbrannte Gemisch hinausbefördern zu können mit möglichst wenig Widerstand ist also eine AL-Ventil mit großem Teller notwendig. Der Ausstoß funktioniert ja noch nach alter Sitte - ohne Zusatzschub des Kompressors.
    Ich würde also größere Ventile nehmen und direkt welche mit Natrumfüllung bzw welche aus Nimonic, denn da wird´s bei der Menge an verbranntem Gemisch, das vorbeifließt, ziemlich heiß werden.
    Einen vergrößerten Querschnitt des AL-Kanals würde ich auch überlegen.
    Geändert von Q-treiber (23.01.2023 um 12:09 Uhr)
    Q-Treiber-Grüße
    Stephan

  5. #5

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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Hallo Stephan, ja in meinem anderen Thema antwortet leider niemand, da hatten wir schon über das Thema Nockenwelle geschrieben.

    Wegen einer Nockenwelle steh ich mit dem Herrn Sellmaier von Fa Schleicher schon in Kontakt.

  6. #6

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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Ventile mit Natriumfüllung kenne ich nur von Serienmotoren, da ist es auch immer etwas schwierig ist die im Nachhinein zu bearbeiten.

    Die meisten sind aus hitzebeständigen Edelstahl (inconel)


    Ansonsten würde ich die Brennräume auslitern, bearbeiten, Auslasskanäle polieren. guter Ventilsitz... einfach um verwirbelungen zu minimieren und auch den Hitzeeintrag in den Zylinderkopf. Mit vernünftig ausgeliterten und an die Kolben angepassten Brennräumen reduzierst du auch die Möglichkeit von Frühzündungen usw.

    Sind nur generelle Tips, die ich von anderen Motoren kenne.

  7. #7

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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Zitat Zitat von MattEagle Beitrag anzeigen
    Ventile mit Natriumfüllung kenne ich nur von Serienmotoren, da ist es auch immer etwas schwierig ist die im Nachhinein zu bearbeiten.

    Die meisten sind aus hitzebeständigen Edelstahl (inconel)


    Ansonsten würde ich die Brennräume auslitern, bearbeiten, Auslasskanäle polieren. guter Ventilsitz... einfach um verwirbelungen zu minimieren und auch den Hitzeeintrag in den Zylinderkopf. Mit vernünftig ausgeliterten und an die Kolben angepassten Brennräumen reduzierst du auch die Möglichkeit von Frühzündungen usw.

    Sind nur generelle Tips, die ich von anderen Motoren kenne.

    Stehen die Edelstahlventile den Natrium gefüllten in Sachen Haltbarkeit und Wärmeableitung nach?

    Das wäre auch interessant..
    Ausgelitert und bearbeiten werden sie natürlich, eine 2te Zündkerze soll auch jeweils rein.
    Danke

  8. #8

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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Für aufgeladene Motoren nimmt man oft ein Material namens Inconel 751 für die Ventile. das ist sehr Hitze resistent. Solche Ventile kann man sich auch anfertigen lassen.

    Es gibt auch noch verschiedene Titanliegierungen aber das ist eher für hoch Drehzahl Geschichten.

    Ich weiss nicht ob Natrium gefüllte Ventile so gut sind bei Luftgekühlten Motoren. Der Vorteil vom Natrium ist, dass es die Wärme gut leitet...d.h. vom Ventilteller weg in den Ventilschaft und von da an die Ventilführung. Bei ner Wasserkühlung macht das eher sinn, da die Ventilführung meist von einem Wassermantel umgeben ist.

  9. #9
    Dreck-Queen Avatar von Gytha Ogg
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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Tut mir leid ist total off-topic

    aber bei deinem Nick muss ich immer an den guten deutschen Mett-Igel denken


    Viel Spass noch wünscht...

    Claudia
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    ...lass das - ich kann das oh kaputt...

  10. #10

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    AW: Ventile anpassen beim aufgeladenen Motor

    Zitat Zitat von MattEagle Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht ob Natrium gefüllte Ventile so gut sind bei Luftgekühlten Motoren. Der Vorteil vom Natrium ist, dass es die Wärme gut leitet...d.h. vom Ventilteller weg in den Ventilschaft und von da an die Ventilführung. Bei ner Wasserkühlung macht das eher sinn, da die Ventilführung meist von einem Wassermantel umgeben ist.
    Warum nicht?

    Auch bei luftgekühlten Motoren gibt es durchaus Sinn, mit Natrium gefüllte Ventile zu verwenden und damit mehr Wärmeenergie vom Teller weg zum Zylinderkopf zu transportieren.
    Der Kopf wird schließlich gekühlt, nämlich durch Luft. Entweder durch den Fahrtwind, oder mit einem Gebläse (Kreidler Florett, VW-Käfer, Porsche 356, 911 usw.).

    Auch bei VW waren diese Ventile in der Serie, meines Wissens bei Typ-4-Motoren, z.B. im VW-Porsche (914). Vermulich auch bei Porsche in der Serie, das überprüfe ich jetzt nicht. Bei getunten Käfermotoren wurden manchmal Natrium-Ventile verwandt.

    Das Problem bei einer nachträglichen Änderung ist der oft gößere Schaftdurchmesser dieser Ventile. Da sie innen hohl waren, musste eben der Schaftdurchmesser vergrößert werden, um die notwendige Festigkeit zu erreichen. Auch muss die Länge passen, denn eine nachträgliche Bearbeitung ist nur in engen Grenzen möglich (Hohlkörper).

    Ob die Verwendung solcher Ventile notwendig ist, wird bei der Motorenentwicklung wohl auch im Versuch mitentschieden. Ist bei Dir Max sicher schwierig.

    Ich habe mir auch die Frage gestellt, ob die Verwendung größerer Ventile den Aufwand rechtfertigt. Der Kompressor drückt nicht nur mehr Masse in den Zylinder, der dadurch höhere Abgasdruck dürfte auch bei der Ausstoßung der Altgase helfen. Hierzu hat ja auch Patrick schon seine Meinung gesagt.
    Ein größerer Ventilteller nimmt auch mehr Wärmeenergie auf, die wiederum abgeführt werden muss.

    Aber wie gesagt, ich habe mir die Frage gestellt. Auskennen tue ich mich da nicht. Es gibt allerdings hier im Forum Mitglieder, die in ihrem Berufleben mit der Motorenentwicklung befasst waren. Die müssten dazu etwas zu sagen haben.

    Gruß, Wolfram

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