Bremsscheiben BMW R100 RT - Vergleich "alt" / "neu"

MarkusR65

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03. Dez. 2021
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89355 Gundremmingen
Hallo zusammen,

bin ich richtig informiert, dass die Bremsscheiben aus den 80er Jahren bremstechnisch den heutigen Scheiben unterlegen sind?

KI spricht von anderer Materialzusammensetzung bzw. höherem Reibewert.

Würde sich ein Austausch lohnen? Hinten habe ich bereits auf neue Brembo gewechselt, da die alte Scheibe recht wellig war.

Viele Grüße Markus
 
Moin Markus.

Eher im Gegenteil, wenn man Stahlgußscheiben betrachtet.
Die haben höhere Reibwerte und konnten mehr Hitze aufnehmen.
Nur will heute niemand mehr verrostete Scheiben nach einem Regen.

Wesentlich für die Bremsleistung ist die Kombination von (Stahl)Scheiben und Bremsbelägen.
Da solltest Du heutzutage auf Sinterbeläge achten.
Die Betätigungskraft dabei ist eine Frage der hydraulischen Übersetzung, evtl. gibt es heute andere Bremszylinder, die besser passen.

Fazit: Und wieder einmal kann man sich auf "die" KI nicht verlassen in fachspezifischen Fragen ! Finger weg.
 
Ausschlaggebend ist der Scheibendurchmesser, Übersetzung und der Bremsbelag. Gussscheiben gibt es beim BMW-Motorrad nicht.
 
Also, diese Austauschringe ...


... generieren aufgrund ihres zeitgemäßen Materials in Kombi mit Marken-Sinterbelägen einen deutlich höheren Reibwert als der MIx aus den 80ern; und damit dann eben eine spürbar bessere Bremswirkung - auch bei Beibehaltung aller anderen relevanten Parameter. Da hat die KI tatsächlich doch mal recht.

Zur Vorbeugung: Das ist keine angelesene Erkenntnis sondern dutzendfach buchstäblich "erfahren".

Und zur Erzeugung von Reibkraft gehört immer eine Paarung. Ausschließlich die Bremsbeläge optimieren ist nur die "halbe Miete". Der Asphalt von heute ist auch nicht mehr der aus den 80ern.
 
Also, diese Austauschringe ...


... generieren aufgrund ihres zeitgemäßen Materials in Kombi mit Marken-Sinterbelägen einen deutlich höheren Reibwert ...
Was ich indirekt aus der Praxis bestätigen kann.
(Dabei unterstelle ich, daß Spiegler das selbe Material bei all seinen Bremsscheiben verbaut.)
Die von mir gefahrene 300er Scheibe im Verbund mit Spiegler 4-Kolben-Bremssattel bremst an einer GS-Gabel derartig gut, daß ein Freund bei der Probefahrt diese als mindestens gleichwertig zu seiner HPN/BMW-Doppelscheibe ansah !

Wobei nach meiner Beobachtung der BMW-Sattel sich bei Druck aufspreizt und daher Leistung verschenkt. Selbiges kann ich beim Spiegler Bremssattel nicht beobachten. Daher ist nach meinem Gefühl ein guter Teil der Verbesserung dem Sattel zuzuschreiben.
 
KI = Kannste ignorieren
Auch hier bestimmt der Input den Output. Je genauer du der KI vorgibst, welche Art von Ergebnis (mit Belegen und Quellen) du haben möchtest, desto brauchbarer wird das Ergebnis sein. Ist deine Angabe undefiniert, wird die KI in dem der ihr antrainierten Muster ("Chatbot" = Chatting Robot) antworten - freundlich, gefällig und ggf. anbiedernd. Manche KI Zugänge können auf eine Voreinstellung "gepromptet" werden, die dieses Antwortmuster teilweise aufhebt.
 
Hintergrund meiner Frage:
Meine RT erste Serie (ATE Schwenksattel) bremst im Vergleich zu meiner R65 Brembo eher bescheiden. Beläge sind jeweils organisch von Brembo. Technisch sollte alles passen. Klar, die RT wiegt mehr und der Bremszylinder sitzt unterm Tank. Aber ist das der Grund?

Die Scheiben der RT wurden mal gebraucht im relativ guten Zustand gekauft. Bringen evtl neue Brembo Scheiben plus wieder organische Beläge eine Verbesserung oder kann ich mir das Geld sparen?

Grüße Markus
 
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