Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Avatar von ISDT79
    Registriert seit
    16.03.2010
    Ort
    SI
    Beiträge
    1.222

    G/S-Prototypen in Ecuador1980

    1980 begaben sich der Journalist Hans-Peter Leicht und der BMW-Pressesprecher Kalli Hufstadt mit 2 G/S-"Prototypen" auf eine 2000 km lange Reise in Ecuador vom Amazonas bis zu den Vulkanen, um Werbefotos und -Filme für die G/S-Präsentation zu produzieren und die Standfestigkeit und Vielseitigkeit des Konzepts zu zeigen.


    Foto von hier: https://bmw-grouparchiv.de/research/search/
    Als Suchbegriffe "Prototyp G/S" oder "Ecuador" eingeben.

    Da die beiden Maschinen wohl relativ unbekannt und trotzdem recht interessant sind, möchte ich die Geschichte bzw. das was ich davon weiß hier mal erzählen.

    Dazu gibt es einen schönen Reisebericht in einem BMW-Journal, welches sich leider nicht (von mir) verlinken lässt. Kann man aber hier suchen:
    https://bmw-grouparchiv.de/research/search/
    Als Suchbegriff "Journal" eingeben und das Heft 2/80 suchen, öffnen und Seiten 10-22 lesen


    Hier mache ich erst mal Schluss, bitte noch nicht antworten, ich möchte zuerst mal etwas Material sammeln.
    Es geht aber bald weiter, auch mit der Kotflügel-Frage!

    Gruß

    Werner
    Geändert von ISDT79 (12.02.2021 um 19:44 Uhr)
    Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf'm Sonnendeck...

  2. #2
    Avatar von ISDT79
    Registriert seit
    16.03.2010
    Ort
    SI
    Beiträge
    1.222

    AW: G/S-Prototypen in Ecuador1980

    In den Berichten war immer die Rede von Vorserien-Maschinen oder Prototypen. Wenn man sich die Details aber anschaut, sind die Gemeinsamkeiten mit der G/S jedoch sehr gering.

    Die Basis für die beiden Maschinen bildeten die Werksmotorräder für die Sixdays 1979, mit denen Witzel und Witzhöft Gold erreichten und Schalber, Schek und Fischer Silber bekamen:


    Foto von hier: https://motomundo.com.br/bmw-gs-hist...-tras-sucesso/


    Foto von hier: https://www.pinterest.cl/pin/149604018860872275/


    Ich nehme an, dass man die zu erwartenden Strapazen der Ecuador-Reise einer echten Vorserien-G/S nicht zutraute und daher auf ein bewährtes Geländesport-Motorrad zurückgreifen wollte mit großen Federwegen (270/230 mm), geringem Gewicht (fahrfertig 138 kg) usw.. Also wurden 2 Maschinen entsprechend umgebaut, um wenigstens von weitem wie eine G/S auszusehen. Wie gesagt, es sollte ja Werbematerial produziert werden.

    So sahen die beiden Maschinen vor der Reise aus (Fotos immer aus dem BMW Group Archiv, wenn nichts anderes dabei steht):










    Im Detail sind die beiden Maschinen nicht identisch, gerade der Heckbereich unterscheidet sich geringfügig in Sitzbanklänge und Kotflügelstellung. Im Vergleich zu den Werksmaschinen oben wurde auch die Schwinge auf der rechten Seite durch ein großes Blechstück verstärkt - bei den Sixdays soll es einige Schwingenbrüche gegeben haben, die wundersamerweise beim nächsten Kontrollpunkt behoben waren...



    Hier mache ich erst mal wieder Schluss, bitte noch nicht antworten, ich möchte zuerst mal etwas Material sammeln.
    Es geht aber bald weiter, auch mit der Kotflügel-Frage!

    Gruß

    Werner
    Geändert von ISDT79 (13.02.2021 um 15:49 Uhr)
    Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf'm Sonnendeck...

  3. #3
    Avatar von ISDT79
    Registriert seit
    16.03.2010
    Ort
    SI
    Beiträge
    1.222

    AW: G/S-Prototypen in Ecuador1980

    Was sind also die Besonderheiten dieser Maschinen?

    Der Rahmen hat nichts mit einem BMW-Serienrahmen gemeinsam. Er wurde mit der Vorgabe, ein Einzelfederbein zu verwenden, 1979 völlig neu konzipiert und auf die Belange im Geländesport abgestimmt.

    Hier hatte ich schon einmal etwas dazu geschrieben:
    https://forum.2-ventiler.de/vbboard/...=1#post1059150

    Ich habe versucht, die beiden Rahmen skizzenhaft(!) miteinander zu vergleichen, der Serienrahmen einer G/S in Magenta und die Werksmaschine in schwarz:



    Die Geometrie weicht extrem von den Serienrahmen ab, kennzeichnend ist u.a. der angeschweißte Heckrahmen. Der Motor sitzt 7-8 cm weiter vorn als in der Serie, die Schwingenachse liegt näher am Getriebe, die Schwinge ist länger - und das alles "nur", um die Aufstellmomente des Kardans zu verringern! Nachteil war leider eine erhöhte Kopflastigkeit...




    Hier mache ich erst mal wieder Schluss, bitte noch nicht antworten.
    Ich habe leider im Moment wenig Zeit. Es geht aber bald weiter.

    Gruß

    Werner
    Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf'm Sonnendeck...

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
OK, verstanden

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Falls Sie nicht einverstanden sind, können Sie die Browsereinstellungen ändern oder diese Seite verlassen. Weitere Information hier