redbird

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Beim Austesten vor der endgültigen Montage eines Valeo- Anlassers, der mutmasslich beim letztem handling noch funktioniert hatte, ging dieser plötzlich nicht mehr.
Zunächst nach Anschlußfehlern geguckt, Batterien u. Kabelei durchgetauscht, kein Ergebnis. Grade noch erinnert, dass vor Ablage im Regal damals ein neuer Kohlenträger, Feder und Kohlen montiert worden waren. Visuelle Inspektion - ohne Befunde. Alles ganz seltsam.
Also nach dem DB- Dokument "elektr. Messungen am Valeo" systematische Suche begonnen. Alle, aber auch wirklich alle Einzelkomponenten funktionieren, die Zerlegung war schlußendlich komplett, Rotor läuft leicht und frei, Magnetschalter zieht an, nur der Rotor will nicht anlaufen. Abdeckung des Kohlenträgers rauf, runter, Kohlen sind freigängig, Kontaktflächen blank. Alles dutzendfach ausprobiert. Irgendwann die Abdeckung ganzweggelassen, Kohlenträger direkt mit Scheiben u. Muttern gesichert. Und siehe da, alles läuft bestens. Keine Abdrücke innen, dass sich irgendwas sperrt, Fehlkontakt verursacht oder ähnliches. PU- Scheibchen als Distanz eingelegt, Sperrschicht aus Dichtungspapier reingeschnitten, nix geht mehr, Abdeckhaube fest, lockerer, ganz locker aufgesetzt, nix geht. Also als letzte Variante Kohlenträger mit Flachmuttern fixiert, Haube auf diesen Muttern aufliegend erneut fixiert, diesmal mit Loctite, Voila - jetzt schnurrt das.
Trotz Lösung bleibt jedoch noch eine Frage offen: Gibt es Hinweise, dass Kohlenträger aus dem freien Zubehörhandel andere Masse, Abweichungen, Toleranzen haben, die zu ähnlichen Vorkommnisssen führen?

Möge jedem ein ähnlicher Aufwand erspart bleiben. So kann man den Samstag auch rumbringen......

Gruss, Peter
 
Es gibt einige Varianten auch bei den original Kohlenträgern über die Jahre. Da hat Valeo immer mal was probiert. Und dann gibt es noch die chinesischen Nachbauträger (ohne Nummern und Herstellungsjahr), auch da gibts geringe Unterschiede. Irgendwie bekommt man sie alle montiert, wichtig ist, dass der mittlere Haltebügel der Kohlenfeder unter der Nase des Feldgehäuses klemmt und die Minuskohle einen sicheren Kontakt zu dem Massebein des Schraubbolzens des Feldgehäuses bekommt.