Snoogle

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Hallo, ich habe letztes Jahr ( Anfang 2025) bei meiner Paralever R80 GS die Teile der Kupplungsbetätigung (unten am Getriebe) getauscht, weil die Kupplungsmanschette am Ausrücklager einen Riss hatte und Wasser eingedrungen war. Dementsprechend hatte ich Rost und musste die Teile ersetzen, weil die Mechanik irgendwann ihren Dienst versagt hat.

Nach dem Tausch der Teile funktionierte wieder alles. Jetzt im Herbst hatte ich nach einem knappen 3/4 Jahr aber wieder Probleme mit der Kupplung, weil sie nach dem Trennen nicht wieder sauber eingegriffen hat und der Kupplungshebel hängen blieb.

Da ich die Teile ja erst letztes Jahr getauscht hatte und die Manschette augenscheinlich in Ordnung war, habe ich heute auf Verdacht das Kupplungsseil und das Nadellager im Ausrückhebel samt Buchse getauscht. Zusätzlich hatte ich die Feder unter der Manschette neu besorgt, weil ich auch ausschließen wollte, dass evtl. die Feder alterschwach ist.

Nach dem Entfernen der Manschette dann das Grauen. Es war wieder innen nass, wieder Rostansatz und der Kunstoffkolben ging nur noch mit Gewalt raus.

Dementsprechend werde ich die Teile nun noch mal tauschen.

Mich wundert allerdings, dass es nass war. Denn eigentlich drückte ja der Kragen am Ausrückhebel auf die Öffnung in der Manschette und sollte so sauber abdichten.

Fehlt da evtl. noch ein O-Ring? Oder gibt es irgendwelche Tipps, wie man das optimieren oder abdichten kann? Die alte Manschette hatte immerhin 30 Jahre ihren Dienst verrichtet.

Danke euch
 
Kann das auf dem Kolbenweg noch Wasser vom ersten Schaden gewesen sein?
Ansonsten sollte das bei korrekter Montage dicht sein.
Ins Getriebe kann Wasser auch auf anderen Wegen gelangen, wird aber dort mit Öl emulgiert ("Cappucino").
Das sind die Teile der Betätigung im ETK und in natura:

1768929205672.png 1768929224380.png
 
Ja das mit dem emulgierten Öl im Getriebe hatte ich schon mal bei meiner /5.

Theoretisch wäre es möglich, dass das noch Wasser aus dem Kolbenweg vom ersten Schaden war. Damals habe ich die Teile nur ausgebaut und direkt neu eingebaut.

Die Teile habe ich schon in der Teilekunde in der DB gesehen. Ich habe die letzte Version mit dem Kunstoffdruckstück inkl. Lager (Paralever). Ich hab' auch nirgends einen O-Ring oder eine Dichtung entdeckt. Deshalb die Frage.

Gereinigt habe ich jetzt alles und lasse das jetzt einfach mal 2 Wochen so in der Werkstatt stehen und trocknen.
 
Hallo,
der Kunststoffkolben quillt und neigt im Laufe der Zeit zum Klemmen.
Ich habe 0,2 mm im Durchmesser abdrehen lassen.
 
.....Fehlt da evtl. noch ein O-Ring?
Hast du geprüft ob die Metallscheibe bei deiner Manschette vorhanden ist? Zusätzliche Dichtelemente gibt es keine.
Oder gibt es irgendwelche Tipps, wie man das optimieren oder abdichten kann? Die alte Manschette hatte immerhin 30 Jahre ihren Dienst verrichtet.
Sitzt das innere Ende vom hinteren Schutzblech in seiner Halterung? Nicht dass etwas daran vorbei spritzt.
 
Beim Reinigen den Hochdruckreiniger drauf gehalten? Der drückt Wasser durch, so dicht ist das nicht.

Der Kunststoffkolben kann ja bleiben. Das Lager ist Standard, bekommt man im Fachhandel.