Zündaussetzer R100RS von 1982

karlchen

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25. Nov. 2007
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Diez
Hallo,
bei meiner Tour am letzten Wochenende hat meine Kuh Zündaussetzer gehabt. Am Samstag erst nur vereinzelt beim losfahren. Sonntag wurde es dann mehr, besonders beim Beschleunigen. Beim Überholen nicht so witzig.
Heute mal angefangen zu suchen. Zündfunken sind im kalten Zustand auf beiden Seiten da. Habe dazu die Kerzen rausgedreht, Stecker auf die Zylinder gelegt und dann mit dem Anlasser den Motor laufen lassen.
Nach Abziehen des schwarzen Kabels an Klemme 1 der Zündspule und Einschalten der Zündung liegt auf Klemme 1 und Klemme 15 der
Zündspulen die Batteriespannung. Die sollten also auf der Primärseite ok sein.
Die Kontakte der Zündkabel in den (alten 6V) Zündspulen sind absolut blank, keinerlei Korrosion erkennbar.
Kabel durchgemessen, rechts ca. 4,6 kOhm, links unendlich, auch mit wackeln und bewegen des Kabels. Trotzdem kommen auch links Zündfunken und die sehen auch nicht schwächer aus als rechts.
Leider ist Achim (Northpower) wohl gerade im Urlaub. Was meint das gesammelte Forumswissen? Kann es sein, dass die Aussetzer am Zündkabel liegen? Der Funken kommt dann durch Überschläge im Kabel oder Stecker trotzdem bis zur Zündkerze?
Werde wahrscheinlich alles mal austauschen wenn Achim wieder da ist.
Bin dankbar für alle Hinweise.
Gruß Christoph

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... Kabel durchgemessen, rechts ca. 4,6 kOhm, links unendlich, auch mit wackeln und bewegen des Kabels. Trotzdem kommen auch links Zündfunken und die sehen auch nicht schwächer aus als rechts. ...
Dann wäre meine erste Maßnahme, diese Zündleitung zu ersetzen.
 
Hallo Hans,
das ist der Plan. Inklusive der Zündspulen. Die rechte hängt nur noch am Kabelbinder , da die Halterung am Rahmen abvibriert ist. Da soll dann so eine neue Doppelzündspule rein.
Gruß Christoph
 
Moin Christoph,

eigentlich sind die beiden 6V Handgranaten unverwüstlich.

Vielleicht mal irgendwo einen (neuen) Halter abgreifen.

Viele Grüße

Bernd
 
Hast du noch die originallen Gummistecker dran? Die würde ich als erstes abknipsen und probeweise NGK Stecker anbringen bis Achim wieder da ist. Anschließend eventuell das Testset ordern.

Gruß
Peter
 
da die Halterung am Rahmen abvibriert ist.
Hatte ich in den 1990ern an meiner damaligen Winterkuh auch mal, unpassenderweise auf dem Weg zu einer Veranstaltung. Der Mechaniker beim Händler war da schmerzfrei, hat die Halterung aus einem Stück Stahlblech und zwei Muttern nachgebaut und mit vier Schweißpunkten an die ursprünglich Stelle am Rückgratrohr getackert. Die Reparatur hat weniger als eine Stunde gedauert und war stabiler als das Original, Fahrt gerettet.

Hast du noch die originallen Gummistecker dran? Die würde ich als erstes abknipsen und probeweise NGK Stecker anbringen bis Achim wieder da ist.
Die Stecker sind nicht die Ursache. Die originalen Zündkabel sind Widerstandskabel und brechen irgendwann innendrin. Die oft gelobten NGK-Stecker hatte ich auch mal verbaut und nach der ersten Regenfahrt direkt wieder entsorgt, weil sie trotz Gummiverhüterlis nicht wasserdicht waren und mir unterwegs ein paar im wahrsten Sinne des Wortes überflüssige Zwangshalte wegen Zündaussetzern beschert haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, da sind noch diese großen flachen Gummistecker dran. Ich warte jetzt mal bis Montag. Dann sollte Achim ja wieder zurück sein.
Gruß Christoph
 
Zündkabel und -stecker sind auf lange Sicht als Verschleißteile zu sehen.
Hatte an meiner 83er RS auch Aussetzer. Neues Zündgeschirr hat das dauerhaft beseitigt.
 
Die originalen Zündkabel sind Widerstandskabel und brechen irgendwann innendrin.
Ne, ist nur im angegossenen Stecker enthalten (hatte ein Paar NOS-Teile hier zum testen).
Die oft gelobten NGK-Stecker hatte ich auch mal verbaut und nach der ersten Regenfahrt direkt wieder entsorgt, weil sie trotz Gummiverhüterlis nicht wasserdicht waren und mir unterwegs ein paar im wahrsten Sinne des Wortes überflüssige Zwangshalte wegen Zündaussetzern beschert haben.
Je nach Zündkerzen-Durchmesser des Keramikkörpers gibt es unterschiedliche Gummi-Dichtungen, hatte Frank mal darauf hingewiesen. Mit den richtigen sind die Teile wieder dicht.

Hans
 
Die Stecker sind nicht die Ursache. Die originalen Zündkabel sind Widerstandskabel und brechen irgendwann innendrin. Die oft gelobten NGK-Stecker hatte ich auch mal verbaut und nach der ersten Regenfahrt direkt wieder entsorgt, weil sie trotz Gummiverhüterlis nicht wasserdicht waren und mir unterwegs ein paar im wahrsten Sinne des Wortes überflüssige Zwangshalte wegen Zündaussetzern beschert haben.
Nachtrag: Die Gmmistecker mögen noch gut sein, der Übergang zum Kabel ist meiner Meinung nach der Schwachpunkt. Hier kann die Kupferseele brechen. Das Problem hatte ich bereits mehrfach.

Gruß
Peter
 
Sind das TCI-Spulen, d.h. ist das ein Motorrad mit Hallgeber?

links unendlich, auch mit wackeln und bewegen des Kabels.
Dann hat das Teil es hinter sich
Trotzdem kommen auch links Zündfunken und die sehen auch nicht schwächer aus als rechts.
Das kann durchaus sein, denn mit dem Messgerät gehst du mit ca. 9 Volt dran, die induzierte Hochspannung kann auch einen Kabelbruch überprücken. Nur unter Last, d.h. Kompression reicht es dann nicht merh

Hans
 
@Hans
Ja ist von 81 oder 82 und hat einen Hallgeber. Der wurde allerdings schon mal getauscht. Die Symptome waren auch komplett anders. Da war plötzlich alles aus.
Zündspulen dürften noch original sein.
 
Sind die verschiedenen Stecker tatsächlich teilweise kritisch, wenn’s mal schüttet?
Gruß Christoph
 
NEIN, es müssen nur die richtigen mit den jeweiligen Gummikappen ausgesucht werden. Mir den ersten NGK vor zwei Jahren hatte ich auch das Problem, dann den Hinweis von Frank aufgenommen und die mit den schmäleren Dichtungen (ich habe Platinkerzen mit dünneren Keramikkörpern drin) genommen und fahre damit seit 1 1/2 Jahren problemlos auch durch heftigsten Regen.

Bis vor 2 Jahren hatte ich die von BMW vergossenen und geschirmten Kabel. Die taugen immer noch gut (und werden am Prüfstand genutzt), aber sich nicht mehr Wasserdicht - Gummi versprödet. Und bei derzeit über 100 Euro Invest habe ich auf die NGK umgerüstet.

Hans
 
Bis vor 2 Jahren hatte ich die von BMW vergossenen und geschirmten Kabel. Die taugen immer noch gut (und werden am Prüfstand genutzt), aber sich nicht mehr Wasserdicht - Gummi versprödet. Und bei derzeit über 100 Euro Invest habe ich auf die NGK umgerüstet.
GS und /7 haben verschiedene Zündkabel. Meine G/S ist umgerüstet auf Silikonkabel, Ariete-Silikonstecker und Zündkerzen mit R in der Typenbezeichnung, weil die Kabel mit den Blechsteckern Scherereien gemacht haben. An der /7 habe ich wieder Originalzündkabel mit den dicken Gummisteckern verbaut und nie ein Dichtheitsproblem damit gehabt, weder mit den alten noch mit den neuen.
 
Hmm, da kann man doch jetzt irgendwelche Zündkabel einbauen, der Fehler ist ja gut analysiert und klar.

Ich hab letztes mal vom örtlichen Teilehändler fertige Kabel gekauft, Beru glaube ich. Die hingen da in verschiedenen Längen mit unterschiedlichen Spulenanschlüssen, geraden und gewinkelten Steckern. Alles vergossen und wasserdicht. Direkt neue Kerzen mit Widerstand dazu.

Wo liegt denn jetzt noch das Problem?
 
Bei den Kosten für ein paar NGK Stecker und das bisschen Kabel kann man sich die , wenn man sehr vorsichtig ist, in Reserve kaufen und problemlos unten in den Tankrucksack legen! (und wahrscheinlich dann nie brauchen... :pfeif:)

Gruß

Kai
 
Hmm, da kann man doch jetzt irgendwelche Zündkabel einbauen, der Fehler ist ja gut analysiert und klar.

Ich hab letztes mal vom örtlichen Teilehändler fertige Kabel gekauft, Beru glaube ich. Die hingen da in verschiedenen Längen mit unterschiedlichen Spulenanschlüssen, geraden und gewinkelten Steckern. Alles vergossen und wasserdicht. Direkt neue Kerzen mit Widerstand dazu.

Wo liegt denn jetzt noch das Problem?
Hi André,
leider ist es heute anscheinend nicht mehr so easy. Ich hatte letztes Wochenende hier im Raum Diez/Limburg mehrere Autoteilehändler abgeklappert. Ohne Fahrzeugdaten, können die in Ihrem Lager nichts mehr finden. Selbst so ein kleiner lokaler Händler war nicht in der Lage mal zu gucken, ob er irgendwo Zündkabel, vielleicht sogar noch in verschiedenen Längen hat. Ohne Nummer im PC geht nichts mehr. Selbst bei Standardkomponenten keine Chance.
Ich habe aber inzwischen aber von Achim Kabel, Stecker und eine neue Doppelspule bekommen. Funken tuts, Testfahrt steht noch aus.
Schönen Vatertag
Christoph
 
....Mir den ersten NGK vor zwei Jahren hatte ich auch das Problem, dann den Hinweis von Frank aufgenommen und die mit den schmäleren Dichtungen (ich habe Platinkerzen mit dünneren Keramikkörpern drin) genommen und fahre damit seit 1 1/2 Jahren problemlos auch durch heftigsten Regen.
Falls ich das war, hätte ich ein Update: der NGK 8636 alias TB05EMA hat keine losen Dichtungen mehr. Hatte ich von Achim, kann ich auf seiner Seite aber nicht verlinken.
 
Das Problem mit Louis und Co ist, dass die hier nicht um die Ecke sind und mir gerade die Zeit gefehlt hat, um mal nach Koblenz zu fahren.
Außerdem habe ich so auch eine passende Zündspule mit Halter bekommen.
Achim macht das super.
 
Hallo,

meine RT 1982 sprang jahrelang sehr schlecht an, wurde allerdings auch kaum gefahren, praktisch nur zum TÜV. Verdacht auf die Zündung. Kabel, Zündspule, Stecker alles gewechselt. Es wurde nicht besser, erst Start auf dem rechten Zylinder, dann nach einer langen Pause lief auch der linke Zylinder mit. Der Mangel entpuppte sich im linken Startvergaser. Dieser war verstopft. Alles wieder in den originalen Zustand zurückgebaut. Der Motor springt nunmehr auf den 1. Knopfdruck an.

Gruß
Walter
 
Ähnliche Symptome hatte ich mal auf der Rückreise von Italien. Kurz vor Zuhause Zündaussetzer, Motor lief teilweise nur auf einem Zylinder.
Nach längerer Fehlersuche fündig geworden: Wackelkontakt an den Flachsteckern des kleinen schwarzen Verbindungskabel zwischen den beiden Zündspulen.
Jürgen
 
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