Mantelrohr sitzt schief, aber Öldrucklampe geht aus

burgi81_R100

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26. Apr. 2026
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Servus Leute,
ich habe meine R100T (BJ:1980, KM-Stand: 78.000) seit letztem Jahr und habe neulich meinen ersten Öl- und Filterwechsel gemacht.
Dabei ist mir aufgefallen, dass das Mantelrohr ziemlich schief steht und dadurch auch der Abstand des Mantelrohrendes zur Außenfläche des Blocks nicht gleichmäßig ist (siehe Fotos). Dieser beträgt zwischen 3,8 und 4,2mm (ohne Metallring bei nicht-gebördeltem Mantelrohr).

Vom Vorbesitzer war nur ein Metallring, die weiße Dichtung und die Papierdichtung unterm Deckel verbaut. So habe ich den Ölfilter jetzt auch wieder eingebaut und die Öldrucklampe geht sofort aus, sobald der Anlasser läuft und bleibt auch bei allen Drehzahlen aus.

Deshalb die Frage an Leute die sich auskennen: Kann ich davon ausgehen, dass der Öldruck so ausreicht, oder laufe ich Gefahr, dass durch ein wahrscheinlich nicht ganz dichtes Mantelrohr zu viel Druck verloren geht, obwohl die Öldrucklampe ausreichenden Druck anzeigt?

Von Hand (von außen) konnte ich das Mantelrohr nicht in die richtige Lage drücken - scheint sehr fest zu sitzen, aber eben schief. Selber traue ich mir den Ausbau und das neue Verpressen leider nicht zu. Wäre für Tipps und fachmännische Einschätzungen sehr dankbar!

Mantelrohr_R100T_1.jpg Mantelrohr_R100T_2.jpg
 
Eine kurze Vorstellung der eigenen Person hat Vorteile.
Dein Thema wurde sicherlich schon im Forum behandelt - da würde ich mich erst in Ruhe einlesen.
 
Ein dermaßen exzentrisch sitzendes Mantelrohr habe ich bisher noch nicht gesehen.
Zwischen den roten Pfeilen liegt die Scheibe gar nicht auf, was zur Folge hat, dass
- es einen Spalt und somit Leckmengen gibt
- die Scheibe nicht gestützt ist und auf Dauer abknicken wird.
Der blaue Pfeil zeigt außerdem Beschädigungen des Mantelrohrs (durch Schläge?),
sodass die Vorderseite nicht mehr plan sein kann.

Bei diesem Baujahr gehört an sich keine Papierdichtung dort hin.

Auch wenn momentan der Öldruck im Leerlauf ok scheint, würde ich das aus den genannten Gründen keinesfalls so lassen.
Undichtheiten nach außen würde man ja schnell sehen, aber wie viel intern falsch fließt, weiß man nicht.
 
Guck halt auf‘s Bild und denk‘ Dir die Pfeile.
Sieht man auch ohne Sehhilfe und Hinweise.
 
Ich denke, hier kann man sowohl die aussermittige Position, als auch die beschädigte Kante des Mantelrohres erkennen.

IMG_7068.jpeg
 
Ich würde wie folgt vorgehen: passenden Dorn fürs Mantelrohr drehen. Mantelrohr ID = Dorn AD - 1-2/10 mm.
Ölwanne abbauen und dort wo das Mantrlrohr im Block sitzt erwärmen. So wie es eben auch eingebaut wird das Rohr passend susrichten.
Auf den beschädigten Rand eine der dort verwendeten Stahlscheiben auflegen und dann die Vorspannung des O-Rings nach Vorgabe aus der Datenbank prüfen und einstellen. U.U. dann eben den Deckel mit Dichtung verbauen. Das sollte funktionieren.
Gruß
 
... Dabei ist mir aufgefallen, dass das Mantelrohr ziemlich schief steht und dadurch auch der Abstand des Mantelrohrendes zur Außenfläche des Blocks nicht gleichmäßig ist (siehe Fotos). Dieser beträgt zwischen 3,8 und 4,2mm (ohne Metallring bei nicht-gebördeltem Mantelrohr).
Anhang anzeigen 402773 Anhang anzeigen 402774
Mit dieser Anordnung weiter zu fahren, finde ich riskant.

Schon von den Maßen her ist hier eine Leckage vorhanden. Die Kombination aus Stahlscheibe und Papierdichtung vergrößert den Spalt von 4,2 mm um 0,2 mm ((4,2 - 0,3 +0,5) mm = 4,4 mm)). Da kann der 4 mm dicke O-Rimg nicht abdichten. Der benötigt etwa 15 % Kompression um vernünftig dem Öldruck stand zu halten.

Der Öldruckschalter ist für höhere Drehzahlen keine zuverlässige Anzeige.

Wie der TE schon selbst vorschlägt, muß hier ein Fachmann dran.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist unten im Boden überhaupt noch das kurze Röhrchen drin?
Einmal richtig machen.
Oder machen lassen.
 
Ohne einen montierten Öldruckmesser ist jede Spekulation über den tatsächlich vorhandenen Schmiermitteldruck in diesem Motor leider nur Annahme, Glauben und Hoffnung, aber mit Abstand kein Wissen !

Und dafür wäre mir mein 2-V-Boxer einfach zu schade.

(Gerade bei den vielen Fallstricken, die dieses Triebwerk schon bei der eigentlich simplen Aufgabe eines Ölfilterwechsels bereit hält.)


Schönen Gruß

Christian
 
Mal eine Frage zum 2- teiligen Ölfilter.
Hat schon mal jemand gemessen, wie weit der neue Filter rausschauen oder hineinragen muss- sollte- darf, bevor man den Deckel montiert?
Da könnte man evtl. schon ein Problem erkennen, bevor alles zerquetscht wird :nixw:.

Fred
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke euch allen für die zahlreichen Einschätzungen zu meinem Mantelrohr und dem daraus resultierenden Öldruck!! Damit fällt mir die Entscheidung jetzt leichter, dass ich damit gleich zum Fachmann gehen werde.
Werde morgen mal bei Boxer Classics in Markt Schwaben anrufen und schauen, ob die mir zeitnah helfen können.
Falls in der Werkstatt noch eine Erkenntnis hinzukommt, schreibe ich hier einen Nachtrag.
Viele Grüße,
Denis
 
"Es" ist jetzt "alles", habs korrigiert.
Damit meinte ich den Ölfilter, der ja Schaden nimmt, wenn's hinten nicht stimmt.
Ich frage auch deshalb, weil beim letzten Ölwechsel der neue Filter scheinbar weiter herausstand, als der alte, ich hab's aber nicht gemessen.
Dass sowas in der DB steht, hätte ich nicht gedacht :do:.
 
Spätestens wenn du den Deckel ansetzt, merkst du das doch.
Das muss sich alles mit geringer Handkraft fügen lassen.
Um den Filter zu zerdrücken bräuchtest du schon einen Gummihammer
oder du musst die Schrauben bei großem Spalt mit roher Gewalt anziehen.
Wer davor Angst hat, lässt besser gleich die Finger weg.
 
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