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  1. #1

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    R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    Hallo zusammen,

    ich werde hier ab und zu Bilder meines laufenden Projektes einstellen.
    Das Motorrad ist eine R69S Zabrocky aus BJ. 65 mit den typischen Merkmalen wie Alukotflügel, Sitzbank, Heckrahmenform der BSA A65 und Hydra SS Gabel auf Basis der Horex Regina. Schorschmeier Tank usw.

    Da diese schon Jahren in der Werkstatt stand kaufte ich kurzerhand einen Kaysermotor zerlegt in Holland. Natürlich ziemlich viel Schrott, außer Zylinder (ohne Buchsen, kommen neu rein), Kurbelwelle (musste überholt werden) und diversen Kleinteilen war kurzfristig nichts zu gebrauchen. Motorgehäuse (inkl Stirnrädern etc. war noch vorhanden) musste also ein anderes abgeändert werden und die sonstigen Teile werden gerade zusammengetragen.
    Die Gabel bekommt noch einen Service wie es sich nach langer Standzeit gehört und eventuell gibts noch angefertigte Wilbersdämpfer (Volleinstellbar ) aber erst mal muss die Mühle fahren.

    Das Fahrgestell sollte den schönen GFK Heinrich Tank mit selbst angepasstem Höcker bekommen, Tank ist leider undicht, gibt dann im Winter eventuell einen aus Alu. Zurückverlegte Fussrasten sowie die Hoske Tüten liegen schon bereit, bei letzteren müssen aber die alten Einsätze erst mal raus und erneuert werden, was sich noch als schwierig erweist. Alukotflügel gibts auch neue, vorne etwas kürzer und hinten nur noch als Spritzschutz unter dem Höcker. Die Lampenhalterung weicht den vorhandenen italienischen Leichtbauteilen. Eventuell folgt dann noch eine Doppelduplex, das wird sich aber zeigen.
    Farblich sollen Tank und Höcker Weinrot mit zwei weißen Streifen werden.
    Wie ihr seht unzählige noch nicht erledigte Arbeiten und Wunschträume, im besten Fall fährt sie im alten Kleid im September zum TÜV, der Rest hat über den Winter Zeit. Stress wäre hier falsch.

    Grundsätzlich wirds ein normales Motorrad auf keinen Fall eines dieser "neuer als damals aus dem Werk", deshalb auch kein Glasperlen o.ä. nur Kaltreiniger und Trockeneis an den Motorteilen.

    Und zu guter letzte mal zwei drei Schnapschüsse vorher und mitten drin bzw eher noch am Anfang.

    Die Tage folgen noch Motorteile und zusammenbau Bilder.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken B Kamera R 69 S 214.jpg   DSC_0160.jpg  

  2. #2
    Avatar von jan der böse
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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    echt schoenes projekt. die werden ja auch immer seltener. aber ist das wirklich ein seitenwagen anschluss hinter der schalldämpferaufnahme? hab ich so noch nie gesehen. aber es scheint von ihm ja auch verschiedene rahmenumbauten gegeben zu haben. diesen mit der hinteren rundung ist mir nicht so bekannt. vieleicht weißt du ja mehr über diverse unterschiede bei zabrocky. das wäre interessant.
    netten gruß
    jan
    glaub ja nicht mit wem du es hier zu tun hast,
    mit mir sind schon ganz andere fertig geworden...

    geändert von jan der böse, in der regel wegen rechtschreibfehlern.

  3. #3
    Avatar von MKM900
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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    Zitat Zitat von ihler Beitrag anzeigen
    ...
    Das Fahrgestell sollte den schönen GFK Heinrich Tank mit selbst angepasstem Höcker bekommen, ...

    Der Karl Heinrich war Flaschner. Da war nichts mit GFK.
    Gruß RaineR

  4. #4
    Admin Avatar von Hobbel
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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    Jau.... das ist mal wieder ein interessantes Objekt

    Erinnert mich an eine Zeit vor genau 40 Jahren (mein Gott bin ich alt geworden )

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1975 R 69 s0002 retuschiert.jpg 
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Größe:	62,3 KB 
ID:	154496
    Grüße aus der Südheide
    Hobbel


  5. #5

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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    wow!

    da hast Du ja eine ganz seltene Version. Eine mit Gespannrahmen. Insgesamt sind ja eh nur 69 Rahmen hergestellt worden. Die allermeisten davon mit Solorahmen. Diese waren explizit auch nicht Gespanntauglich. Alle die ich bis jetzt gesehen habe haben anders ausgesehen. Alles Einzelstücke.

    Tolles Teil
    Roman
    BMW R50-S250, R100S
    Yamaha DS7, R5,

  6. #6

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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    Zitat Zitat von MKM900 Beitrag anzeigen
    Der Karl Heinrich war Flaschner. Da war nichts mit GFK.
    Ja du hast recht es ist ein Heinrich nachbau, müsste aus England sein, mir fällt der Name nicht mehr ein.

  7. #7

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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    Zitat Zitat von jan der böse Beitrag anzeigen
    echt schoenes projekt. die werden ja auch immer seltener. aber ist das wirklich ein seitenwagen anschluss hinter der schalldämpferaufnahme? hab ich so noch nie gesehen. aber es scheint von ihm ja auch verschiedene rahmenumbauten gegeben zu haben. diesen mit der hinteren rundung ist mir nicht so bekannt. vieleicht weißt du ja mehr über diverse unterschiede bei zabrocky. das wäre interessant.
    netten gruß
    jan
    Ja das haben Roman und du richtig gesehen, es ist ein Rahmen mit Gespann Aufnahme. Der Erstbesitzer wollte diesen unbedingt haben, es gab glaub drei davon. Sonst müssten die Rahmen gleich sein, bis auf diverse Unterschiede bei den Heckaufnahmen/ der Heckform, korrigiert mich wenn ich falsch liege.
    Grüße
    Robin

  8. #8
    Avatar von Slash7
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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    Zitat Zitat von Hobbel Beitrag anzeigen
    Erinnert mich an eine Zeit vor genau 40 Jahren (mein Gott bin ich alt geworden )
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	1975 R 69 s0002 retuschiert.jpg 
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    Du

    In dem Jahr bin ich geboren!

    Cool cool

    Gruß
    jan
    Geändert von Slash7 (15.07.2016 um 23:11 Uhr)
    -->If you wanne know what lies behind the horizon...you gotta go there!
    -->"We think too much and feel too little" (Charly Chaplin)

    Alltagskuh R60/7 1977 800ccm, Sonntagskuh R60/2 1968, Schnellfahrkuh R100/7T 1978

  9. #9

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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    Zitat Zitat von ihler Beitrag anzeigen
    Ja du hast recht es ist ein Heinrich nachbau, müsste aus England sein, mir fällt der Name nicht mehr ein.
    Ein Churchgate Tank. Habermann hat einen ähnlichen / gleichen Tank aus GFK in D angeboten.

    Axel

  10. #10

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    AW: R69S Zabrocky Umbau / Restaurierung

    So hier nun endlich mal wieder ein Update, sorry fürs lange warten:

    Da noch andere Projekt anstanden (unter anderem extreme Gartenumgestaltung mit schwerem Gerät) und ich nicht immer zeitnah alle Teile herbekam wurde aus dem fertigen Motorrad 2016 nichts mehr. Hier aber mal ein Auszug was bereits gemacht wurde, ich hänge noch ein paar Bilder an, muss allerdings noch alle Kameras misten, es sollten noch mehr werden.

    Fahrgestell:

    Die Hydra Gabel wurde komplett zerlegt und gesäubert, ein Eintreibwerkzeug für die Simmerringe gefertigt und noch die alten bereits verhunzten Schlitzschrauben gegen neue angepasste Inbus Schrauben aus dem Autozubehör ersetzt. Anschließend konnte alles wieder fein säuberlich zusammengebaut werden und mit den entsprechenden Ölmengen befüllt werden.

    Die noch vorhandenen Lampenhalter von Tomaselli wurden poliert und montiert, derzeit bin ich aber nicht sicher ob ich eventuell doch die originalen wieder montieren werde. Bleibt ja noch etwas Zeit zum Überlegen ;-)

    Das gekaufte Rennheck für die /5? Modelle musste massiv angepasst werden, viele Stunden wurde gesägt und wieder mit GFK und Glasfasermatten laminiert. Ein Kanal für die neu angefertigte Sitzbankhalterung wurde geformt und anschließend bereits grob gespachtelt um dem Lackierer die Arbeit vielleicht etwas zu erleichtern. Eine Holzplatte für das Sitzpolster wurde auch angepasst und gleich verschraubt. Die endgültige Anpassung kann erst mit dem neuen Tank erfolgen, deshalb ruht das Heck nun erstmal wieder.

    Um die Fussrasten in eine etwas für mich angenehmere Position zu bringen wurde ein Adapter für die Schaltwelle sowie für den original Fussbremsbolzen gefertigt und grob zusammengebaut (mit Motor Attrappe aus defekten Teilen) um die Funktionalität zu testen, passt. Feinabstimmung mit schönem Gestänge folgt sobald die Sitzbank bezogen ist. Im Fundus fand sich der passende Kickstarter welcher nach oben zum Rahmen gebogen ist und somit nicht am Schaltgestänge/Schalthebel ansteht. Dieser musste auf der Trittfläche allerdings etwas gekürzt werden damit er nicht am Rahmen ansteht.

    Die Hoske Tüten wurden vom alten Auspufflack befreit und mit viel Hitze auch von den defekten original Einsätzen. Nach langer Überlegung und Fragen hier im Forum entschied ich mich als neuen „Dämpfereinsatz“ für ein 50mm Edelstahl Absorberrohr welches mit kleinen Distanzringen am Ende über die original Schraube befestigt wird. Anschließend alles neu mit Auspufflack lackiert, da das Original Chrom nicht mehr zu retten ist. Soundcheck wurde am R69S Gespann bereits gemacht, sehr geil und nicht zu laut.

    Die Schwingenlager wurden obligatorisch auch noch getauscht da das Fahrgestell gerade sowieso fast komplett zerlegt ist. Wie sich zeigte wars Sinnvoll. Sämtliche Teile wie Felgen, Rahmen usw. werden nach und nach noch geputzt um die 10 Jahre alten Staub/Öl Mischung zu entfernen.

    Der Kröber Drehzahlmesser erhielt noch neue Gummidämpfer und muss nach langer Lagerzeit auf Funktion geprüft werden.

    Mit der Vorderbremse war ich lange am Überlegen was ich denn will, bessere Dossierung und höhere Bremsleistung waren die gesuchten Punkte. Die meisten Doppelduplexbremsen sind für die schmale Gabel zu breit. Mein Vater kam drauf, dass die Trabant Bremse vom 601 den gleichen Trommeldurchmesser hat, also kurzerhand Originalteile im Internet geordert und getestet. Und siehe da, es funktioniert, nach viel Messen und Zeichnen konnte anschließend ein passender Adapter gefertigt werden. Nun Fehlt noch eine Stahlflexleitung sowie die passende Pumpe, ich bin schon auf die Bremsleistung gespannt. Der 2CV Bremsumbau mit Simplex Bremse ist schon länger im R69S Gespann und überzeugt, da lässt die Duplexbremse mit zwei Hydraulischen Kolben auf eine sehr gute und dosierbare Bremsleistung hoffen.

    Motor:

    Das Motorgehäuse wurde mit Trockeneis gereinigt, sämtlich Kleinteile von Hand gesäubert. Aktuell ist die neu gelagerte Kurbelwelle bereits im Gehäuse, der Rest folgt Stück für Stück (Alle Teile sind bereits vorbereitet). Die Zylinderbuchsen werden gerade angefertigt und anschließend eingepresst.

    Die überholten Zylindeköpfe (Führungen, Sitze) wurden mit neuen Ventilen, Federn, Tellern und Keilen der neueren Modelle ausgestattet und eingeschliffen. Die Ventildeckel bekamen neue Stehbolzen und wurden von Hand etwas aufpoliert.

    Die Kipphebel wurden gegen vorhandene polierte und erleichterte Teile getauscht, die originalen kommen zum Schleifen und Härten.

    Vergaser wurden Ultraschallgereinigt und neu abgedichtet sowie mit neuen Düsen ausgestattet.

    Ich habe bestimmt einige der sonstigen Dinge vergessen aber das folgt.

    Grüße
    Robin
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