Ölundichtigkeit unter Getriebe

BoxerSchürli

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27. Juni 2023
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87
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Oberlungwitz
Hallo Freunde,
Ich habe an meiner GS PD im Laufe des letzten halben Jahres schon einige Undichtigkeiten abgedichtet, finde aber eine entscheidende nicht.
Und zwar läuft immer zwischen Getriebe und Motor Öl aus dem Spalt dazwischen bzw. auch unten zwischen Motor und Getriebe, sammelt sich dann auf der Ölwanne und läuft nach hinten runter.
Ölablassschraube ist dicht, genauso wie die Ölwanne.
Ich habe ganz stark den Simmerring der Kurbelwelle in Verdacht, habe aber auch kein Verölen der Kupplung (beim fahren ) festgestellt.
Ist aber eindeutig Motoröl. Es drückt auch zu dem Guckloch der Schwungscheibe Öl heraus bei langer Fahrt.
Sollte dort überhaupt welches sein?

Ich hab euch mal ein paar Bilder in den Anhang gepackt.
Vielleicht hat jemand eine Idee ?

IMG_1134.jpeg image.jpg image.jpg
 
Der Kandidat hat 100 Punkte ;)
Da sonst alles blitzeblank ist :D, ist das naheliegend..
Könnte auch noch vom Ölpumpendeckel kommen.

Gruß Wolfgang
 
Wenn das Schwungrad runter ist, lässt sich die KW etwas nach vorne verschieben. Das darf nicht passieren, da evtl die vordere Anlaufscheibe von den Stiften rutschen könnte und das den Supergau bedeutet. DB lesen!
 
Wenn Du die Schwungmasse demontierst, kann die KW nach vorn rücken. Mit etwas Glück hebt sich dann die Distanz-/Anlaufscheibe zwischen KW und Gehäuse ab und verdreht sich. Beim Montieren blockiert es dann die KW -> Motor zerlegen..
 
Habt ihr noch Hinweise zum Getriebe ausbauen ?
Schrauben am Kardanflansch lösen, solange die Hinterradbremse noch funktioniert. :pfeif:
Druckstange vor dem Abnehmen des Getriebes herausziehen.
Dichtring für Ölpumpendeckel besorgen und auf jeden Fall reinschauen.
Kupplungsnabenfett für die Einbau am Start haben
 
... dieser KW-Simmering hinten ist mir sowieso suspekt : keine ausgeprägte Dichtlippe, keine Schlauchfeder und keine Staublippe.
Stattdessen eine am Umfang mehrfach gerillte Lippe, die an der Berührungsgrenze keine besonderen Dichteigenschaften erahnen lässt.

Warum wird an dieser wichtigen und schwer zugänglichen Stelle solch ein Dichtring verwendet, den es anderswo nicht gibt ?
Warum kann hier nicht ein "richtiger" DiRi mit zusätzlicher Staublippe eingesetzt werden ?


Ich finde den DiRi unmöglich. Der auf den 3 Bildern hat nur 50.000km gehalten und fing dann richtig an zu suppen :schimpf:
LG :wink1:
Martin

IMG_20260601_205150723.jpg IMG_20260601_205201440.jpg IMG_20260601_205051361.jpg
 
Naja meine hat jetzt am WE die ersten 100.000 km geknackt, hab sozusagen wieder Garantie 😉 und lecken tut der schon ne Weile…. Wenn ers ist
Mal schauen
 
... Warum wird an dieser wichtigen und schwer zugänglichen Stelle solch ein Dichtring verwendet, den es anderswo nicht gibt ?
Klar, der wird exklusiv für die paar wenigen 2-Ventiler produziert. Alle anderen Fahrzeuge dieser Erde bekommen richtige Dichtringe.
Warum kann hier nicht ein "richtiger" DiRi mit zusätzlicher Staublippe eingesetzt werden ?
Nur, um dich zu ärgern!
Ich finde den DiRi unmöglich. Der auf den 3 Bildern hat nur 50.000km gehalten und fing dann richtig an zu suppen
Einbauvorgaben beachtet? Öl- und fettfrei, mindestens 4h Wartezeit.
 
Meine hat nun 90.000 und keine Undichtigkeiten mit dem ersten Ring
Ich musste den ersten Ring nach 195 tkm wechseln. Er hat Öl durchgelassen, hatte sich aber nicht in den Laufring eingearbeitet, wie Lippendichtringe es häufig tun. Der neue läuft jetzt seit 25 tkm. Da die Arbeit zum ersten Mal gemacht habe, würde ich es nicht auf besondere Fähigkeiten schieben. Vielleicht Glück oder einfach verlässliche Technik.
 
Das eine sind Laufleistung und Arbeitsbedingungen (Sandpisteneinsatz auf Fernreisen), das andere das Alter des Wedis.
In meiner 75/5 arbeitet nachweislich noch der erste Wedi, der 1970 in Spandau eingesetzt wurde. Alle erklären mich für verrückt, den noch nie angefasst zu haben, aber solange keinerlei Öl-, Ölnebel oder Dreckspuren auf ein beginnendes Versagen hinweisen, bleibt das so.
Auch der moderne Wedi meiner Paralever-GS fällt bislang nicht auf. Möge es so bleiben!
 
Servus,
schau bei der Gelegenheit dann auch die Dichtfläche der Schwungscheibe an. Bei meinem letzten Kandidaten hatte ich die Arbeit zweimal gemacht, weil ich die Dichtfläche nicht angeschaut hatte. War eingelaufen und auch der neuen SiRi konnte nicht dichten -> neue Schwungsscheibe und gut wars.

Gruß
der Indianer
 
... schau bei der Gelegenheit dann auch die Dichtfläche der Schwungscheibe an. Bei meinem letzten Kandidaten hatte ich die Arbeit zweimal gemacht, weil ich die Dichtfläche nicht angeschaut hatte. War eingelaufen und auch der neuen SiRi konnte nicht dichten -> neue Schwungsscheibe und gut wars. ...
Sein Motorrad hat schon den leichten Schwung und damit den separaten Laufring, der sich im Ernstfall leicht wechseln läßt.
 
... dieser KW-Simmering hinten ist mir sowieso suspekt : keine ausgeprägte Dichtlippe, keine Schlauchfeder und keine Staublippe.
Stattdessen eine am Umfang mehrfach gerillte Lippe, die an der Berührungsgrenze keine besonderen Dichteigenschaften erahnen lässt.

Warum wird an dieser wichtigen und schwer zugänglichen Stelle solch ein Dichtring verwendet, den es anderswo nicht gibt ?
Warum kann hier nicht ein "richtiger" DiRi mit zusätzlicher Staublippe eingesetzt werden ?


Ich finde den DiRi unmöglich. Der auf den 3 Bildern hat nur 50.000km gehalten und fing dann richtig an zu suppen :schimpf:
LG :wink1:
Martin

Anhang anzeigen 404894 Anhang anzeigen 404895 Anhang anzeigen 404896
Hallo Martin,

da habe ich genau gegensätzliche Erfahrungen gemacht. Der originale Wedi, noch der mit der Schlauchfeder, hat gerade mal 38 Mm gehalten, bis sich die ersten Öltropfen auf dem Sammler gezeigt haben.
Der dann eingebaute Dichtring der neueren Art hält jetzt schon in etwa die doppelte Laufstrecke.
 
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