Leichter Schwung Kupplungsgehäuse Unterschiede / Serviceinfos gesucht

hg_filder

Administrator
Teammitglied
Seit
13. Feb. 2010
Beiträge
36.279
Ort
Filderstadt
Beim erstellen meiner Kupplungsdoku ist mir damals schon aufgefallen, dass es wohl am Anfang des leichten Schwungs schon zu einem Wechsel des Kupplungskorbesgehäuse kam. Es soll wohl zu unschönen "zerlegte" Motoren gekommen sein.

Zu den Daten:
21 21 1 242 372, 09-1980 bis 08-1982
21 21 1 451 511, 09-1982 bis 08-1989
21 21 1 338 722, 09-1989 bis 12-1996

Es geht um den ersten Träger, Endnummer 372
Was wurde geändert:
  • Vermutlich wurde die Blechstärke geändert, d.h. "dicker"
  • Die alte Version hatte umgelegte Blechkanten, in die dann die 6 M7 Gewinde geschnitten wurden
  • Die neuen Versionen haben Aufschweißmuttern
  • Des Weiteren wurde das Nietverfahren verbessert, "Körnerpunkt" auf dem Nietkopf
  • Bei der neueren Version ist das Gehäuse zwischen den Sektionen für die Vernietung des Anlasserzahnkranzes und den Anschraubflächen für die Anpressplatte und den Gehäusedeckel ausgefüllt.
  • Die Blechstärke beider Gehäuse ist mit 3mm identisch.
  • Version 2 zu 3: runden und viereckige statt runde/sechkant Anschweißmuttern
Frage: Hat jemand Bilder von den alten Teilen? Oder vielleicht eine Serviceinfo zu dem Thema?

Besten Dank vorab

Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurzfristig hat 's jetzt leider nur zum Vergleich 21 21 1 242 372 und 21 21 1 451 511, also erste und zweite Version gereicht:

DSC04043.JPG

Man sieht sofort, bei der neueren Version ist das Gehäuse zwischen den Sektionen für die Vernietung des Anlasserzahnkranzes und den Anschraubflächen für die Anpressplatte und den Gehäusedeckel ausgefüllt. Bringt mehr Gewicht und Steifigkeit. Die Blechstärke beider Gehäuse ist mit 3mm identisch.

DSC04047.JPG

Bei der ersten Version waren, wie Hans schon schrub, die Bleche umgelegt und gepunktet um Fleisch für die Gewinde zu bekommen.

DSC04048.JPG

Das ging bei der neuen Gehäuseform nicht mehr, deshalb die Anschweißmuttern.

DSC04050.JPG

Der Anlasserzahnkranz des neuen Gehäuses ist im InnenØ 4mm kleiner geworden, Bringt ebenfalls mehr Gewicht und Festigkeit. Die, von Hans erwähnten, Körnerpunkt auf den Nietköpfen sind dem Werkzeug geschuldet.

DSC04049.JPG

Und noch die Ansicht von der Motorseite.
 
Super, hier kann man die Unterscheide sehr gut sehen. Die Mehrung des Materials passt dann auch zu der Info, die ich damals aus dem ETK gezogen haben: 1,286 kg alt zu 1,386 kg neues Gehäuse. Die dritte Variante hat dann nochmal 30 Gramm mehr bekommen ...

Hans
 
Und da die Masse ausschließlich im äußeren Bereich zugenommen hat, wurde damit auch das Trägheitsmoment deutlich erhöht.
 
Hier aus meinem Bilderfundus links Version 2 und rechts Version 3 (aus meiner Kiste): Ich vermag keine Unterschiede erkennen ...
1776260050180.png
 
Zitat Hans: "Ich vermag keine Unterschiede erkennen ..."

Ich schon! ;)

Bei Version 2 sieht man die Anschweißmuttern. Bei Version 3 sieht das für mich nach eingenieteten Muttergewinden aus.
 
Aus meiner Erinnerung gab es die auch mit runden und viereckigen Anschweißmuttern. Ich hab ja einige umgebaut für meinen Schwungradpickup. Dafür habe ich immer die letzte Version mit den eckigen Anschweißmuttern verwendet.
rudi
 
Aus meiner Erinnerung gab es die auch mit runden und viereckigen Anschweißmuttern. Ich hab ja einige umgebaut für meinen Schwungradpickup. Dafür habe ich immer die letzte Version mit den eckigen Anschweißmuttern verwendet.
rudi
Ein gutes Auge und eine gute Erinnerung:
1776262334639.png

links 511, rechts 711

Hans
 
Habe alles mal oben vervollständigt. Werde noch etwas warten, dann die Doku anpassen.

VIELEN DANK!!!

Hans
ps: Vielleicht findet ja noch jemand eine Serviceinformation dazu
 
Die es in diesem Fall sicher geben müsste.
rudi
Muß es nicht zwangsläufig!

Ich gehe davon aus, dass es im "Normalbetrieb" auch mit der ersten Version keine Schäden gab oder geben wird.

Bei extremer, nicht bestimmungsgemäßer, Beanspruchung, z. B. im Gelände- oder Gespannbetrieb, getunter Motor, kann es bei hohem Wärmeeintrag zu Verwindung des Gehäuses kommen, in Folge wird der Anlasserzahnkranz und u. U. der Gehäusedeckel bersten was wiederum zu Folgeschäden führen dürfte.

Soweit meine Theorie.
 
Den Wahrheitsgehalt der DN zweifle ich nicht an.

Aber man müsste die näheren Umstände kennen, sonst ist alles ein Stochern im Trüben.

"Nach wenigen 100 km" lässt mich einen Montagefehler in der Produktion (Nietfehler) oder eine Vorschädigung bei Transport oder Montage in Betracht ziehen.

Aaaaber: Siehe oben!
 
Zurück
Oben Unten