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  1. #1

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    Eicon01 Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Hallo,
    mir ist bewußt, dass es zu dieser Überschrift bereits jede Menge Beiträge im Forum und in der Datenbank gibt - leider habe ich den entscheidenden Hinweis für mein Problem noch nicht gefunden!

    Seit ca 2 Jahren habe ich zeitweise das Problem, daß die Batterie nicht ausreichend geladen wird wenn der Scheinwerfer eingeschaltet ist. Mehrfach mußte ich deshalb die Fahrt nur mit Standlicht fortsetzen - zu Hause angekommen bin ich dann immer und die Batterie war wieder ausreichend geladen zum problemlosen Anlassen des Motors!
    Die Ladekontrollleuchte funktioniert wie sie soll!

    Typisch die letzte Fahrt: Batteriespg. 12,5 V (Motor aus, Digitalanzeige vorhanden), Ladespg. während der Fahrt zw 13,9 und 14,4V. nach ca 60km sprang Motor mit eingeschaltetem Scheinwerfer nicht mehr an. Batteriespg. 11.2 V. Scheinwerfer aus- Motor springt gerade so an. Weiterfahrt mit Standlicht. Batteriespg. weiterhin w.o..
    Nach der Tour -ca weitere 160km - zeigt die Batt Spg. bei Motor aus ca 12,8 V.

    Heute Batterie Spg. 12,69V Zündung aus, Strom -0,01A
    Zündung ein 12,53/ -0,71
    w.o. Abblendli. 12.07/ -6,24
    Anlasser(Bosch)11,06/ ca. - 70

    Messungen jeweils mit exteren Digitalmeßgerät

    Bei 1400/min u. Abblendli 12,1V/-3,4A
    3000/min 13,2V/+3,4A
    3000/min o. Abblendlicht 13.4-14V/+7,6V
    Auffällig ist, dass die Spg nach dem Aussschalten des Scheinwerfers nur langsam von 13,4 auf 14V ansteigt (in ca 5 Sekunden).

    Was habe ich bisher gemacht (R 100GS Bj 89, ca 180.000km, in gutem Zustand, ist seit 30 Jahren in meinem Besitz):

    Regler neu vor ca. 1,5 Jahre
    Batterie neu ca. 1,5 Jahre (Kung Long)

    Da das Problem immer wieder auftritt habe ich die Forumsbeiträge und die Hinweise in der Datenbank abgearbeitet. Die Messungen an den relevanten Bauteilen und Leitungen haben dabei keine Abweichungen gezeigt.
    Optimiert wurde der Masseanschluß an der Diodenplatte -
    Direkte Ladeleitung von Diodenplatte zur Batterie (4mm²) gezogen. Zündschloss, Kontrollleuchten und Leitungen überpruft, inneren Widerstand gemessen.
    Kohlenhalter ersetzt - am Alten war ein Stück ausgebrochen
    Zusatzrelais für Abblendlicht im Lampentopf eingebaut.
    Spannungsabfall an diversen Leitungen gemessen.
    Lichtrelais geprüft
    Diverse Massepunkte überprüft, Schrauben nachgezogen usw.
    Zuletzt Rotor getauscht.

    Ergänzen muß ich, daß ich die elektrische Anlage im Lauf der Jahre "angepasst" habe. Einen direkten Zusammenhang mit dem Problem seit 2 Jahren konnte ich bis jetzt noch nicht herleiten.
    Doppelhupe über Relais gesteuert
    Digitale Spannungsanzeige im Cockpit
    Heizgriffe seit 30 Jahren -immer noch die Gleichen
    Zusätzliche hellere LED Blinkerkontrolle über Relais gesteuert
    Absicherung der Verbraucher über 4 fach Sicherungskasten
    zusätzliche Verteilerpunkte für Klemme 15 (Zündung) und Masse unter dem Tank rechts
    Seit März 2019 im Zusammenhang mit einer Motorinstandsetzung (Powerkit) habe ich eine Doppelzündung mit Honda Zündspulen eingebaut.

    Bis auf das geschilderte Problem läuft mein Motorrad völlig anstandslos.

    Es wäre prima, wenn ich den entscheidenden Hinweis von einem Forumsmitglied bekommen könnte.

    Gruß aus Linz
    Gerhard

  2. #2
    Admin Avatar von hg_filder
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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Hallo Gerhard,
    erstmal Klasse, was du schon alles gemessen hast. Als ersten Schuss würde ich ein Kontaktproblem vermuten, denn wie sonst könnte die Spannung sich nur langsam nach dem ausschalten des Lichts anheben.

    Um das auszuschliessen, würde ich zwischen B+ an der Diodenplatte und Plusanachluss des Akkus eine Spannungsmessung machen. Diese sollte deutlich unter 0,1 Volt liegen. Wenn nicht, die Kontakte prüfen.

    Das gleich kannst du zwischen B- Diodenplatte und Akku- Minus machen.


    Als nächstes hätte ich den Akku in Verdacht. Hattest du den schon mal getauscht bzw. einen Testakku im Einsatz?

    Was mich irritiert, ist, das deine Werte nach einem Stator ungleich Bosch Nummer 008 aussehen. Wurde der mal ersetzt?

    Auch der Boschanlasser hätte ich bei dem Baujahr nicht mehr erwartet.

    Der Regler scheint ein Behördenregler zu sein, zu dessen Freunden ich nicht gehöre, würde das aber nur in Verbindung mit einem defekten Akku näher in Betracht ziehen.

    So aus dem Bauch heraus würde ich auf Akku und/oder Stator tippen, ist aber ein Schuss ins Blaue.

    Hans
    Geändert von hg_filder (30.09.2019 um 17:39 Uhr) Grund: .
    R 100 GS '92 Nur eine, aber meine.

  3. #3
    Avatar von Kairei
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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Ähm,
    Ich bin hier nicht der Elektrolurch, aber könnte es sein, dass sich der Bosch so langsam verabschiedet?
    Powerkit und Bosch harmonieren nur bei optimalem Zustand der Batterie und dem Anlasser. Je nachdem wie dein Motor gerade stehenbleibt und wie alt der Bosch ist (verhärtetes Fett) kann der schon richtig Strom ziehen.
    Mess doch mal den Spannungsabfall der Batterie bei mehrmaligem Start.
    Ich hab mit dem Pk und nem verranzten Bosch eine knapp ein Jahr alte Gelbatterie mit 21 Ah getillt.

    Gruß

    Kai
    G/S Treiber,
    verflossene Liebschaften:Zündapp GTS 50, RD 350, XT 500, Laverda 10003C, Yamaha XV 550, Yamaha TR1, BMW R80/7

  4. #4

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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Hallo Hans,
    Danke für deine Überlegungen - die Messungen werde ich morgen durchführen.

    Wegen eines möglichen Kontaktproblems habe ich die zusätzliche 4mm² Leitung eingezogen.

    Der Alte Kung Long (ca 3 Jahre) hat sich während der Wintermonate verabschiedet- mit dem neuen Kung Long hat sich da nicht geändert. Deswegen hatte ich zunächst den Akku ausgeschlossen. Ich habe hier einen etwas kleineren LiIo Akku , den ich probehalber einbauen werde.

    Der Stator ist noch orginal, der Rotor mußte in den 90er Jahren schon 2x wegen fehlendem Durchgang getauscht werden - seit dem ist Ruhe gewesen.

    Die orginalen Valeos mußte ich - auch in den 90 ern -2x wegen abgefallener Magnete ausbauen- damals war mir die zusätzliche mechanische Befestigungsmöglichkeit nicht bekannt. Mit dem alten Bosch gibt es seither keine Probleme!

    Den Regler habe ich letzes Jahr wegen diesem Problem eingebaut.

    Den Stator habe ich bisher wegen passender Widerstandswerte ausgeschlossenen - aber trotzdem ist der natürlich auch ein möglicher Verdächtiger.

    Ich melde mich denn morgen wieder.

    Zunächst nochmals herzlichen Dank
    Gerhard

  5. #5
    Gewerbetreibender Avatar von Joerg_H
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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Moin,
    Zitat Zitat von gete Beitrag anzeigen
    Seit ca 2 Jahren habe ich zeitweise das Problem, daß die Batterie nicht ausreichend geladen wird wenn der Scheinwerfer eingeschaltet ist.
    Bist Du sicher, dass "wenn der Scheinwerfer eingeschaltet ist" wirklich mit dem Problem ist zusammenhängt? Was sagt denn die:
    Zitat Zitat von gete Beitrag anzeigen
    Digitale Spannungsanzeige im Cockpit
    wenn das Problem auftritt? Und, ganz wichtig: wo greift diese Spannungsanzeige Ihre Messwerte ab?
    Gruss aus dem Westen der Schweiz,
    - Joerg

    --
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  6. #6

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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Hallo Jörg,

    Du hast recht:

    ich bin nicht sicher, daß es wirklich am Scheinwerfer liegt, aber die Symthome treten im Zusammenhang mit dem eingeschalten Scheinwerfer auf. Die Ursache kann/wird auch ganz wo anders liegen - wo ist die Frage. Um diese Möglichkeit auszuschließen habe ich für das Abblendlicht ein zusätzliches Entlastungsrelais eingebaut - ohne Erfolg.

    Die Spannungsanzeige wird direkt an der Batterie abgenommen - um sicher zu gehen, daß die Digitalanzeige richtig anzeigt, habe ich das - mehrfach mit zwei anderen Meßgeräten überprüft - da wurden immer die gleichen Werte angezeigt.

    Gruß
    Gerhard

  7. #7
    Admin Avatar von MM
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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Nach deinen Schilderungen könnte man Kontaktprobleme eigentlich ausschließen; aber gerade die "dicken" Kabel (also Batterie-Anlasser, Batterie-Diodenplatte und Batterie-Getriebe) neigen zu altersbedingten Oxidationen und Kabelbrüchen, die im Bereich der Kabelschuhe auftreten.

    Mich hat gerade auch so ein 4²-Kabel im Vorglühkreis meines VW T3 genarrt.
    Ich habe nach den ersten Symptomen erst das Relais getauscht, dann die Glühkerzen; jedes mal hat es eine Weile funktioniert, um dann wieder Probleme zu machen. Die Wurzel des Übels war der Kabelschuh in der Zuleitung zu den Glühkerzen. Bei jeder Maßnahme hatte ich den angefasst und dadurch kurzfristig für Kontakt gesorgt. Erst nach Vercrimpung eines neuen Schuhs war Ruhe.

    Daraus folgernd wäre mein Tipp, dass du dir die drei o. g. Leitungen von unserem Experten Matze im grünen Bereich neu machen lässt.
    Gruß
    Michael




    Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

  8. #8
    Gewerbetreibender Avatar von Joerg_H
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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Moin Gerhard,
    Zitat Zitat von gete Beitrag anzeigen
    ich bin nicht sicher, daß es wirklich am Scheinwerfer liegt, aber die Symthome treten im Zusammenhang mit dem eingeschalten Scheinwerfer auf. Die Ursache kann/wird auch ganz wo anders liegen - wo ist die Frage.
    Ich kann MM nur beipflichten: Untersuche alle Kabel im Ladestromkreis - und damit meine ich auch (a) beherztes Herumzerren an den Anschlüssen und (b) Herumdrehen der Kabel und Anschauen der Isolation.

    Ich hatte jahrelang sporadische Probleme mit einem gelegentlichen Aufflackern der Unterspannungsanzeige. Irgendwann zog ich mal die Kabel zum LiMa-Rotor aus dem Isolierschlauch, drehte sie zufällig um (!) ... und fand dann endlich die abgewetzte Isolierung.
    Gruss aus dem Westen der Schweiz,
    - Joerg

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  9. #9

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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Hallo zusammen,

    ich habe die letzten 3 Stunden mit Messungen und Kabelüberprüfungen verbracht, allerdings noch nicht alle. Zunächst die aktuellen Infos.

    Was habe ich gemacht:
    1) Spannungsdifferenz zw. Diodenplatte und Batterie jeweils Plus und Minus
    Ergebnis
    Minus- Seite 0,02V unabhängig von Last(Scheinwerfer) und Drehzahl (1200/3000).
    Plus-Seite steigt mit Drehzahl -siehe oben- von 0,02 auf 0,18V an! Dies ist unabhängig ob Scheinwerfer an oder nicht.
    In die Ladeleitung hatte ich zur Sicherheit eine 25A Sicherung zwischen geschaltet, ohne Sicherung stieg der Wert dann auf max 0,1V.

    Max Ladestrom 9A bei 14,1V, bei Scheinwerfer an 3,5A bei 13,4V (jeweils 3000/Min,

    2) LiIo-Batterie angeschlossen um defekte Batterie zu erkennen.
    Spg nur Zündung an:13,3V .
    Ergebnis
    Plusseite: Spannungsdifferenz steigt mit Drehzahl von 0,01 auf 0,13V(ohne Sicherung)
    Max Ladestrom 10A bei 13,7V, bei Scheinwerfer an 3,5A bei 13,2V (jeweils 3000/Min,

    3) Statorwiderstand 0,8/1,0 Ohm abhängig vom Meßinstrument.

    4) Stator ist orginal Teilenr. 0120 340 008

    Kabel von Stator zu Diodenplatte sind neu (wegen des Problems)

    Den Boschanlasser habe ich vor ca. 4Jahren zerlegt um das Ritzel zu erneuren (zeitweise durchgerutscht) und dabei alle Lager gereinigt und geschmiert.

    An den Batterieanschlußkabeln Plus- und Minusseite konnte ich keine Kontaktprobleme erkennen.

    Bei den vielen Messungen ist mir aufgefallen, dass die Spannung zwischen Leerlauf und 3000/min auch ohne Scheinwerfer zeitweise! nur langsam ansteigt z.b. von 12,8V auf 13,4V.

    Da sich die Batteriespannung und der Ladestrom, sowie die unterschiedliche Höhe der max. Spannung nicht verändert hat, glaube ich, daß die Batterie als Ursache auszuschließen ist.

    Natürlich interessiert mich jetzt eure Einschätzung und eure Vorschläge.

    Gruß aus Linz
    Gerhard

  10. #10
    Admin Avatar von Detlev
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    AW: Elektrikproblem -Lima-R 100GS Bj 89

    Natürlich liegt es an der Batterie, wenn deren Spannung während des Ladevorgangs langsam ansteigt. Und zwar je besser (niederohmiger) und leerer die Batterie ist, desto langsamer.
    Ein voll geladene Blei-Säurebatterie hat eine Ruhespannung von ca 12,6 Volt. Bei 14,4 Volt fängt die Säure an zu gasen.
    Die Lima braucht also eine Vorgabe, welche Spannung sie maximal zur Batterie schicken darf, und die liegt bei unseren BMW bei ca 13,8-14 Volt. Mit Behördenregler bei 14,4 Volt, was ich für lange Strecken als grenzwertig bezeichnen würde.
    Grüße,
    Detlev

    „Je älter wir werden, desto schneller waren wir früher.“

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