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  1. #1
    Avatar von redbird
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    Kolben(ring)beurteilung

    Hallo Mechanikspezialisten,
    ich bitte um eine -telemedizinische- Beurteilung meiner Kolben bzw. um Vorschläge/Ratschläge zum weiteren Vorgehen.
    Ausgangssituation: R 100 GS Standardkonfiguration, 66.000km, Motor offen wg. diverser Inkontinenzen und ausgeschlagener Ventilführungen(diese wurden jetzt bereits erneuert), Kolben siehe Bilder. Für geeignete weitergehende messtechnische Massnahmen fehlen mir leider die nötigen Gerätschaften, schon für den Kolbendurchmesser sind die Zungen/Spitzen meines Messchiebers zu kurz.
    Die viele Ölkohle vom Kolbenboden abkratzen ist klar (dort findet sich dann auch ein Kolbenmass?), aber am Hemd?? Ringe vorher entfernen? Davon bin ich kein grosser Fan wegen der mechanischen Beanspruchung, wenn runter dann neue Ringe, oder? Was meint ihr zu den (Abnutzungs)laufspuren am Kolbenhemd?
    Meine Tendenz ist, Ringe runter, Kolben säubern und beibehalten, neue Ringe montieren, zusammenbauen, weiterfahren? Müsste dann überhaupt gehont werden?
    Zylinder sieht piccobello aus, Kreuzschliff deutlich sichtbar, praktisch nur Polierspuren in der Kolbenlaufbahn.
    Ich bin gespannt auf input.....

    Grüsse, Peter
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  2. #2
    Avatar von Fritzel
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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Sieht doch alles super aus. ICH würde da gar nix machen. Die lose Ölkohle wegmachen, alles schön staubfrei machen, schön einölen und wieder fahren die näxten 66000 km.
    Geändert von Fritzel (11.02.2024 um 13:18 Uhr)
    Oben klar und unten dicht, mehr braucht Mann im Alter nicht

  3. #3

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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Mit dem Meßschieber wird das nichts. Da müsste eine Bügelmeßschraube her.

    Auch ich würde den Kolben so wie eben beschrieben wieder einsetzen.

  4. #4
    Avatar von Q-treiber
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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Moin Peter.
    Wenn Du weiter in Serienkonfiguration fahren willst mach alles penibelst sauber. (Teilewäscher oder notfalls Bremsenreiniger)
    Das Ölkohleflöz oben drauf vorher mit Hartholz abschaben.
    Dann einölen und wieder einbauen.

    Damit du niucht weiter Kohle fördern mußt solltest Du die Ventilführungen prüfen (siehe Datenbank) und höchstwahrscheinlich erneuern lassen.
    Q-Treiber-Grüße
    Stephan

  5. #5
    Avatar von Gummikuhfan
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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Hi,

    ich würde auch nur den Kolben säubern, alles zusammen bauen und weiter fahren. Zum Reinigen habe ich seinerzeit Backofenreiniger von Schlecker benutzt. Abends eingesprüht und am anderen Tag einfach abgewischt. Leider gibt es den Schlecker nicht mehr und ich habe nichts vergleichbares gefunden. Aber Backofenreiniger ist bestimmt nicht verkehrt!
    Gruß

    Jürgen us Kölle

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  6. #6
    Avatar von redbird
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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Also, was hier den Tenor der Ratschläge betrifft, war genau, was ich mir eigentlich auch dachte.
    Frisch an's Werk, alles gesäubert und weil's so leicht ging, doch mal die Ringe ausgebaut. Diese dann in den Zylinder gesteckt und Stossspiel gemessen : SCHOCK
    1. Ring 0,70, zweiter Ring 0,75, beide bei einem Soll von 0,3-0,5.
    Ölabstreifer noch ärger : 1mm, Soll 0,25-0,4
    Entweder die waren von Haus aus ausserhalb jeglicher Toleranz oder...???
    Wenn ich wieder Zeit hab -bin grad auf dem Sprung zu anderen drängenden Aktivitäten - muss ich mir mal ausrechnen, welche Veränderungen im Zylinderdurchmesser zu so einer Zunahme im Stossspiel des Kolbenrings führen könnten, aber gefühlsmässig glaub ich da nicht dran, das müsste sich doch als Verschleißbild zeigen.
    Ringstärke und Flankenspiel habe ich noch nicht gemessen.
    Auch dass der Kolbenboden innen so braun ist, macht mich stutzig. Sind das blow-by Spuren -über die Ölabstreifbohrungen- oder normale temperaturbedingte Verfärbungen?
    Also doch neue Ringe?

    Gruss, Peter
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  7. #7
    343 Avatar von Luggi
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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Ich würde die Ringe erneuern.

    Hatte ich damals beim Roadrunner auch. Nach Zerlegung und Strahlen der Zylinder habe ich ganze Landschaften eingenebelt.

    Neue Kolbenringe (ohne Hohnen) brachten eindeutige und nachhaltige Abhilfe. Das Qualmen war vorbei.
    Es grüßt aus Stormarn
    Matthias

  8. #8
    Avatar von redbird
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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Hallo Matthias,
    ich glaube, das mach ich, ist ja das Einzige was mir als Handlungsoption offen steht. Zweite Überlegung, die ich hatte, ist auch, dass sich die Ringe abnutzen -und nicht die Zylinderwand- und dadurch das Stossspiel zunimmt. Plausibel? Schon, oder?
    Gruss, Peter

  9. #9

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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Zitat Zitat von Gummikuhfan Beitrag anzeigen
    ...Zum Reinigen habe ich seinerzeit Backofenreiniger von Schlecker benutzt. ... Aber Backofenreiniger ist bestimmt nicht verkehrt!
    Die meisten Backofenreiniger bestehen grossteils aus Natriumhydroxid, sind stark alkalisch und können Aluminium sehr stark angreifen. Daher ist das Zeug eher verkehrt, als richtig. Solchen pauschalen Empfehlungen können für andere böse Folgen haben, auch wenn das sicher nicht beabsichtigt war.

    Zitat Zitat von redbird Beitrag anzeigen
    ...Diese dann in den Zylinder gesteckt und Stossspiel gemessen : SCHOCK ... Also doch neue Ringe?
    Die Ringe müssen rechtwinklig in den Zylinder gesteckt werden. In einem Bereich, in dem die Ringe nicht laufen, ca 15 mm unter Oberkante des Zylinders. Hast Du das geprüft? Ganz korrekt wird der Zylinder sogar mit einer Honbrille aufgespannt.

    Ich habe hier eine GS mit über 200 tkm auf Zylindern, Kolben und Ringen. Nie nachgemessen, immer nur gefahren. Ölverbrauch ist nicht nennenswert (<0,5 L auf 10 tkm). Ich würde deshalb nicht auf die Idee kommen, das Zeug anzufassen.
    Geändert von FrankR80GS (12.02.2024 um 15:56 Uhr)
    _______________________
    Grüße, Frank

    R80GS, 3/88

  10. #10
    Avatar von 60hotte
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    AW: Kolben(ring)beurteilung

    Hallo Peter,
    Ich würde den ganzen Kram in eine Kiste packen, zum nächsten Motorinstandsetzer fahren und da auf den Tresen legen. Die messen dass schnell professionell nach und beraten dich auch direkt.
    Das habe ich als Nichtprofi aber passionierter Hobbyschrauber schon ein paar mal so gemacht mit alten Motorradteilen bei verschieden Firmen, immer dann, wenn ich mir nicht ganz sicher war.
    Die waren immer sehr freundlich und hilfsbereit und freuten sich, dass da ein Bekloppter Laie
    an uratem Kram herumschraubt und haben sich auch in exotischen Situationen sehr hilfsbereit gezeigt. Wenn nichts defekt war, musste ich auch nie etwas bezahlen.
    LG
    Zoltán

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