Meiner Ansicht nach kann man auf die Prozedur auch verzichten. Mit der Schraube wird ja lediglich die Öffnung des Thermostaten gegen Dehnstoff und Feder erzwungen, um mit dem Ölstrom die Luft aus dem Kühler zu drücken.
Ich bin der Ansicht, daß man (Extremgrüne bitte mal kurz weghören, macht man ja nur alle paar tausend km) genausogut den Motor auch so lange im Standgas laufen lassen kann, bis der Kühler schön warm ist. Dabei kann m.E. nach auch nichts schlimmeres passieren als beim "Kühler vollorgeln mit Schraube" - im Gegenteil: das Thermostatventil öffnet dabei langsam und die Gefahr, daß irgendwas dabei gänzlich ohne Schmierung bleibt, ist geringer.
Das erste Öffnen des Thermostaten nach dem Ölwechsel, das zwangsweise zu Luft im Schmiersystem führt, sollte halt nicht gerade beim ersten Mal Vollast passieren. Ob der Anlasser die Luft transportiert oder der im Standgas laufende Motor ist m.E. für die Schmierung unerheblich.
Bei den Ölkühlern ohne Thermostat (GS, z.B) macht man gemeinhin - in Ermangelung irgendwelcher Alternativen - auch nichts anderes: draufsitzen und Losfahren.
Gruß,
Markus