Nun nochmal meine Frage:
pumpt man ein paar mal ohne Zündung den Kickstarter, sollte doch genug Öl sein wo es gebraucht wird, oder irre ich mich da?
Keine Ahnung. Ehrlich gesagt glaub' ich's aber eher nicht.
Nach der Zylindermontage muß man ganz schön orgeln, bis an den Kipphebeln was ankommt.
Abgesehen davon, daß es den Schmierstellen ziemlich wurscht sein dürfte, ob das Öl, das bei ihnen ankommt (oder auch nicht) per Fuß, per Hand, elektrisch, per Motorkraft oder mundgeblasen gefördert wurde, kann ich mir nicht vorstellen, daß Du per Kickstarter nennenswert Öl bewegen, geschweige denn irgendeinen bemerkenswerten Druck aufbauen kannst.
Die Gleitlager von Pleuel und Kurbelwelle schwimmen auch nicht auf dem Öldruck, den die Ölpumpe produziert, sondern auf dem hydrodynamischen Druck, der sich durch ihre Drehung aufbaut. Heißt: eigentlich ist es nicht Druck, den Du brauchst, sondern konstanter Volumenstrom: es muß gleich viel (oder mehr) reinfließen, als zur Seite rauspfeift, damit die Lager "aufschwimmen" können. Dazu müssen sie eine bestimmte Mindestdrehzahl haben. Kann mir nicht vorstellen, daß Du die per pedes erreichst.
Ich würd' den Kickstarter lieber schonen und mir seine begrenzte Lebenszeit für die Fälle aufsparen, wo Du sie wirklich brauchst...