Mit dem Kürzen der Gabel wird auch der Nachlauf verkürzt, da der Nachlauf bei unseren Kühen etwas konservativ ausgelegt wurde, kann ein veringerter Nachlauf das Handling verbessern - muss nicht, kann
LG
Rainer
Hallo Reiner,
so ungefähr habe ich mir das mittlerweile auch herleiten können.
Das Kürzen bzw. Durchschieben der Gabelholme verkleinert in erster Linie den Nachlauf, da durch die geringere Länge die Gabel „steiler“ steht.
Weiterhin „kippt“ das Motorrad vom Seitenprofil her gesehen leicht nach vorne, wodurch ein bisschen mehr Gewicht auf das Vorderrad verlagert wird.
Gleichzeitig verliert man durch das Kürzen der Gabelrohre und den Einbau kürzerer Federn jedoch an Federweg und Komfort.
Wenn man zu viel kürzt besteht die Gefahr, dass das Fahrverhalten durch den geringen Nachlauf zu „nervös“ wird und man nur noch minimalen Federweg/Fahrkomfort hat.
Was mich insbesondere interessiert sind die
praktischen Auswirkungen einer im Bereich bis zu 50 mm gekürzten Gabel bei einer R65. Hier ist das Fahrwerk direkt von BMW aus durch die leicht veränderte Rahmengeometrie/Gabel ja bereits ein bisschen „sportlicher“ im Vergleich zu den großen Kühen ausgelegt worden.
Hier hatte ich beispielsweise überhaupt nicht auf dem Schirm, dass durch die gekürzte Gabel logischerweise die Schräglagenfreiheit durch die Zylinderköpfe abnimmt. Diese kommen ja dann auch näher an den Boden.
Ob ein neuer Seitenständer erforderlich wird, dann ich derzeit nicht abschätzen. Meine Kuh steht auf dem Seitenständer ziemlich schräg. Mit einer kürzeren Gabel steht die dann aufrechter, aber meiner Vermutung nach immer noch schräg genug um sicher zu stehen.
Mich interessieren daher jegliche praktische Erfahrungswerte und Tipps in diesem Zusammenhang.
Viele Grüße
Jörn