h1tb0x

Einsteiger
Hey zusammen,

es geht um dein Einbau einer Schwinge meiner R80ST aus '82.

Musste eigentlich "nur" die Kardanmanschette erneuern. Also Hinterrad raus, Schwinge gelöst, alte Manschette runter, neue rauf. Dann wollte ich die Schwinge wieder einbauen. Also Lagerzapfen gefettet und jeweils links und rechts wieder etwas reingedreht. Dann jeweils abwechselnd links und rechts immer etwas weiter gedreht (bis es etwas schwerer wurde).

Problem:
Selbst bei fast vollständig festgedrehten Lagerzapfen (noch ca. 6 Gewinge rausstehend) hatte die Schwinge noch gut 0,5 cm Spiel. Also ich konnte die Schwinge von Hand von nach links und rechts schieben.

Beim Ausbau ist mir eine relativ dicke Unterlegscheibe aufgefallen, die auf der Antriebsseite zwischen Schwingenlager und Rahmen war. Durchmesser war so, dass der Lagerteil des lagerzapfens durchpasste.
Sowohl mit der Unterlegscheibe als auch ohne besteht aber dieses Spiel.

Kann mich jemand in die richtige Richtung weisen? Was ist als nächstes zu tun?

WHB hält sich hier sehr bedeckt. Forenbeiträge auch durchforstet und online leider auch nicht genau dieses Problem gefunden.
 
Da gehört aber keine Unterlegscheibe hin. Ergo Schwinge raus und überprüfen ob die Schwingenlager richtig sitzen. Stell mal ein paar Bilder ein.
 
Mein Gedanke war bloß: vor dem Ausbau lief alles super und es gab kein Spiel. Kann mir nun nicht erklären, warum sich das geändert hat.
 
So sieht das ganze bei mir aus. Habe mich ja auch schon über die Distanzscheibe gewundert. Dachte, dass das schon so passen wird, wenn die vorher auch drin war.1000105163.jpg IMG20260322101431.jpg IMG20260322101200.jpg IMG20260322101018.jpg
 
Schraub die Schwinge erst mal ordnungsgemäß fest und dann miss wieweit die Lagerzapfen herausschauen. Meiner Erinnerung nach ist das nicht viel mehr als die Dicke der Kontermutter. Auf dem Bild oben ist die noch viel zu weit draußen.
 
Nur so ein Denkanstoß, kann es sein das ein Gewinde beschädigt ist und daher der Lagerzapfen sich nicht in Endposition drehen lässt?
 
Problem:
Selbst bei fast vollständig festgedrehten Lagerzapfen (noch ca. 6 Gewinge rausstehend) hatte die Schwinge noch gut 0,5 cm Spiel. Also ich konnte die Schwinge von Hand von nach links und rechts schieben.
Das verstehe ich nicht.

Beide Zapfen werden mit 20nm angezogen, gelöst und wieder mit 10+2nm angezogen. (WHB 33-17/1) "Fast vollständig festgedreht" ist meines Erachtens zu locker. Wenn das soweit ist und der Abstand beidseitig stimmt die Kontermuttern festziehen.

Ich nehme auch immer eine Scheibe, um den gleichmäßigen Abstand zu messen. Aber nur von außen eingesteckt und nicht drin lassen.
 
....Problem:
Selbst bei fast vollständig festgedrehten Lagerzapfen (noch ca. 6 Gewinge rausstehend) hatte die Schwinge noch gut 0,5 cm Spiel. Also ich konnte die Schwinge von Hand von nach links und rechts schieben. ..
Die Schwinge hat im Rahmen ca. 8 mm Luft, die mit den Lagerbolzen "vermittelt" werden. Solange die Enden der Lagerzapfen aber noch nicht auf die Kegelrollenlager drücken, hat das Lagerpaket Spiel. Die Lager werden sogar leicht vorgespannt eingebaut, also spielfrei plus wenige Nm Vorspannung. Die Scheibe gehört natürlich nicht rein.
 
Die Frage ist doch eigentlich: Was für Lager sind in der Schwinge verbaut? Sind es die BMW-Zeichnungslager 40x17x17, mit den Kunststoffabdeckungen, oder hat da mal jemand beispielsweise ein Lager des Typs 30203 eingebaut, dieses hat nämlich nur die Bauhöhe von 13,25 mm, würde auch die U-Scheibe erklären.

Auf den bisher gezeigten Bildern ist das nicht erkennbar, deshalb sollte die Schwinge ausgebaut werden, um die Lager zu überprüfen.
 
ich glaube ich habe es. das Gewinde am Rahmen ist beschädigt. habe mal die Lagerbolzen getauscht. Dadurch konnte ich dann zwar die Schwinge wieder festmachen, aber nicht richtig zentrieren. Wegen des kaputten Gewindes fehlt mir die Einstellmöglichkeit auf der Getriebeseite.
d.h. man müsste dort das Gewinde machschneiden, nehme ich an?

vielen Dank schon mal für die zahlreichen antworten!
 
Das Gewinde ist ja da, nur beschädigt.
Da bietet sich ein Gewindeformer an.
 
Ich möchte allerdings nicht wissen was ein Gewindeformer oder Fertigschneider in der Größe kosten. Für mich wäre das Werkzeug der Wahl eine Gewindefeile.