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  1. #1
    Gewerbetreibender Avatar von Euklid55
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    Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Hallo,

    bin in den Vorbereitungen für die Montage von 4 Gang Getrieben. 3 hintere Deckel habe ich, und alle sind am dem Zwischenwellenlager 6203 mit einer Weitwurfpassung. Schon bei Raumtemperatur fällt das Lager in den Sitz. Früher hatte ich eine Firma, dort wurden die Lager mit Metall (Vanadium??) aufgespritzt und danach rundgeschliffen. Gibt es solche Hersteller noch? Die andere Lösung wäre das einkleben des Lagers in den Sitz. Noch ein weitere Vorschlag?

    Gruß
    Walter
    Ignitech Zündung aktuell => Einbausatz-für-Ignitech-Zündung

    Reise vor dem Sterben, sonst reisen deine Erben.

  2. #2
    Avatar von kosi
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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Moin Walter,

    ich frage mich nur wie beim nachträglichen abschleifen verhindert wird, dass Schleifstaub in das Lager eindringt? Dieser ist ja sehr fein....

    Ich persönlich würde mit Loctite Füge Welle Nabe hochfest einkleben. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, gerade bei Alu. Kannst du noch Aktivator benutzen.
    Gruß Phil

  3. #3
    Schrauber Avatar von Florian
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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Zitat Zitat von Euklid55 Beitrag anzeigen
    Noch ein weiterer Vorschlag?
    Hallo Walter,

    wie wäre es mit einer Bearbeitung des Lagersitzes?

    Gruß,
    Florian

  4. #4

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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Von den Lagern im Deckel ist nur das der Antriebswelle ein Festlager. Hier kann der axiale Ausgleich über die Bewegung der Welle im inneren Lagerring erfolgen.

    Die Lager von Antriebs- und Nebenwelle sind LOSLAGER die sich im Deckel bewegen können müssen.
    Wenn Du hier eines dieser Lager einklebst könnte das Problem geben.

    Ich würde bei einem nicht mehr hinreichend festen Lagersitz eine Kugellager in Übermaßpassung wählen.
    Alternativ ein 3203 Schrägrollenlager wobei der Lagersitz im Deckel tiefer gefräst werden muss.

    Grusz

    Bernd
    Geändert von berndr253 (23.01.2020 um 12:41 Uhr)

  5. #5
    Avatar von kosi
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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Zitat Zitat von berndr253 Beitrag anzeigen
    Von den Lagern im Deckel ist nur das der Antriebswelle ein Festlager. Hier kann der axiale Ausgleich über die Bewegung der Welle im inneren Lagerring erfolgen.

    Die Lager von Antriebs- und Nebenwelle sind LOSLAGER die sich im Deckel bewegen können müssen.
    Wenn Du hier eines dieser Lager einklebst könnte das Problem geben.


    Grusz

    Bernd
    Moin,

    ist das bei dem 5G auch so?
    Gruß Phil

  6. #6

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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Zitat Zitat von kosi Beitrag anzeigen
    Moin Walter,

    ich frage mich nur wie beim nachträglichen abschleifen verhindert wird, dass Schleifstaub in das Lager eindringt? Dieser ist ja sehr fein....
    . . .
    Das kann kein Problem sein. Wir bauen Lager mit Innen- oder Aussenringisolation ein. Das sind dann auch manchmal entsprechend angepasste Lager. Demnach kann man die schon passend abdichten, bevor da was abgeschliffen wird. . .


    Stephan
    Immer unterwegs, aber nie am Ziel. . .

  7. #7
    Avatar von Q-Michael
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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Hallo Bernd,

    das mit dem Fest und Loslager habe ich nicht begriffen.

    VG Michael
    R12 mit Steib 350, R25, R69S, R75/5, R90/6, R1200R,
    Baustellen: Ural-Beiwagen, R25/3, R60S Weiss
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  8. #8

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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Grundsätzlich müssen alle gelagerten Wellen mit einem Fest- und einem Loslager ausgestattet sein.
    Das ist bedingt durch die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Aluminum und Stahl.
    Im Betrieb erwärmt sich das Gehäuse - das dehnt sich in Abhängigkeit von der erreichten Temperatur aus. Wären nun beide Lager fest im Gehäuse/Deckel eingebracht vergrößert sich der Abstand der Lager zueinander.
    Die Wellen aus Stahl dehnen sich zwar auch aus, allerdings nicht so stark wie das Gehäuse.
    Beispiel; wirkende Länge 200 mm, Temperaturdifferenz 120 Grad - dann dehnt sich das Alu um 0,6 mm aus, Stahl aber nur um 0,3 mm
    Wären beide Lager Festlager würden starke axiale Kräfte auf die Kugellager wirken mit dem Erfolg, dass diese recht schnell versagen würden.
    Die Festlagerseite ist die im Gehäuse - die Wellen sollten sich zueinander ja nicht durch Temperatureinfluss axial verschieben

    Grusz

    Bernd
    Geändert von berndr253 (23.01.2020 um 14:31 Uhr)

  9. #9
    Avatar von Q-Michael
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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Das mit den verschiedenen Ausdehnungskoeffizienzen verstehe ich schon. Jedoch verstehe ich den Unterschied nicht zwischen dem Lagersitz im Gehäuse und dem Lagersitz im Deckel.

    Die Lager könnten sich doch beide bewegen.
    R12 mit Steib 350, R25, R69S, R75/5, R90/6, R1200R,
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  10. #10

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    AW: Lagerpassung 6203 4 Gang Getriebe

    Nee - die Wellen müssen an einer Seite halt fest sein. Wenn sich nun die Nebenwelle axial im Gehäuse bewegt und die Abtriebswelle im Deckel verschieben sich die Wellen gegeneinander.
    Deshalb sind die Lager in den Sitzen im Gehäuse recht stramm gepasst - im Deckel ein wenig lockerer.
    Bei der Antriebswelle ists so, dass sich die im Innenring des Lagers das im Deckel sitzt axial beweglich ist - naturgemäß ohne fühlbares radiales Spiel.
    Hab mal ein Gehäuse demontiert bei dem hier ein Übermaßlager montiert war. Da war der Deckel nicht mehr abzuziehen - bei derartigen Gelegenheite wird dann auch schon mal die Achse auf der das Zwischenrad des Kickers liegt aus dem Deckel gezogen - weil - sonsts gehts nicht auseinander.

    Grusz

    Bernd

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