Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 19
  1. #1
    Avatar von R80PD
    Registriert seit
    14.04.2018
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    7

    Motorrad einlagern

    Hallo,
    bitte nicht neidisch werden, aber ich habe vor ein paar Wochen eine R 100 R aus 5/96 für einen unverschämt günstigen Preis erstanden. Sie hat sage und schreibe 14.700 km runter und sieht wesentlich besser aus! Schön in schwarz, Tank grau abgesetzt und eine kleine Wüdo Verkleidung. Echt schick. Einer der mitgelieferten TÜV Berichte von 2006 nennt 10 km weniger als heute !!. Abgemeldet seit ca. einem Jahr und TÜV läuft im Mai ab. Einige alte Rechnungen liegen dabei. Sie wurde immer gewartet - auf die Laufleistung bezogen. Zeitlich liegt die letzte Wartung Jahre zurück. Gefahren wurde sie anscheinend in den letzten 12 Jahren so gut wie nicht. Ich habe sie mir jetzt genauer angesehen und nur einen leckenden Bremsflüssigkeitsbehälter festgestellt. Elektrische Einrichtung habe ich getestet. Es stellt sich die Frage was tun? Anmelden wollte ich sie nicht, verkaufen erstmal auch nicht. Da meine G/S fährt, wollte ich sie erstmal stehen lassen. Ist es sinnvoll jetzt Öle zu wechseln, sie testweise in Betrieb zu nehmen, oder irgendetwas anderes zu machen? Ich tendiere dazu alles zu lassen wie es ist, da sie sowieso ganz umsichtig in Betrieb genommen werden muss. Und das kann man dann auch in ein paar Jahren machen, oder? Bspw. Glaube ich, dass sie der Bremsflüssigkeitsbehälter auch undicht gestanden hat. Ein neuer wäre demnach jetzt nicht sinnvoll. Ach ja, ab wann wird die Wiederzulassung problematisch? Zum Beispiel in Bezug auf Abgasvorschriften...

    Ich freue mich über alle Tipps! Vielen Dank!
    Dirk
    Geändert von R80PD (29.04.2018 um 18:21 Uhr)

  2. #2
    Admin Avatar von Detlev
    Registriert seit
    27.02.2007
    Ort
    24819 Schläfrig-Holzbein
    Beiträge
    34.885

    AW: Motorrad einlagern

    Mit der Wiederzulassung gibt es keine Probleme, die Maschine muss nur vorher getüvt werden.
    Ich würde die Öle erneuern, die Vergaser entleeren, den Tank komplett entleeren und auslüften lassen, einmal mit ein wenig Öl ausschwenken, Bremsflüssigkeit erneuern (zusammen mit den Behälterdichtungen) und dann aufbocken so dass die Räder den Boden nicht berühren. Batterie ausbauen.
    Dann das Auspuffende mit einem öligen Lappen verschießen, möglichst auch die Ansaugöffnungen unterm Tank.
    So kann die Maschine lange stehen, es schadet nichts, den Motor einmal im Jahr mit einer Batterie und rausgedrehten Zündkerzen per Anlasser zu bewegen damit alles einmal durchgeölt wird.
    Grüße,
    Detlev

    „Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher.“

  3. #3
    Avatar von Sledge Hammer
    Registriert seit
    14.09.2015
    Ort
    Holledau
    Beiträge
    1.227

    AW: Motorrad einlagern

    Hallo,
    für mich gäbe es nur die Option..... auf die Strasse bringen.

    Steuer und Versicherung sind ein sehr überschaubarer Betrag im Jahr und bewegt sind die Moppeds doch besser als dass sie rumstehen.

    Vg Werner
    BMWK100BMWR65BMWR80GS

  4. #4
    Avatar von R80PD
    Registriert seit
    14.04.2018
    Ort
    Hannover
    Beiträge
    7

    AW: Motorrad einlagern

    Hi Werner, darüber habe ich auch nachgedacht. Aber meine G/S macht ca. 2.000 km im Jahr - wenn es gut läuft. Und je weniger ich mit ihr fahre desto mehr Probleme habe ich mit ihr, denn der Nichtbetrieb ist Mist. Aber was will man machen, wenn man sein Moped seit 28 Jahren hat und das Herz hängt dran. Gruß Dirk

  5. #5
    Avatar von Jensibert
    Registriert seit
    16.02.2017
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    191

    AW: Motorrad einlagern

    Du bist wirklich zu beneiden.. Gibt es vielleicht noch ein paar Bilder

  6. #6
    Avatar von OXY
    Registriert seit
    07.04.2013
    Ort
    Neu-Isenburg
    Beiträge
    2.212

    AW: Motorrad einlagern

    Hi Dirk,

    tolle Sache. Aber schieb so wenig wie möglich aufspäter ...

    Zum Einlagern: Ich würde ausser dem Gesagten alle Gummiteile vor dem Wegstellen mit Hirschtalg einreiben - je weniger du später von den vielen Kleinteilen ersetzen muss, desto besser.
    Schöne Grüße

    Stephan

  7. #7
    Avatar von Kairei
    Registriert seit
    15.09.2016
    Ort
    Hunsrückrand
    Beiträge
    3.162

    AW: Motorrad einlagern

    Hallo Dirk,

    es kommt nicht nur drauf an Wie Du die Q einlagerst sondern auch WO !
    Ich hatte meinen O-Motor und weitere Teile fast 18 Jahre im Heizungskeller meines Elternhauses.
    Da war es so trocken wie in der Wüste Sahara und dunkel ! Ich hatte Innen wie Aussen keinerlei Schäden, Flugrost auf Lagerflächen, angelaufenes Alu oder Ähnliches an den Teilen. Ich hatte nichts konserviert (nur die normale Ölfüllung) und auch die Kunststoffteile (Kardanflanschgummi etc.) waren topp.
    In meiner Garage würde das nicht gehen, zu hell (großes einfachverglastes Fenster), zu feucht durch Temperaturschwankungen etc. etc.
    In so einem Raum würde ich den Motor und das Getriebe mit dünnflüssigem Öl fluten, Alles dick einsprühen und mit ner Decke (keiner Plane) abdecken.

    Gruß
    Kai
    G/S Treiber,
    verflossene Liebschaften:Zündapp GTS 50, RD 350, XT 500, Laverda 10003C, Yamaha XV 550, Yamaha TR1, BMW R80/7

  8. #8

    Registriert seit
    16.10.2010
    Beiträge
    8

    AW: Motorrad einlagern

    Hallo zusammen,

    ich habe ein ähnliches "Problem" und würde gerne einige Fragen stellen.
    Mein "Problem": ich besitze seit 8 Jahren eine R 65 GS, die ich vom Erstbesitzer, einem recht alten Herrn, mit weniger als 8.000 km erworben und dann zwischen 2010 und 2014 in einen wieder ansprechenden Zustand gebracht habe (bzw. bringen ließ, auch dank der Tipps hier).

    Gefahren bin ich kaum, jetzt hat die Maschine ca. 9.000 km; in den letzten beiden Jahren bin ich fast überhaupt nicht gefahren, hab sie nur ab und zu mal angemacht und ein paar km bewegt. Es zeichnet sich nicht ab, dass ich in den nächsten Jahren mehr Zeit dazu finde, deshalb überlege ich nun, die Maschine so einzumotten, dass ich sie vielleicht in 10 Jahren wieder auspacken kann, ohne in der Zwischenzeit Standschäden zu riskieren. Oder aber eben DANN zu verkaufen.

    Die Flüssigkeiten sind gerade alle gewechselt worden. Ich habe einen Platz in einer trockenen Scheune, wo die Maschine b.B. lange stehen kann.

    Meine Fragen:
    - sollte der Stahltank nicht komplett gefüllt sein während der Einlagerung? Da gibt es wohl unterschiedlichen Auffassungen.
    - sollte ich die BMW mit Öl (z.B. Ballistol) o.ä. von außen behandeln?
    - müssen die Vergaser nach dem Entleeren mit Öl geflutet oder behandelt werden? Falls ja: mit welchem Öl (2-Takt?)?
    - sollte ich sie lieber abdecken (Bettuch oder Plane?) oder offen stehen lassen?
    - gibt es sonst noch etwas, das mir entgangen ist?

    Im Voraus vielen Dank für jeden Tipp

    Martin
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken CIMG4892.jpg   Nach Restauration  2.jpg   Nach Restauration 1.jpg  
    Geändert von Anakin (18.07.2018 um 17:09 Uhr)

  9. #9
    Admin Avatar von Detlev
    Registriert seit
    27.02.2007
    Ort
    24819 Schläfrig-Holzbein
    Beiträge
    34.885

    AW: Motorrad einlagern

    Zitat Zitat von Anakin Beitrag anzeigen
    Meine Fragen:
    - sollte der Stahltank nicht komplett gefüllt sein während der Einlagerung? Da gibt es wohl unterschiedlichen Auffassungen.
    Der Sprit altert. Besser den Tank entleeren, trocknen lassen und innen mit Konservierungsöl (z.B. Radglanz) ausschwenken.
    - sollte ich die BMW mit Öl (z.B. Ballistol) o.ä. von außen behandeln?
    Gummiteile mit Silikonspray, Metall mit Radglanz.
    - müssen die Vergaser nach dem Entleeren mit Öl geflutet oder behandelt werden? Falls ja: mit welchem Öl (2-Takt?)?
    Trocken stehen lassen.
    - sollte ich sie lieber abdecken (Bettuch oder Plane?) oder offen stehen lassen?
    Ein Baumwolltuch ist am Besten.
    - gibt es sonst noch etwas, das mir entgangen ist?
    Vorher alle Flüssigkeiten tauschen (auch Gabelöl!)
    Wenn möglich einmal im Jahr ne Batterie einbauen und den Motor mit dem Anlasser drehen lassen. Dann werden alle Motorinnereien geschmiert.
    Auspuff- und Ansaugöffnungen mit ölgetränkten Lappen verschließen.


    Im Voraus vielen Dank für jeden Tipp

    Martin
    Guxtu rot...
    Grüße,
    Detlev

    „Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher.“

  10. #10

    Registriert seit
    16.10.2010
    Beiträge
    8

    AW: Motorrad einlagern

    Vielen Dank, so mache ich es.

    Martin

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
OK, verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Falls Sie nicht einverstanden sind, können Sie die Browsereinstellungen ändern oder diese Seite verlassen. Weitere Information hier