Schlingel
Beweglich Mit Wonne
Moin zusammen,
in letzter Zeit wurde der Motorlauf meiner R 90/6 "Emma" schleichend immer auffälliger. Hohe Drehzahlen waren ok, aber im Standgas und eben drüber gab es chon mal Aussetzer und patschen im Auspuff bei Schiebebetrieb.
Bei solchem Fehlerbild fange ich gerne mit der Zündung an :
Spulen gecheckt : 6,5 KOhm zwischen Kl.4 (Zündkabel) und Kl. 1 und Kl. 4 und Kl. 15. OK.
Zwischen Kl.1 und Kl.15 1,5 Ohm. OK
Weiter : Fliehkraftversteller gecheckt. Nicht ausgeschlagen. Nocken dreht leicht auf Nockenwelle. Kontakt ohne Grat, aber schon etwas älter. Also neu.
Kerzenstecker und Kabel sind 16 Jahre alt. Unbesehen erneuert, obwohl die 5 KOhm korrekt zu messen sind. Die Kerzen sind neu. Bleibt der Kondensator.
Seit 2012 fahre ich eine Helotronik von Stefan Hetsch aus Ingolstadt im Ersatzteilkoffer spazieren
. Diesen Kondensatorersatz habe ich jetzt eingebaut.
Auf der Suche nach einem bequemen Einbauort fiel mir das 6er Loch oben und unten am oberen Rahmenrohrende direkt vor der Werkzeugschale ein.
Die Kabelanschlüsse habe ich so gemacht, dass ich jederzeit wieder auf Kondensator zurückstecken kann - notfalls sogar am Strassenrand.
- rotes Helotr. Kabel an Kl. 15 linke Zündspule, schwarzes Kabel an Kl. 1 rechte Zündspule
- an KL. 1 linke Zündspule das Kabel, das vom Kondensator kommt abgezogen und mit isoliertem Flachstecker mit dem grauen Helotr.-Kabel verbunden
- unterm LiMa-Deckel die beiden Kabel vom Kondensator abgezogen und mit einem isolierten Kabelschuhverbinder die beiden Kabel ohne Kondensator zusammengesteckt Das eine kommt vom neuen Kontakt und das andere geht serienmässig ja schon durch die Tülle nach draussen. Vorher an KL.1 , jetzt an das graue Kabel der Helotronik.
ZündKontakthub eingestellt auf 0,4mm und ZZPKT. statisch mit der Helotronik : rote LED (12V Version) geht aus, wenn der Kontakt öffnet. Im Schauloch muss der Mittelstrich mit versetzt angeschriebenem S (für Spätzündung ) zu sehen sein. Erreichbar durch geringfügiges Verdrehen der Zündkontakt-Grundplatte
Tank drauf : Starter dreht nur kurz und schon schnurrt das Morörchen. Probefahrt : alles Drehzahlbereiche ohne Aussetzer und kein Schiebegeballer mehr.
Der Leerlauf lässt sich so tief wie noch nie zuvor einstellen, ohne das der Motor abstirbt.
Irgendwie scheint dies Helotronik gar nicht schlecht zu sein.
Was sie nicht kann : den Verschleiss des U-Kontakt-Fiberklötzchens und den Verschleiss des Fliehkraftzündverstellers aufzuhalten.
Ich bin gespannt, wie lange diese Zündung störungsfrei bleibt.
Eine Verständnisfrage an die Elektroniker hier :
wie funktioniert das Ding eigentlich ? Ein schwaches Strömchen muss doch wohl fliessen, das aber nicht ausreicht, um die Kontakte zu erodieren.
Da sind doch bestimmt Transistoren eingebaut. Was machen die genau? Wie funktioniert die Schaltung ?
Falls das Ding mal unterwegs Zicken machen sollte, ist durch einfaches Umstecken der Originalzustand mit einem neuen Kondensator jederzeit wieder herstellbar.
Das habe ich extra so gemacht, um unabhängig von einer unterwegs nicht reparierbaren Blackbox zu bleiben.
Mich wundert sowieso, dass das Ding nach 14 Jahren Spazierfahrt im Koffer überhaupt noch so funktioniert. "Emma" springt jetzt extrem gut an und das war vorher schon sehr gut.
LG
Martin
PS : die kontaktgesteuerte Helotronik scheint eh Geschichte zu sein. Ich hatte das Ding damals beim Hersteller in Ingolstadt auf der Durchfahrt gekauft.
Die Webseite ist "tot"
in letzter Zeit wurde der Motorlauf meiner R 90/6 "Emma" schleichend immer auffälliger. Hohe Drehzahlen waren ok, aber im Standgas und eben drüber gab es chon mal Aussetzer und patschen im Auspuff bei Schiebebetrieb.
Bei solchem Fehlerbild fange ich gerne mit der Zündung an :
Spulen gecheckt : 6,5 KOhm zwischen Kl.4 (Zündkabel) und Kl. 1 und Kl. 4 und Kl. 15. OK.
Zwischen Kl.1 und Kl.15 1,5 Ohm. OK
Weiter : Fliehkraftversteller gecheckt. Nicht ausgeschlagen. Nocken dreht leicht auf Nockenwelle. Kontakt ohne Grat, aber schon etwas älter. Also neu.
Kerzenstecker und Kabel sind 16 Jahre alt. Unbesehen erneuert, obwohl die 5 KOhm korrekt zu messen sind. Die Kerzen sind neu. Bleibt der Kondensator.
Seit 2012 fahre ich eine Helotronik von Stefan Hetsch aus Ingolstadt im Ersatzteilkoffer spazieren
. Diesen Kondensatorersatz habe ich jetzt eingebaut.Auf der Suche nach einem bequemen Einbauort fiel mir das 6er Loch oben und unten am oberen Rahmenrohrende direkt vor der Werkzeugschale ein.
Die Kabelanschlüsse habe ich so gemacht, dass ich jederzeit wieder auf Kondensator zurückstecken kann - notfalls sogar am Strassenrand.
- rotes Helotr. Kabel an Kl. 15 linke Zündspule, schwarzes Kabel an Kl. 1 rechte Zündspule
- an KL. 1 linke Zündspule das Kabel, das vom Kondensator kommt abgezogen und mit isoliertem Flachstecker mit dem grauen Helotr.-Kabel verbunden
- unterm LiMa-Deckel die beiden Kabel vom Kondensator abgezogen und mit einem isolierten Kabelschuhverbinder die beiden Kabel ohne Kondensator zusammengesteckt Das eine kommt vom neuen Kontakt und das andere geht serienmässig ja schon durch die Tülle nach draussen. Vorher an KL.1 , jetzt an das graue Kabel der Helotronik.
ZündKontakthub eingestellt auf 0,4mm und ZZPKT. statisch mit der Helotronik : rote LED (12V Version) geht aus, wenn der Kontakt öffnet. Im Schauloch muss der Mittelstrich mit versetzt angeschriebenem S (für Spätzündung ) zu sehen sein. Erreichbar durch geringfügiges Verdrehen der Zündkontakt-Grundplatte
Tank drauf : Starter dreht nur kurz und schon schnurrt das Morörchen. Probefahrt : alles Drehzahlbereiche ohne Aussetzer und kein Schiebegeballer mehr.
Der Leerlauf lässt sich so tief wie noch nie zuvor einstellen, ohne das der Motor abstirbt.
Irgendwie scheint dies Helotronik gar nicht schlecht zu sein.
Was sie nicht kann : den Verschleiss des U-Kontakt-Fiberklötzchens und den Verschleiss des Fliehkraftzündverstellers aufzuhalten.
Ich bin gespannt, wie lange diese Zündung störungsfrei bleibt.
Eine Verständnisfrage an die Elektroniker hier :
wie funktioniert das Ding eigentlich ? Ein schwaches Strömchen muss doch wohl fliessen, das aber nicht ausreicht, um die Kontakte zu erodieren.
Da sind doch bestimmt Transistoren eingebaut. Was machen die genau? Wie funktioniert die Schaltung ?
Falls das Ding mal unterwegs Zicken machen sollte, ist durch einfaches Umstecken der Originalzustand mit einem neuen Kondensator jederzeit wieder herstellbar.
Das habe ich extra so gemacht, um unabhängig von einer unterwegs nicht reparierbaren Blackbox zu bleiben.
Mich wundert sowieso, dass das Ding nach 14 Jahren Spazierfahrt im Koffer überhaupt noch so funktioniert. "Emma" springt jetzt extrem gut an und das war vorher schon sehr gut.
LG

Martin
PS : die kontaktgesteuerte Helotronik scheint eh Geschichte zu sein. Ich hatte das Ding damals beim Hersteller in Ingolstadt auf der Durchfahrt gekauft.
Die Webseite ist "tot"
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stimmt, aber was mich interessiert : wie funktioniert das Ding ? Was machen wie die Transistoren darin?