HKa

Teilnehmer
Während der Fahrt, vor Allem morgens oder bei Regen, was mich hätte schon stutzig machen müssen, geht der Motor je nach Wetter, nach 20 Minuten das erste Mal aus,
und ´dann je nach Witterung nicht mehr, oder öfters.
Während dem Rollen konnte neu gestartet werden, sobald der Motor nicht mehr dreht,
wobei die Anzeigelampen aus und von selber wieder an gingen.

Das Motorrad ist eine R100S von 1978, sehr guter Originalzustand mit einer Kung Long Batterie 24-12
und einer "Boyer Bransden digital" Zündanlage.
Die Gelegenheit, die Aussicht länger zu genießen und an an unmöglichsten Orten, am Riedbergpass, in der Bernina,
das Werkzeug auszupacken, war auch nicht wirklich prickelnd, und der Neustart bei rollendem Motorrad wurde Routine.

Die Fehlersuche bei Effekten, die nicht permanent da sind, ist ja ganz einfach.

Ich hab zunächst das Zündschloss und die dortigen Verbindungen einschließlich Hauptmassepunkt am Rahmen geprüft und für gut befunden,
die gesamte Einbindung der Zündanlage neu gemacht, die Zündspulenkontakte neu eingebunden usw.

Der Ausfall kam wieder.

Nach einigem Suchen im Schaltplan sah Ich dann,
dass die gesamte Spannungsversorgung über das Starterrelais durchgeschleift wird.

Das wars dann.

Die Crimpstecker hatten keine Vorspannung mehr, die Kontakte waren rostig mit Spuren von Funkenerosion,
also der absolute Gammel.
Alles gereinigt, blank gemacht, neu verzinnt, und alles ward gut.
 
Ich hatte mal ein ähnlich gearteten Ausfall an einer 1979er R100T: Abrupter Zündungausfall, mehrmals. Dann habe ich dem roten Kabel (Spannungsplus) nachgespürt und an der gleichen Stelle massive Korrosion (durch ausgelaufene Bremsflüssigkeit) vorgefunden. Neues (gebrauchtes) Anlasserrelais eingebaut - erledigt.

Grüße
Alfons