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  1. #1

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    Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Hallo Zusammen,
    ich brauche Eure Hilfe und Rat. Bei der ersten Fahrt nach einer Restaurierung hatte ich den Eindruck, dass bei nicht gezogener Bremse das Vorderrad schwergängig ist. Alsob die Bremse nicht ganz löst. Jetzt habe ich das Vorderrad rausgenommen. Es geht nicht mehr rein, da die Scheiben nicht zwischen die Beläge gehn. Habe die Belege rausgenommen und versucht, die Bremskolben ganz reinzudrücken. Das ging aber nicht. Habe auch oben schon den Zug abgemacht.

    Hat jemand eine Idee? Müssten die Kolben ganz rein gehn? Wenn ja, warum tun sie es nicht?

    Grüße
    Frank

  2. #2

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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Zitat Zitat von FrankausLeeds Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,
    ich brauche Eure Hilfe und Rat. Bei der ersten Fahrt nach einer Restaurierung hatte ich den Eindruck, dass bei nicht gezogener Bremse das Vorderrad schwergängig ist. Alsob die Bremse nicht ganz löst. Jetzt habe ich das Vorderrad rausgenommen. Es geht nicht mehr rein, da die Scheiben nicht zwischen die Beläge gehn. Habe die Belege rausgenommen und versucht, die Bremskolben ganz reinzudrücken. Das ging aber nicht. Habe auch oben schon den Zug abgemacht.

    Hat jemand eine Idee? Müssten die Kolben ganz rein gehn? Wenn ja, warum tun sie es nicht?

    Grüße
    Frank
    Die Schwenksattelbremse hat nur einen Kolben (je Seite), den Du zurückdrücken kannst. Da beide Sättel an einen Betätigungszylinder gekoppelt sind (oder?), „kommunizieren“ sie über den Druck im Bremssystem. Drückst Du auf einer Seite rein, kommt der Kolben der anderen Seite raus (wenn keine Scheibe dazwischen ist). Ein anderes „Hindernis“ könnte ein zu voller Vorratsbehälter sein, der einen hydraulischen Gegendruck aufbaut (bevor er platzt oder leck schlägt).

    In der Regel kann man die Bremskolben im Sattel bündig eindrücken, wenn man oben genanntes beachtet. Ich kenne die Bremse aber nicht aus eigenem werkeln.
    _______________________
    Grüße, Frank

    R80GS, 3/88

  3. #3
    Avatar von Wilhelm
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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Moin,

    üblicherweise gibt es im Hauptbremszylinder 2 Bohrungen: eine große, und eine kleine. Die kleine ist für den Flüssigkeitsausgleich: Bremst man mehrfach, wird neben der Bremse auch die Flüssigkeit warm und dehnt sich aus. Ist das System geschlossen (Bohrung zu), baut sich durch die Ausdehnung der Flüssigkeit ein Druck auf, was dazu führt, daß die Bremskolben/-Beläge Richtung Scheibe wandern. Dieser Druck kann so stark werden, daß die Bremse von allein bremst (ohne Hebelbetätigung). Logischerweise kann man unter diesen Umständen die Bremsbeläge auch nicht mehr mit der Hand zurückdrücken, wenn das Rad mitsamt der Scheiben ausgebaut ist.

    Kurz gesagt: es muß nicht immer ein festgegangener Kolben sein, wenn man die Kolben nicht zurückschieben kann. Die besagte Bohrung setzt sich dann oft zu, wenn die Bremsflüssigkeit alt und im Ausgleichsbehälter unten ein Bodensatz von Schmodder sich abgesetzt hat.

    PS - ich kenne die Bremse der R90 nicht im Detail.
    Grüsse von

    Wilhelm



    "Jeder soll nach seiner Façon selig werden"
    Preussen's Fritz


  4. #4
    Avatar von Kairei
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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Hallo Frank,

    eventuell sind die Bremskolben fest und stellen darum nicht zurück!
    Ich würde die bei ausgebautem Rad mal vorsichtig noch etwas weiter herausdrücken (sanft Druck geben) und die weiter herausstehende Gleitfläche der Kolben mit Bremsflüssigkeit und festem Stoff polieren. Dann wieder hineindrücken, (mit Zange o.Ä und Holzunterlage) bei offenem Behälter. Das Ganze mehrmals.
    Wenn das nicht hilft: Bremse zerlegen, Kolben raus ... komplette Überholung.
    An einen hydraulischen Defekt glaube ich eher nicht!

    Gruß

    Kai
    G/S Treiber,
    verflossene Liebschaften: RD 350, XT 500, Laverda 10003C, Yamaha XVZ 550, Yamaha TR1, BMW R80/7

  5. #5
    Admin Avatar von MM
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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Zitat Zitat von Wilhelm Beitrag anzeigen
    ...

    PS - ich kenne die Bremse der R90 nicht im Detail.
    Das Funktionsprinzip ist das gleiche, wie du es kennst.
    Besonderheiten der alten ATE-Schwenksattelbremsen sind:
    - HBZ unter dem Tank seilzubetätigt
    - Schwenksättel mit je einem Kolben.

    Daher sind deine Ausführungen auch hier zutreffend; halte auch die Bohrung für verdächtig. Am besten mal alles entleeren, gründlich reinigen, revidieren und neu befüllen (lassen).
    Gruß
    Michael




    Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

  6. #6

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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Dito, hab ich gerade erst gemacht, keine große Sache und man kann alle Teile mal begutachten. Dann sind auch alle Bohrungen frei.
    Viele Grüße Oliver

    im Vorbesitz waren: MZ ES175/2 auf (250cm³ aufgerüstet) & MZ TS250/1
    -jetzt R100RS, die nicht fährt-

  7. #7

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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Bevor das Problem auftrat, hab ich die Bremsflüssigkeit gewechselt. Der HBZ wurde auch von einem Fachmann für brauchbar und ok befunden. Ich gehe also mal davon aus, dass die Hydraulik ok ist.

    Die einseitigen Kolben der Bremssättel möchste ich als nächstes komplett zurückdrücken. Ihr sagtet, ein Holz und Zange verwenden. D.h. man muss wohl recht stark drücken, um die Kolben reinzudrücken, oder? Wie weit gehen sie denn rein? Ist das alles recht knapp, oder haben die Bremsscheiben ordentlich Platz, wenn die Kolben ganz drin sind?

    Grüße
    Frank

  8. #8
    Admin Avatar von MM
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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Zitat Zitat von FrankausLeeds Beitrag anzeigen
    Bevor das Problem auftrat, hab ich die Bremsflüssigkeit gewechselt. Der HBZ wurde auch von einem Fachmann für brauchbar und ok befunden. Ich gehe also mal davon aus, dass die Hydraulik ok ist.

    Die einseitigen Kolben der Bremssättel möchste ich als nächstes komplett zurückdrücken. Ihr sagtet, ein Holz und Zange verwenden. D.h. man muss wohl recht stark drücken, um die Kolben reinzudrücken, oder? Wie weit gehen sie denn rein? Ist das alles recht knapp, oder haben die Bremsscheiben ordentlich Platz, wenn die Kolben ganz drin sind?

    Grüße
    Frank
    Hallo Frank,

    du schrubst im Startbeitrag von Restaurierung.
    Bei einem Fahrzeug, das mindestens 42 Jahre alt ist, sollte man -wenn man den Begriff "Restaurierung" ernst nimmt, alle Teile der Bremsanlage gründlich untersuchen und am besten einer kompletten Revision unterziehen. Ich weiß jetzt nicht, was du tatsächlich gemacht hast; aber ein reiner Flüssigkeitswechsel ist da für mich nicht ausreichend.
    Ich kann und will die Maßnahmen jetzt nicht hier vollständig beschreiben; das findet sich alles in unserere DB.
    Gruß
    Michael




    Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

  9. #9
    Avatar von Manfred Rydzynski
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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    Hallo Frank,
    deine Problembeschreibung erinnerte mich an meine Ate-Schwenksattelbremse. Die Bremswirkung war top, aber die Bremse machte sehr zögerlich wieder auf. Um es kurz zu machen - nach 40 Jahren sind die Gummiteile in den Bremssätteln nicht mehr geschmeidig. Ich hab die Teile total revidiert und neue Gummidichtungen spendiert. Seitdem ist das Problem nicht mehr existent. Die Anleitung hierzu ist super in der Datenbank beschrieben. Wenn du dir nicht sicher bist ( Sicherheitsrelevante Teile), hol dir besser kompetente Hilfe. Die Reparatursätze kosten z.B. bei Rabenbauer nicht die Welt.
    MfG

    Manfred


    "Das Böse ist nicht in der Sache an sich begründet, sondern nur in ihrem unrechten Gebrauch!" (Augustinus)

  10. #10

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    AW: Probleme mit R90S Scheibenbremse

    was haben ich bei der "Restaurierung" gemacht? Die Bremsanlage wurde von einem Fachmann komplett angeschaut und für ok befunden. Aber dabei wurde nichts gewechselt und die Schläuche sind auch noch die alten. Das scheint mir eine plausible Erklärung, wenn die nicht ganz aufmachen und damit der Druck nur langsam abfällt. Ich werde mir mal die DB anschauen.

    Danke nochmal, Gruß
    Frank

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