Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 20
  1. #1

    Registriert seit
    29.10.2016
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    234

    Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Hallo,

    Ich habe zu meiner persönlichen Entrüstung feststellen müssen, das am Bremshebel, also direkt am Bremsnocken, Öl aus meinem HAG tritt.
    Also Rad raus - und entsetzt auf völlig verölte Bremsbeläge gestarrt. Wie da noch Bremswirkung vorhanden sein konnte (war nämlich so) kann wohl nur mit "Magie" beschrieben werden.

    Innen am Nocken war es am schlimmsten. Eins vorweg: der große Simmering war staubtrocken!
    Also Bremsnocken raus und entschieden, daß die O-Ringe hinüber sein müssen. Bei RealOEM nachgeschaut und festgestellt, daß bei mir der Filzdichtring fehlt. Alles gesäubert, zuammengebaut, und im Flüstermodus nach Hause (war 60km entfernt bei Freunden).

    Dann heute bei Franco angerufen. Der sagte mir, daß es wohl zwei unterschiedliche O-Ringgrößen gäbe. also hab ich eben den Bremsnocken rausgeholt um Maß zu nehmen, damit morgen ein Kumpel bei Franco die Teile abholen kann.

    Bei der Gelegenheit habe ich mir die Hülse, in die der Nocken steckt, nochmal genauer angesehen. Da ist doch gar keine Möglichkeit, das von dort Öl in die Bremstrommel gelangt? Die O-Ringe und der Filzring sind doch eher dafür da, Feuchtigkeit "von draussen" fernzuhalten? Und wenn ich mir die Welle des Bremsnocken mal so ansehe - da sind doch insgesamt drei Nuten drin - kommen da dann auch drei O-Ringe rein? Die Explosionszeichnungen bei RealOEM listen nur zwei.

    Jetzt also die Preisfrage: woher kommt das Öl? Die einzige Möglichkeit die ich sehe wäre, das die Passung der Hülse-für-den-Bremsnocken im Gehäuse suboptimal ist und sich das Öl dort seinen Weg gebahnt hat. Würde der Filzring (fehlte ja bei mir) das denn wirkungsvoll verhindern?

    Ich habe das restliche Öl noch nicht abgelassen, weiss also nicht wie viel da jetzt fehlt. Was mich halt so verwundert ist die Tatsache, das es auf beiden Seiten des Bremsnockens so tropfnass war und an anderen Stellen nicht - weder der Simmering noch die Kontaktflächen der beiden Gehäuseteile sehen verdächtig aus.

    Ich bin relativ ratlos und auf Eure Meinungen gespannt!

    Christian
    Simson KR51/2 1986
    Hercules BW 125 V1 1971
    BMW R65 LS 1983

  2. #2
    Avatar von Kairei
    Registriert seit
    15.09.2016
    Ort
    Hunsrückrand
    Beiträge
    4.047

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Hallo Christian,

    ja da kommt Öl raus wenn die O-Ringe mürbe oder abgenutzt sind. Das ist keine geschlossene Hülse.
    In der Mitte der Hülse ist eine Öffnung.
    Wenn da drei Kerben sind, würde ich auch drei O-Ringe einbauen. Schau aber erst mal im genau nach. Bei meiner G/S sind sogar 4 O- Ringe drin.
    Wenn du den Antrieb genau befüllt hast, musst du kein Öl ablassen. Die Welle ist knapp oberhalb der Kontrollschraube. Bei mir kam da beim Wechsel nur ein Fingerhut Öl heraus.
    Noch ein Tipp: Beim Aufziehen der neuen Ringe immer bei der ersten Kerbe anfangen. Dann rutschen Dir die nächsten Ringe da beim drüberziehen nicht rein.

    Gruß

    Kai
    G/S Treiber,
    verflossene Liebschaften:Zündapp GTS 50, RD 350, XT 500, Laverda 10003C, Yamaha XV 550, Yamaha TR1, BMW R80/7

  3. #3

    Registriert seit
    22.12.2019
    Ort
    Grafschaft Bentheim
    Beiträge
    198

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Das Theater hatte ich genau so bei meiner LS.
    O-Ringe kommen zwei auf die Welle.

    Bei mir war die Buchse angebohrt, vermutlich von einer Gewindereparatur der Einfüllöffnung. Dort siffte es munter in die Bremstrommel und hat alles eingesaut, genau wie bei dir. Prüf das mal.

    Wenn ich mich recht erinnere, gibt es die Buchsen als Tauschteil. Früher zweiteilig, jetzt einteilig oder umgekehrt, irgendwas haben die da geändert.
    Chrome don`t bring you Home

  4. #4

    Registriert seit
    29.10.2016
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    234

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Danke für die Antworten!
    Die Nocke ist ausgebaut und schon beim Kollegen, der besorgt mir morgen die Ringe. Dann kann es Freitag also doch losgehen...

    Mir ist gar nicht aufgefallen das die Hülse innen eine Bohrung hat. Ist die dazu da um den Nocken immer schön geschmiert zu halten? Besonders groß kann sie jedenfalls nicht sein.

    Wie dem auch sei, ich hoffe die Bremse morgen Abend wieder im Griff zu haben.

    Schönen Abend!

    Christian
    Simson KR51/2 1986
    Hercules BW 125 V1 1971
    BMW R65 LS 1983

  5. #5

    Registriert seit
    22.12.2019
    Ort
    Grafschaft Bentheim
    Beiträge
    198

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Moin,

    Die Buchse sollte natürlich nicht angebohrt sein. Dies wurde ausversehen oder mutwillig gemacht von einem der Vorbesitzer. Ein Loch hat da nichts zu suchen.
    Chrome don`t bring you Home

  6. #6
    Avatar von tom1803
    Registriert seit
    22.10.2010
    Ort
    Dülmen
    Beiträge
    3.028

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Die Buchse ist bei mir auch nicht angebohrt. Bei meiner G/S trat irgendwann Öl aus der Bremstrommel aus. Die innere Passung (hag großer Lagersitz) für die Hülse war undicht geworden.... Warum auch immer. Die Lagerplatte musste demontiert werden, neue Papierdichtung rein und die Hülse mit Loctite (nicht superfest!) eingesetzt.

    Gruß Thomas
    rechts? ...nicht einen Millimeter!!

  7. #7
    Avatar von Kairei
    Registriert seit
    15.09.2016
    Ort
    Hunsrückrand
    Beiträge
    4.047

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Hallo,

    uffbasse!
    Da gab es gerade in den 80zigern verschiedene Bauformen zu verschiedenen Produktionszeitpunkten bei verschiedenen Modellen. Das durchgehende Rohr gibt es meines Wissens erst ab den 85er Monolever Straßenmodellen. Vorher gab es zwei kurze Buchsen dazwischen eine circa 2 cm lange freie Öffnung zum HAG. Die Abdichtung erfolgte hier nur über je zwei O-Ringe vorne und hinten.So ist das wenigstens bei den G/sen noch bis zum Produktionsende 87.
    Dort hilft meist der einfache Tausch der Simmerringe.

    Ob deine 248 LS das durchgehende Rohr hat oder nicht musst Du Dir anschauen.
    Wenn ein durchgehendes Rohr drin ist, gibt es logischerweise andere Ursachen wie die Simmerringe.


    Gruß

    Kai
    G/S Treiber,
    verflossene Liebschaften:Zündapp GTS 50, RD 350, XT 500, Laverda 10003C, Yamaha XV 550, Yamaha TR1, BMW R80/7

  8. #8
    Gewerbetreibender
    Registriert seit
    27.02.2007
    Ort
    53859 Niederkassel
    Beiträge
    5.835

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    So ist es Kai,

    man sollte erst einmal Wissen was man da vor sich hat.

    Ich kenne G/S eigentlich auch nur ohne durch gehendes Rohr.

    Ich rüste die meistens nach/um.

    Bei einer LS hätte ich nun einen glatten Antrieb vermutet, da gibt es das Problem eigentlich nicht.
    Mit besten Grüßen

    Patrick

    Die Werkstatt rund um klassische 2-Rad-Technik

    www.krad-kultur.de

  9. #9
    Avatar von MKM900
    Registriert seit
    26.03.2008
    Beiträge
    6.739

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Zitat Zitat von Elefantentreiber Beitrag anzeigen
    ...

    Bei einer LS hätte ich nun einen glatten Antrieb vermutet, da gibt es das Problem eigentlich nicht.
    Gruß RaineR

  10. #10
    Gewerbetreibender
    Registriert seit
    27.02.2007
    Ort
    53859 Niederkassel
    Beiträge
    5.835

    AW: Ölaustritt am Bremsnocken hinten // R65 LS 248

    Was soll jetzt diese Anspielung, klär mich auf oder lass es.

    Ich habe nicht den Anspruch allwissend zu sein, kann also ohne weiteres sein das ich da falsch liege, also?

    Zitat Zitat von MKM900 Beitrag anzeigen
    Mit besten Grüßen

    Patrick

    Die Werkstatt rund um klassische 2-Rad-Technik

    www.krad-kultur.de

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
OK, verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Falls Sie nicht einverstanden sind, können Sie die Browsereinstellungen ändern oder diese Seite verlassen. Weitere Information hier