Schokoprinz
Aktiv
Hallo werte Forierende,
auch wenn es weder BMW noch ein Zweiventiler ist, möchte ich die Kenntnis des Forums einmal für mein Problem in Anspruch nehmen. Ich stehe kurz vor der Klapse.
Nach langer Standzeit habe ich die KTM wieder in Betrieb genommen, mit allen Schwierigkeiten, die es so geben kann. Der gesamte Kraftstoffkanal war komplett verwurzt. Deshalb bin ich mit dem guten Stück auch mehr als einmal stehen geblieben.
Nachdem ich dann fast alles erneuert oder gereinigt habe, habe ich auch 8000 km recht gut mit dem guten Stück zurückgelegt. Soweit dachte ich, der Drop ist gelutscht.
Nun bin ich zu lange auf Reserve gefahren und musste den zweiten Benzinhahn öffnen. Das ist bei meinem Modell so ein Frickelhahn mit Schraubverschluss, der normalerweise nie benutzt wird (und deshalb auch nicht gereinigt wurde). Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl, als ich ihn öffnete. Die letzten Meter zur Tankstelle, und das Spritfass wieder gefüllt. Nun wollte sie nur sprotzend wieder anlaufen. Ich bin dann nach Hause gekommen und habe sie erste einmal in die Ecke gestellt.
Ein oder zwei Tage später duftete die Garage nachhaltig nach Benzin
️. Dem habe ich erst einmal keine große Beachtung geschenkt. Erst als sich eine Pfütze unter der Maschine zeigte, bin ich auf die Suche gegangen. Aus dem Vergaser kam nichts heraus, aber der Motor war spritnass.
Alles gestrippt, Tank, Sitzbank und Verkleidung ab. Vergaser raus und ins Ultraschallbad. Benzinpumpe auseinander und wieder zusammen, neuen Benzinschläuche und den verdächtigen Benzinhahn gereinigt. Dann denke ich, ich schaue mal nach dem Öl. Da habe ich dann nicht schlecht gestaunt.
Der gesamte Motor war bumsvoll mit Sprit. Der Pegel stand bis Unterkante Öleinfüllschraube. Das hatte ich noch nie gesehen.
Nun gab es also einen Ölwechsel. Alles wie es sein soll, dann wird es schon wieder. Nach dem Wechsel eine Probefahrt bei der ich ca. 1000 m weit und bergauf gefahren bin. Dann schmierte das Hinterrad und die Karre fing an zu stinken und wieder zu sprotzen.
Umdrehen und heim. Ging, weil ich hinunterrollen konnte. Fahren war nix mehr. Diesmal war es aber kein Benzin, sondern die KTM warf Öl.
Nun habe ich heute nochmals das Öl ausgewechselt. Bei der Probefahrt war nun alles OK und ich konnte ca. 30km mit eigenem Antrieb fahren. Danach habe ich die Maschine abgestellt, weil ich mit der Tochter noch zum Flohmarkt wollte. Ca. eine Stunde nach der Probefahrt tropfte die KTM wieder Benzin aus dem Krümmeranschluss zum Zylinder. Ich hatte den Benzinhahn aufgelassen (den regulären, nicht den Frickelhahn). Sie ist dann schlecht angesprungen, lief aber. Doch nun spritzte auch Benzin aus der Verbindung Vor- Endschalldämpfer. Gelaufen ist sie dann zum Flohmarkt (20km). Den Benzinhahn habe ich brav immer wieder geschlossen.
Nach der Ölkontrolle zeigt sich ein unverdächtiger Ölstand.
Die KTM ist eine LC4 640 Adventure aus dem Baujahr 2001 mit einem Mikuni Vergaser (BST40, wenn ich mich recht erinnere).
Über sachdienliche Hinweise würde ich mich in der Tat sehr freuen.
Liebe Grüße,
Uwe

auch wenn es weder BMW noch ein Zweiventiler ist, möchte ich die Kenntnis des Forums einmal für mein Problem in Anspruch nehmen. Ich stehe kurz vor der Klapse.
Nach langer Standzeit habe ich die KTM wieder in Betrieb genommen, mit allen Schwierigkeiten, die es so geben kann. Der gesamte Kraftstoffkanal war komplett verwurzt. Deshalb bin ich mit dem guten Stück auch mehr als einmal stehen geblieben.
Nachdem ich dann fast alles erneuert oder gereinigt habe, habe ich auch 8000 km recht gut mit dem guten Stück zurückgelegt. Soweit dachte ich, der Drop ist gelutscht.
Nun bin ich zu lange auf Reserve gefahren und musste den zweiten Benzinhahn öffnen. Das ist bei meinem Modell so ein Frickelhahn mit Schraubverschluss, der normalerweise nie benutzt wird (und deshalb auch nicht gereinigt wurde). Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl, als ich ihn öffnete. Die letzten Meter zur Tankstelle, und das Spritfass wieder gefüllt. Nun wollte sie nur sprotzend wieder anlaufen. Ich bin dann nach Hause gekommen und habe sie erste einmal in die Ecke gestellt.
Ein oder zwei Tage später duftete die Garage nachhaltig nach Benzin
Alles gestrippt, Tank, Sitzbank und Verkleidung ab. Vergaser raus und ins Ultraschallbad. Benzinpumpe auseinander und wieder zusammen, neuen Benzinschläuche und den verdächtigen Benzinhahn gereinigt. Dann denke ich, ich schaue mal nach dem Öl. Da habe ich dann nicht schlecht gestaunt.
Der gesamte Motor war bumsvoll mit Sprit. Der Pegel stand bis Unterkante Öleinfüllschraube. Das hatte ich noch nie gesehen.
Nun gab es also einen Ölwechsel. Alles wie es sein soll, dann wird es schon wieder. Nach dem Wechsel eine Probefahrt bei der ich ca. 1000 m weit und bergauf gefahren bin. Dann schmierte das Hinterrad und die Karre fing an zu stinken und wieder zu sprotzen.
Umdrehen und heim. Ging, weil ich hinunterrollen konnte. Fahren war nix mehr. Diesmal war es aber kein Benzin, sondern die KTM warf Öl.
Nun habe ich heute nochmals das Öl ausgewechselt. Bei der Probefahrt war nun alles OK und ich konnte ca. 30km mit eigenem Antrieb fahren. Danach habe ich die Maschine abgestellt, weil ich mit der Tochter noch zum Flohmarkt wollte. Ca. eine Stunde nach der Probefahrt tropfte die KTM wieder Benzin aus dem Krümmeranschluss zum Zylinder. Ich hatte den Benzinhahn aufgelassen (den regulären, nicht den Frickelhahn). Sie ist dann schlecht angesprungen, lief aber. Doch nun spritzte auch Benzin aus der Verbindung Vor- Endschalldämpfer. Gelaufen ist sie dann zum Flohmarkt (20km). Den Benzinhahn habe ich brav immer wieder geschlossen.
Nach der Ölkontrolle zeigt sich ein unverdächtiger Ölstand.
- Weshalb läuft der Sprit nich aus dem Überlauf? Der ist freigeblasen.
- Wie kommt das Benzin in den Motorraum?
- Wie kann die Karre laufen, wenn sie voll Sprit gelaufen ist?
- Was kann ich tun, damit das LEiden ein Ende hat? (Gnadenschuss ist keine Option)
Die KTM ist eine LC4 640 Adventure aus dem Baujahr 2001 mit einem Mikuni Vergaser (BST40, wenn ich mich recht erinnere).
Über sachdienliche Hinweise würde ich mich in der Tat sehr freuen.
Liebe Grüße,
Uwe
