Regler-Reparatur

MatthiasNZ

Teilnehmer
Seit
12. Apr. 2010
Beiträge
32
Nach langem, seitenweisem Suchen im Forum finde ich unter 1000en Fragen und Ratgebern keinen Fred, wo jemand viel Erfolgreiches über die Reparatur eines Reglers berichtet. Wenn das irgendwo bereits erörtert wurde, bitte ich um Entschuldigung, und vielleicht kann mich dann jemand darüber informieren.

Dieser Post erwartet eigentlich keine Antwort (außer Lob natürlich 😉). Er ist nur als Hinweis und Hilfestellung gedacht. Hoffentlich traut sich danach auch jemand, wer normalerweise ein Neuteil kaufen würde.

Es geht um eine Kuh (1988 R100GS) und den elektronischen Regler, üblicher 3-poliger Anschluss, flaches Gehäuse mit dunkel-roter Kappe mit aufgedrucktem Wehrle Zeugs.

Das alte Rind hat in den letzten Jahren nach 350Mm Laufleistung immer wieder mal Ladeprobleme bereitet. Die üblichen Verdächtigen wie Kohlen und Anker/Rotor sind relativ leicht zu diagnostizieren und zu beheben, ein schlechter Y-Kontakt schon weniger leicht zu orten (bereits diskutiert in einem anderen Fred).

Das neuste Problem war „keine rote LKL im Stand“ und, wie zu erwarten, keine Ladung. Messungen ergaben, dass Kohlen & Stator/Rotor OK waren. Nach ein bisschen herumexperimentieren war wieder alles OK nachdem der Regler gewechselt wurde. (Als Neuseeland Bewohner habe ich immer ein paar kritische Bauteile zum Austausch parat.)

Wie mit all dem elektronischen Firlefanz, mit dem wir uns in den vergangenen Jahrzehnten herumschlagen müssen, geht es selten um die Technik selber, sondern darum, wie man drankommt.

Im Falle des Wehrle Reglers lässt sich die rote Kappe mit einem kleinen Schraubenzieher vom schwarzen Gehäuse trennen. Die Kappe wird an den 4 Seiten jeweils in der Mitte (!) mit kleinen Plastik-„Fallen“ am Gehäuse gehalten. Mit einem kleinen Schraubenzieher, Gefühl und etwas Überredungskunst trennt sich die Kappe vom Gehäuse.

Allerdings befindet sich darunter ein schwarzer Schaum, der den gesamten Hohlraum zwischen Kappe und Platine ausfüllt. Den kann man mit Klingen und Schraubenziehern wegprokeln, er klebt nicht super-extrem an den Komponenten. Man hat dann Zugang zur Lötseite (Unterseite) der Palatine.

Weiter bin ich bei meiner Operation nicht gegangen. Um an die Oberseite (elektronische Bauteile) zu gelangen, sind wahrscheinlich noch mehr „Prokel-Aktionen“ nötig um Schaum zu entfernen. Ein (Darlington) Leistungs-Transistor ist an einem Kühlkörper befestigt, den man an der Unterseite des Reglers schwarzen Gehäuses ausmachen kann. Der Regler ist eindeutig damals schon nicht für Reparaturen konzipiert worden. (Wer dort erfolgreich unterwegs war, melde sich bitte!)

Nach Untersuchung der Lötseite sah eine Lötstelle des Leistungstransistors etwas verdächtig aus (siehe Foto 1). Graue, grobe oder rissige Lötstellen (im Vergleich zum Rest) können „kalte“ Lötstellen sein, die nach der Herstellung noch einwandfrei funktionieren, später aber temperatur-, feuchtigkeits- oder vibrationsbedingt reagieren, d.h. leiten oder nicht leiten.
Regler kalte Lötstelle 1.jpg
Nachlöten ist Minutensache. Nach positivem Test (Anschließen des reparierten Reglers an die Kuh mit erfolgreichem Laderesultat), war das „Versiegeln“ des Reglers das nächste Problem. Die Konservierung im PU-Schaum hatte sicherlich eine Funktion, was für die Lebensdauer ausschlaggebend ist, z.B. Vibration, Feuchtigkeit.

Bauschaum wäre eine Möglichkeit, aber spätere Inspektion/Reparatur würde nochmals schwieriger: wenn der gesamte Hohlraum verkleistert ist, geht wahrscheinlich nichts mehr.

Daher habe ich mich für Wachs entschieden; ist elektrisch isolierend, wasser-abweisend, relativ leicht zu gießen und auch wieder zu entfernen. Dazu habe ich den Gieß-Topf mit dem Wachs mit elektrischer Heizpistole auf ca. 80 Grad erhitzt, den Regler eben/plan im Schraubstock gespannt und auf ca. 60 Grad erwärmt, damit das Wachs schön fließt, und nicht auf halber Stelle erstarrt und Risse bekommt. (Siehe Foto 2. Die improvisierte Plastikform, damit das Wachs nicht wegläuft, oben rechts, war nötig, weil ich die schwarze Umrandung beim Entfernen des Deckels beschädigt habe. Das passiert leicht, wenn man nicht weiß, wo genau die Klipse/Fallen sind, die man wegbiegen muss um Plastikteile voneinander zu lösen, darum geht es mir eigentlich in diesem Beitrag.)
Regler Wachs-versiegelt (reduziert).jpg
Letztlich habe ich Isolierband um die Fuge zwischen rotem Deckel und Gehäuse gewickelt um nochmals Feuchtigkeit auszuschließen. Hoffnung ist, das Ding wird beim nächsten Einsatz nochmals 30 Jahre lang funktionieren, damit ich mich zu meiner Lebenszeit darum kümmern muss 😊 (Vorher geht natürlich irgendwas anderes kaputt.)

Matthias
 
Hallo,
Wachs? Ich hätte da Bedenken, dass dies unter Beachtung der Örtlichkeit des Reglers beim Betrieb verflüssigt und wegläuft, insbesondere wenn Motor im Stand an ?(
Aloha Jochen
 
Du hast es ja gut gefunden--und Geld gespart
Der Fehler ja typisch wie bei den Auto-Doktoren......:lautlach:
Das kenne ich von 2 Blinkgebern in meiner /6 , da waren es die Anschlussfahnen !
Und natürlich auch noch vom Modellbau , wie es noch richtige Knattermotore gab !:pfeif:
Gruss Jörg
 
Das nenne ich gelebte Nachhaltigkeit. Ich hätte tatsächlich einen neuen Regler genommen. Für wenig Geld bekommt man doch sogar einstellbare.
 
Hallo Matthias,
besten Dank für den Hinweis. Da es derzeit in in "D" keine vernünftigen 14-Volt Regler mehr gibt, kann deine Methode dann recht gut noch halten. Ich hätte vermutlich die Platine nicht mehr "eingeklebt", sondern vernünftig befestigt offen gelassen und den Deckel befestigt. Der hält eigentlich ganz gut.

Hans
 
Tach Hans,

?( Man kann, im Moment, bei Siebenrock z.B., keinen Lima-Regler für die 2-V Boxer mehr bestellen? ?(

Ingo
Hallo Ingo,
meines Wissens nach werden die roten Wehrle-Regler nicht mehr hergestellt, ich finde zumindest keine mehr auf dem Markt. Problem ist, dass z.B. der von Beru und Herstellern aus China&Co zwar eine Abregelspannung von 14 Volt aufgedruckt haben, aber alle, die ich neu in der Hand hatte, deutlich drüber lagen und damit zur Kategorie der Behördenregler zählen.

Hans
 
Hallo,
Wachs? Ich hätte da Bedenken, dass dies unter Beachtung der Örtlichkeit des Reglers beim Betrieb verflüssigt und wegläuft, insbesondere wenn Motor im Stand an ?(
Aloha Jochen
Ja, Jochen, hatte ich auch dran gedacht; Wachs schmilzt so bei 50-60 bis Grad, ob heiße Luft das an eine Stahllasche geschraubte Kunststoffgehäuse samt Inhalt auf die Temperatur bringt, ist fraglich. Und wenn, dann kann das Wachs eigentlich nirgends hin, der Regler ist so montiert wie auf dem Foto, Wachs liegt also in einer Art Wanne. Und dann ist der Deckel darüber, die Nacht mit Klebeband versiegelt.

Zumindest fällt mir so das Daumendrücken leichter 😉
 
Schöne Reparatur und schöne Beschreibung! :fuenfe:

Noch eine Bemerkung zu deiner Einleitung.
Warum repariert keiner?
Zumindest aus meiner Sicht kann ich das beantworten.
Solange ich aktiv 2V gefahren habe, lagen stets min. zwei bis drei funktionsfähige Regler im Regal
und selbst neue waren preisgünstig zu bekommen. In 35 Jahren hatte ich mit Reglern nie ein Problem.
Aber aktuell ist es mit der Beschaffung ja wohl nicht mehr so easy.
 
Schöne Reparatur und schöne Beschreibung! :fuenfe:

Noch eine Bemerkung zu deiner Einleitung.
Warum repariert keiner?
Zumindest aus meiner Sicht kann ich das beantworten.
Solange ich aktiv 2V gefahren habe, lagen stets min. zwei bis drei funktionsfähige Regler im Regal
und selbst neue waren preisgünstig zu bekommen. In 35 Jahren hatte ich mit Reglern nie ein Problem.
Aber aktuell ist es mit der Beschaffung ja wohl nicht mehr so easy.
Danke für die Blumen :-)

Sind diese Regler mit dem 3-poligen Stecker nicht universal, d.h. auch in vielen Autos verbaut? (Da ich kein Auto habe, kann ich nicht schnell nachgucken.)

Zur Zeit, als die Regler noch elektromechanisch waren (die in dem hohen Blechkasten, Bosch?), hatten die die gleiche 3-polige Steckverbindung wie die Wehrles, und waren auch in den meisten deutschen Autos verbaut.

Die elektronischen haben immer noch dieselbe Funktion (wenn man mal die "Behörden-Funktion" außen vorlässt), wieso kann man nicht irgendeinen Standard-Rergler bei einem Autoelektrik-Laden kaufen, solange er denselben Stecker hat?

Matthias
 
Hallo Matthias,
besten Dank für den Hinweis. Da es derzeit in in "D" keine vernünftigen 14-Volt Regler mehr gibt, kann deine Methode dann recht gut noch halten. Ich hätte vermutlich die Platine nicht mehr "eingeklebt", sondern vernünftig befestigt offen gelassen und den Deckel befestigt. Der hält eigentlich ganz gut.

Hans
Danke, Hans.

Doof, dass es solche Regler nicht mehr geben soll, dazu habe ich vorhin eine getrennte Nachricht geschrieben. Habe angenommen, dass es die für Autos noch geben muss, zumindest für solche aus den 70er und 80er Jahren!? Es gibt in D'land sicher einige klassische Auto-Pfleger. Wenn nicht im Laden, dann vielleicht auf dem Schrottplatz?

Was ich da sagen wollte war, dass das Wehrle-Teil wahrscheinlich nicht nur für BMW Motorräder hergestellt wurde, sondern Standard bei vielen Fahrzeugen dieser Ära waren.

Japanische Motorräder haben ja schon seit Ewigkeiten einen Gleichrichter/Regler Baustein, der alles macht. Allerdings sind deren Drehstrom-Limas anders gebaut, ohne drehende Feldwicklung mit Schleifkohlen sondern rotierender Permanentmagnet, einfacher im Aufbau und Unterhaltung (keine Kohlen zu warten) aber primitiver, und womöglich weniger effektiv, weil die Spannungsregelung über Phasenanschnitt oder sonstigen elektronischen Tricks erreicht werden muss, was Einsatz von Leistungselektronik und meist höhere Verluste bedeutet. In meinem Bekanntenkreis berichten relativ Viele von Ausfällen dieses Gleichrichter/Regler Moduls. Kaum jemand würde allerdings auf die Idee einer Reparatur kommen, weil die Dinger auf dem China-Markt so billig sind.

Weiß jemand wie das heute bei (deutschen, Verbrenner mit Lima) Autos aussieht? Haben moderne Limas Schleifkohlen, getrennte Regler?

Was die Platine im Wehrle angeht, die muss nicht befestigt oder eingeklebt werden, sie ist total fest im Gehäuse verankert, vermutlich mit noch mehr Schaum. Du hast Recht, Hans, einfach den Deckel drauf, ist sicher OK. Aber vielleicht nur dann gut, wenn man nicht die Plastik-Laschen/Fallen vermurkst hat, so wie ich. Mein Beitrag war wirklich an die gerichtet, die das Ding evtl. auch aufmachen möchten (man hat ja nix zu verlieren, wenn man einen Ersatz hat) und dann wissen, wo und wie hebeln, und wie dann weiter vorgehen.

Weil das Originalteil so sorgsam mit Schaum verpackt war (und damals haben sie das noch nicht gemacht, um Reparatureifrige zu ärgern), habe ich an einen Ersatz dafür gedacht und bin auf Wachs gekommen. Oft werden Platinen nach dem Löten mit einem Schutzlack überzogen, vor allem wenn sie (Neu)Seeluft ausgestzt sind. Da gibt es sicher ein Spezialprodukt, was ich nicht hatte.

LG, Matthias
 
Schöne Reparatur, find ich gut!

Ich hab mir aktuell den "HITACHI 2500216 Lichtmaschinenregler 14V" eingebaut.
Ist PIN-Kompatibel zum Wehrle und regelt gemäß Spannungsanzeige bei 14V ab.
Bekommt man für ca. 15,- EUR inkl. Versand.
 
....Weiß jemand wie das heute bei (deutschen, Verbrenner mit Lima) Autos aussieht? Haben moderne Limas Schleifkohlen, getrennte Regler?
Hallo Matthias,
Anfang der 70er hatten die meisten PKW Drehstrom-Lichtmaschinen (mit Schleifkohlen zur Erregung) und mit einem 3-poligen Ausgang speziell für den (externen) Regler-Anschluß... (Dein Motorrad-Regler würde passen). Gegen Ende der 70er sah das so aus, daß der Kohlenhalter-Anschluß (wie bei unseren Kühen) mittels den beiden Befestigungs- Schrauben demontiert wurde und anstelle des normalen Kohlehalters einer mit aufgesetzten Regler montiert wurde. Man erkannte das äußerlich an der Form eines
TO-3 Gehäuses wie z.B. bei einem Leistungs-Transistor 2N3055. Dieses Gehäuse wurde mittels einer Kunststoffabdeckung isoliert und der externe Regler konnte entfallen...

LG Uwe
 
Hallo Matthias,
Anfang der 70er hatten die meisten PKW Drehstrom-Lichtmaschinen (mit Schleifkohlen zur Erregung) und mit einem 3-poligen Ausgang speziell für den (externen) Regler-Anschluß... (Dein Motorrad-Regler würde passen). Gegen Ende der 70er sah das so aus, daß der Kohlenhalter-Anschluß (wie bei unseren Kühen) mittels den beiden Befestigungs- Schrauben demontiert wurde und anstelle des normalen Kohlehalters einer mit aufgesetzten Regler montiert wurde. Man erkannte das äußerlich an der Form eines
TO-3 Gehäuses wie z.B. bei einem Leistungs-Transistor 2N3055. Dieses Gehäuse wurde mittels einer Kunststoffabdeckung isoliert und der externe Regler konnte entfallen...

LG Uwe
Danke Uwe.

Ist das inzwischen Standard und ist der am Kohlenhalter aufgesetzte TO-3 Regler nun überall bei allen PKW Limas bis heute?

Würde dieser neue "Nah-bei-den-Kohlen-Regler" an BMW 2-Ventiler Limas passen?

Sorry, das ist nun eine größere Geschichtsfrage geworden... :P
 
Zuletzt bearbeitet:
Schöne Reparatur, find ich gut!

Ich hab mir aktuell den "HITACHI 2500216 Lichtmaschinenregler 14V" eingebaut.
Ist PIN-Kompatibel zum Wehrle und regelt gemäß Spannungsanzeige bei 14V ab.
Bekommt man für ca. 15,- EUR inkl. Versand.

An beiden Boxern habe ich Hüco 130216 verbaut, beide regeln sauber auf 14V. Das ist das gleiche Teil wie das in #15 genannte, Hüco gehört seit 2012 zu Hitachi.
Habe die hier - und die regeln leider deutlich später ab. Möglicherweise gibt es Chargenunterschiede. Wer mag, kann mir seinen ja mal zusenden.

Hans

ps.: Wer mit Licht um die 14 Volt misst, hat einen Regler, der zu hoch abregelt ...
 
Habe angenommen, dass es die für Autos noch geben muss, zumindest für solche aus den 70er und 80er Jahren!?
Die Hersteller machen keinen Unterschied zwischen Motorrad und Auto (müssen wir auch nicht).

Wenn nicht im Laden, dann vielleicht auf dem Schrottplatz?
Davon würde ich abraten, denn die haben alle ein Altersproblem


Weiß jemand wie das heute bei (deutschen, Verbrenner mit Lima) Autos aussieht? Haben moderne Limas Schleifkohlen, getrennte Regler?
Nahezu alle LiMas funktionieren nach dem Prinzip. ABER: Alles wird in einem Gehäuse untergebracht (Topf/Kompakt-Generatoren). Vorteil: Man kann die Last durch modere Regler einstellen. D.h. beim Start des Motors wir die LiMa "abgestellt", d.h. der Rotor bekommt keine Spannung angelegt. Es gibt des weiteren eine Spannungsüberwachung an der Batterie, d.h. so lange die Batterie geladen werden muss, werden je nach Batterietyp zwischen 14,4 und 14,7 Volt angelegt. Ist der Akku geladen, sinkt die Spannung runter auf 13,8 bis 14,0 Volt. Solche Regler gibt es als Kompaktbauweise inkl. Kohlen, passen leider mechanisch nicht zu unseren LiMas.


D.h. die "alten" LiMas sind extrem effizient und langlebig (sofern sie als komplette Einheit verbaut sind). Die von dir angesprochenen permanent erregten LiMas sind für mich ein Relikt aus den Zeiten der Spulenzündungen (Mopeds). Sie verbrauchen unbelastet deutlich mehr Energie (versuche mal eine solche LiMa von Hand zu drehen).

Hans
 
Das hast du schon mal geschrieben und ich habe dir schon mal widersprochen.
Da bin ich bei dir - man muss die Außentemperatur mit betrachten.
Mein 32 Jahre alter Opel Vectra zeigt das deutlich am von mir nachgerüsteten Digi-Voltmeter.
Starte ich (immer ohne Licht) im Sommer, zeigt sich eine Spannung von 14,0 Volt, die nach kurzer Zeit auf 13,x fällt.
Bei +5° sind es 14,4 V, die ebenfalls bald unter 14 fallen.
Bei -2° (erst ein mal bisher) waren es gar 14,5 zunächst.
Ladesystem und Batterie sind bestens gesund.
 
Danke, Hans.

Doof, dass es solche Regler nicht mehr geben soll, dazu habe ich vorhin eine getrennte Nachricht geschrieben. Habe angenommen, dass es die für Autos noch geben muss, zumindest für solche aus den 70er und 80er Jahren!? Es gibt in D'land sicher einige klassische Auto-Pfleger. Wenn nicht im Laden, dann vielleicht auf dem Schrottplatz?

Was ich da sagen wollte war, dass das Wehrle-Teil wahrscheinlich nicht nur für BMW Motorräder hergestellt wurde, sondern Standard bei vielen Fahrzeugen dieser Ära waren.

Japanische Motorräder haben ja schon seit Ewigkeiten einen Gleichrichter/Regler Baustein, der alles macht. Allerdings sind deren Drehstrom-Limas anders gebaut, ohne drehende Feldwicklung mit Schleifkohlen sondern rotierender Permanentmagnet, einfacher im Aufbau und Unterhaltung (keine Kohlen zu warten) aber primitiver, und womöglich weniger effektiv, weil die Spannungsregelung über Phasenanschnitt oder sonstigen elektronischen Tricks erreicht werden muss, was Einsatz von Leistungselektronik und meist höhere Verluste bedeutet. In meinem Bekanntenkreis berichten relativ Viele von Ausfällen dieses Gleichrichter/Regler Moduls. Kaum jemand würde allerdings auf die Idee einer Reparatur kommen, weil die Dinger auf dem China-Markt so billig sind.

Weiß jemand wie das heute bei (deutschen, Verbrenner mit Lima) Autos aussieht? Haben moderne Limas Schleifkohlen, getrennte Regler?

Was die Platine im Wehrle angeht, die muss nicht befestigt oder eingeklebt werden, sie ist total fest im Gehäuse verankert, vermutlich mit noch mehr Schaum. Du hast Recht, Hans, einfach den Deckel drauf, ist sicher OK. Aber vielleicht nur dann gut, wenn man nicht die Plastik-Laschen/Fallen vermurkst hat, so wie ich. Mein Beitrag war wirklich an die gerichtet, die das Ding evtl. auch aufmachen möchten (man hat ja nix zu verlieren, wenn man einen Ersatz hat) und dann wissen, wo und wie hebeln, und wie dann weiter vorgehen.

Weil das Originalteil so sorgsam mit Schaum verpackt war (und damals haben sie das noch nicht gemacht, um Reparatureifrige zu ärgern), habe ich an einen Ersatz dafür gedacht und bin auf Wachs gekommen. Oft werden Platinen nach dem Löten mit einem Schutzlack überzogen, vor allem wenn sie (Neu)Seeluft ausgestzt sind. Da gibt es sicher ein Spezialprodukt, was ich nicht hatte.

LG, Matthias
Hi Matthias,

doch, Regler/Gleichrichterkombinationen gibt es, der hier im Video gezeigte passt auch für 2Vs:

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Sind diese Regler mit dem 3-poligen Stecker nicht universal, d.h. auch in vielen Autos verbaut?

War tatsächliche noch bis Mitte / Ende der 70er so.
Meine G/S bekam nach dem Sterben des originalen Reglers Ende der 90er den Regler im Blechgehäuse eines Ford Knudsen Taunus verpasst.
Der Regler lag damals zufällig noch in meinem Teileregal und funktionierte einwandfrei.
Bei späteren Automodellen war der Regler dann direkt in der LiMa verbaut.

Danke für Deine bebilderte Anleitung zur Reparatur des Reglers, Matthias. )(-:

VG nach NZ
Guido
 
Zurück
Oben Unten