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  1. #1

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    GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Ich möchte die Gabelholme meiner 88er GS mit unterschiedlichen Gabelölen befüllen. Konkret möchte ich ausprobieren, ob eine geringer gedämpfte Druckstufe für meine Verwendung (bucklige Nebenstrecken) taugt. Nimmt man da gleich SAE 2,5 oder ist das zu weich? Zur Zeit ist beidseitig ATF (SAE 7,5) drin, Ölstand ca. 20 mm angehoben ggü. Serie. Die Gabelfedern sind Promoto für GS PD (ohne Hülsen).

    Bitte um Erfahrungswerte.

    Danke!
    Geändert von FrankR80GS (03.06.2020 um 16:00 Uhr)
    _______________________
    Grüße, Frank

    R80GS, 3/88

  2. #2
    Admin Avatar von Florian
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    AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Auf jeden Fall immer nur einen Faktor verändern, bevor man erneut testet. Ich weiß z.B. von meinen ausführlichen Experimenten mit einer anderen Gabel, was für einen enormen Einfluß das Luftpolster auf die Gabelcharakteristik hat - möglicherweise kommst Du dem Ziel schon näher, wenn Du den Ölstand wieder absenkst.

    Am Beginn der Abstimmerei steht immer der Negativfederweg (Zielgröße ~30% des Gesamtfederwegs).

    Gruß,
    Florian

  3. #3
    Avatar von Strassenkehrer
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    AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Tach Frank,

    das Ganze bekommt man nur im persönlichen Fahrversuch hin.

    Wenn ich dir jetzt schreibe, meine Gabel ist zu weich/hart, dann ist das ein persönlicher Eindruck. Ich finde sie zu weich/hart, du weißt aber nicht was ich weich/hart finde.

    Außerdem, wie Florian schon schrubbte, immer nur einen Parameter ändern und alles aufschreiben.

    So ein Gabelexperimet kann viel spassmachen oder auch sehr nervtöten sein. Man braucht Zeit und einige Grundlagenkenntnisse.

    Wünsche dir viel Spass/Erfolg ...
    Grüße Ingo
    Viele Grüsse
    Ingo


    Fest zupacken, nie loslassen
    Glück ab!


  4. #4

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    AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Zitat Zitat von Strassenkehrer Beitrag anzeigen
    Tach Frank,

    das Ganze bekommt man nur im persönlichen Fahrversuch hin.
    ...
    So ein Gabelexperimet kann viel spassmachen oder auch sehr nervtöten sein. Man braucht Zeit und einige Grundlagenkenntnisse.

    Wünsche dir viel Spass/Erfolg ...
    Grüße Ingo
    Hallo Ingo und Florian, mit der Gabel habe ich mich schon etwas intensiver vergnügt. Der derzeitige Zustand ist ganz OK für mich, nutzt aber nicht die Möglichkeit, Zug- und Druckstufe getrennt zu handhaben. Da ein etwas weicheres Anfedern aber nicht schaden könnte, wollte ich das tun.

    Ich dachte, jemand anders hätte vielleicht schon die gleiche Idee gehabt.
    Wenn es ansonsten eine Seriengabel war, würde mich der Unterschied trotzdem interessieren. Vielleicht kommt ja noch jemand, der den Unterschied beschreiben kann.

    Danke Euch.
    _______________________
    Grüße, Frank

    R80GS, 3/88

  5. #5
    Avatar von VV 01
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    AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Hallo Frank,

    Da ich vermute, daß Du dich ernsthaft mit dem Thema beschäftigst, hier nochmal der Hinweis.
    Die SAE Klassifizierungen der Hersteller sind wenig hilfreich.
    ( Abgesehen davon daß die SAE -Soceiety Automobil Ingeneers) sich mit Gabelölen nicht beschäftigt hat )
    Wichtig sind die Viskositäten z.B. bei 40 Grad Celsius.
    Deshalb hier nochmal die Tabelle

    https://forum.2-ventiler.de/vbboard/...7&d=1320601525

    Viel Spaß bei Deinem Tun und berichte.

    Gruß Ulli

    Der Irrtum wird nicht zur Wahrheit weil er sich ausbreitet und Anklang findet.
    Mahatma Ghandi

    Wissenschaft ist die Ermordung schöner Theorien durch hässliche Tatsachen
    Albert Einstein

    http://forum.2-ventiler.de/vbgallery...alerien/VV+01/

  6. #6
    Liberalitas Bavariae Avatar von mk66
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    AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Hallo,

    mit der GS Gabel habe ich auch mal experimentert und bin am Ende zu unterschiedlichen Viskositäten gekommen. Druckstufe etwas dünner, Zugstufe etwas dicker. Ich müsste mal schauen, ob ich dazu noch Aufzeichnungen finde. Das Problem ist aber, dass die Viskositäten bei unterschiedlichen Gabelölherstellern nicht gleich ist. Ich hatte damals verschiedene Viskositäten eines Hersteller gemischt.

    Wichtig ist aber nach meiner Meinung auch die Feder. Ich bevorzuge eine "weiche" Abstimmung. Mein Ziel ist eine schluckfreudige Federung/Dämpfung auf schlechten Landstraßen, wie an einem alten Mercedes W123 oder W 124.

    Die Serienfedern fand ich gar nicht schlecht. Es störte mich lediglich das tiefe Abtauchen und "Pumpen" beim Bremsen. Nachrüstfedern von Wirth und von Wilbers waren mir zu hart. Ich hatte damals Versuche gemacht mit ausgebautem Gabelholm. Den unter eine Presse gestellt und eine Waage darunter. Dann immer 5, 10, 15 cm eingefedert und das Gewicht abgelesen. Und das dann mit unterschiedlichen Federn. Bei den Federn bin ich dann bei bei welchen von White Power gelandet und von denen die weichere Variante. Die waren in der "langen" Bauweise und werden ohne Distanzrohr eingebaut. Auf der Waage konnte man toll sehen, dass die auf den ersten 5 cm weicher waren als die Serienfedern und dann Progressiv härter wurden. Das war mir dann zu weich. Also kurze Distanzrohre gebaut (aus der Erinnerung ca. 30 mm). Dann hatte ich auf den ersten 5 cm Einfederweg genau das gleiche "Gewicht" wie bei den Serienfedern. Und danach mit dem Öl experimentiert.

    Frag doch wegen dem Öl mal den Eckhard. Der hatte an einer GS, die ich mal eine längere Strecke fahren durfte, eine Gabelabstimmung, die mir sehr gut gefallen hat. Soweit ich mich erinnere auch mit Wilbers Federn. War ein bisschen straffer als meine, aber trotzdem sehr komfortabel und schluckfreudig. Der schreibt sich das Ergebnis seiner Versuche auch akribisch auf. Ich hatte damals von Ihm per PN folgende Informationen zu seinem Setup bekommen (ich hoffe es OK wenn ich einen Auszug aus der PN hier zitiere)

    Grüße
    Marcus

    Nun zum Fahrwerk meiner GS:
    Die Gabelfedern sind von Wilbers und zwar die kurzen, die Wilbers für die BMW Sportfederung anbietet - mit dem Vermerk „Cartridgegabel - Zubehör BMW“. http://www.wilbers-shop.de/Motorrad/...17167bdc971111

    Sie sind genau so lang, wie die Serienfedern der GS, nur progressiver gewickelt. Dadurch kann ich den Höhenstand mit den Vorspannhülsen einstellen. Die (originalen) Vorspannhülsen habe ich um 10 mm gekürzt. Mit mir (in voller Montur und Helm = ca. 13 kg), vollem Tank und Tankrucksack federt die Gabel damit 62 mm ein = 28% vom Gesamtfederweg.
    Ich verwende das vollsynthetische Fuchs Gabelöl (Fuchs Silkolene Pro RSF): Druckstufe SAE 5, Zugstufe SAE 7,5.
    Übrigens: meine BMW Sportfederung (Kartuschen) habe ich vor ein paar Jahren nach einer Saison wieder ausgebaut, weil sie mir zu unsensibel waren. Ich habe sie allerdings nur mit den Serienfedern probiert.

    Das Öhlins Federbein ist das Standard-Federbein für die GS mit hydraulischer Federvorspannung und Verstellmöglichkeit für die Zugstufe. Ich habe beim Kauf keinerlei Angaben zu meinem Gewicht oder zur Federhärte gemacht.
    Interessant zu wissen: in Abhängigkeit der Zugstufe verändert sich auch die Druckstufe.
    Ich habe die Zugstufe von ganz hart um 35 Klicks aufgedreht (max. 50 Klicks).
    Die Feder ist nicht vorgespannt. So federt das Heck in oben genannter Konstellation - an der H-Achsmitte gemessen - 53 mm ein = 29% vom Gesamtfederweg.
    Geändert von mk66 (03.06.2020 um 19:41 Uhr)

  7. #7

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    AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Zitat Zitat von VV 01 Beitrag anzeigen
    ...Die SAE Klassifizierungen der Hersteller sind wenig hilfreich.
    ....Wichtig sind die Viskositäten z.B. bei 40 Grad Celsius.
    Deshalb hier nochmal die Tabelle

    https://forum.2-ventiler.de/vbboard/...7&d=1320601525

    Gruß Ulli
    Hallo Ulli, Danke für den Hinweis auf die Tabelle. Wegen der bin ich ja ein Freund des ATF. ATF ist sehr gut spezifiziert und war bei vielen japanischen Motorrädern der 80er Jahre das Standardgabelöl.

    Danke auch an Marcus. Ich habe jetzt Fuchs RSF 2,5 bestellt, werde es aber ggf. noch mit ATF verschneiden, falls es damit zu lasch wird. Im Gegensatz zu ATF wird das Öl vom Fuchs ja wie Beamtenschweiß gehandelt. Damit bevorrate ich mich nicht.

    Werde berichten.
    Geändert von FrankR80GS (03.06.2020 um 20:17 Uhr)
    _______________________
    Grüße, Frank

    R80GS, 3/88

  8. #8
    Admin Avatar von Florian
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    AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Zitat Zitat von mk66 Beitrag anzeigen
    Ich bevorzuge eine "weiche" Abstimmung. Mein Ziel ist eine schluckfreudige Federung/Dämpfung auf schlechten Landstraßen, wie an einem alten Mercedes W123 oder W 124.
    Zugegebenermaßen OT, aber da sind meine Vorlieben diametral – allerdings an der R100R. Ich finde die Abstimmung dann ideal, wenn mir das Fahrwerk beim Federn und Dämpfen mitteilt, was es eben weggebügelt hat: Gulli oder Absatz im Asphalt, Wurzel unterm Teer oder Frostaufbruch.

    Gruß,
    Florian

  9. #9
    Avatar von mqp
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    Eicon16 AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Habe gerade auch mal die Gabelöle an meiner GS gewechselt. War bitter nötig. Das Ansprechverhalten gefiel mir in letzter Zeit gar nicht mehr. So kam mir auch eine dunkelanthrazit gefärbte Brühe entgegen.
    Meine jedoch vor ca drei bis vier Jahren noch das Öl gewechselt zu haben.
    Ich fahre um einen Zentimeter vorgespannte Serienfedern.
    In der rechten Zugstufe fahre ich nach wie vor ein 7,5er Öl.
    Rechts in der Druckstufe ein 5er Öl weil das noch vorrätig war.
    Wichtig ist halt wie schon gesagt wurde, Öle vom gleichen Hersteller zu verwenden, der Vergleichbarkeit wegen.
    War jetzt gerade kurz im Gelände um die Gabel ordentlich durchzupumpen.
    Die ersteTendenz fühlt sich an wie weniger Luft im Reifen. Ist ja schonmal gut.
    Ziehe mich jetzt um und fahre mal ein kleines Ründchen auf der Straße.
    Gruß Martin

  10. #10

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    AW: GS-Gabelhome mit verschiedenen Ölviskositäten befüllen ...

    Heute habe ich das Gabelöl von beidseitig ATF auf rechts ATF und links SAE 2,5 von Fuchs gewechselt. Den Ölstand habe ich zunächst beibehalten, ca. 360 mm von OK Gabelstopfen. Bei der ersten Probefahrt habe ich festgestellt, dass die Gabel jetzt deutlich besser anspricht. Allerdings taucht sie beim Einlenken jetzt gewöhnungsbedürftig stark bzw. schnell ein. Mal sehen, ob sich das mit einem etwas höherem Ölstand beheben lässt.
    Geändert von FrankR80GS (13.06.2020 um 16:18 Uhr)
    _______________________
    Grüße, Frank

    R80GS, 3/88

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