Ansaugstutzen undicht

tobsi

Aktiv
Seit
20. März 2015
Beiträge
599
Ort
36167
Servus

Ich habe ein Problem. Bei meinen Freund ist der Ansaugstutzen am zylinderkopf undicht da das gewinde im Kopf beschädigt ist. Jetzt haben wir es schon mit loctite gewindedicht und füge nabe welle probiert. Davon hat leider nichts funktioniert. Hat jemand ne Idee was man da noch tun kann. Habe leider kein Foto vom gewinde aber es sieht so aus als wäre jemand mit einen Fräser abgerutscht und hat das gewinde auf der ganzen Länge beschädigt.

Gruß Tobi
 
Das Problem an der Stelle ist die Temperatur.
Ich würde das mal mit so einer Auspuffdichtmasse (GunGum oder so) versuchen.
Oder evtl. mit HT-Dichtmasse (Dirko HT)

Und das Gewinde und auch den Spalt zw. Flasch und Kopf richtig satt einschmieren.
 
Hi,

mit Dirko habe ich eine Ölundichtigkeit am Suzuki Zylinderfuß von außen abgedichtet. Wollte ich im Winter eigentlich dann richtig machen doch da es noch dicht war, war ich faul.
Für härtere Lasten nehme ich Pattex 2K, gibts für verschiedene Anwendungen. Habe damit eine dicke Aluscheibe unter den Seitenständer geklebt, hielt bombenfest, musste jetzt nachdem ich die Karre tiefer gelegt habe, mit der Eisensäge bei um das Zeug wieder zu entfernen.

Gruß
Willy
 
Hast du Loctite 577 probiert ? Funktioniert bei metrischen und konischen Gewinden und wird seitens BMW zur Abdichtung Gewindering in HAG verwendet. Langzeit Erfahrung liegt vor, ersetzt das ursprüngliche Hylomar.
 
Servus

Danke für die ganzen tipps. Ich habe es heute mal mit der dirko HT Variante probiert. Das lässt sich wenn es nicht funktioniert gut lösen. Wenn morgen alles getrocknet ist werde ich es testen. Falls es dann nicht klappt kann ich immer noch zu 2k klebern greifen. Werde berichten ob es geklappt hat.

Gruß Tobi
 
P1000765.JPG

Ich habe es mit dem Dichtfaden repariert, hat perfekt gehalten.
Da ich zu dem Zeitpunkt das Hofesche Eindrehwerkzeug noch nicht hatte, habe ich den Standfuss des Winkels zum Drehen genommen, den langen Schenkel in die passende Nuss gesteckt und mit der Verlängerung ordentlich angezogen.
 
So wie ich es verstehe ist da aber eine Nut in Bohrungslängsrichtung.
Da bringt Teflonband oder Fermitschnur wohl nix, da die ja zwischen den Gewindeflanken dichten.
Und in der Nut fehlen die ja.
 
So ich hab jetzt vieles probiert und nichts hat wirklich funktioniert. Wahrscheinlich werde ich mir jetzt zwei Ansaugstutzen aus alu drehen. Diese werden dann reingeschaut und außen am Kopf verschweißt. Das sollte dann dauerhaft dicht sein wenn es ordentlich Geschweißt ist.

Gruß Tobi
 
2K Kaltmetall ist 2-Komponenten Epoxidharz mit Alupulver gemischt. Ist bis 300 Grad hitzebeständig und damit am Ansaugstutzen ohne Probleme nutzbar. Ausgehärtet kann man es bohren und schleifen. Gibts als Knetmasse und flüssig. Das Zeug würde ich nehmen und hätte garantiert Ruhe.
LG :wink1:
Martin
 
2K Kaltmetall ist 2-Komponenten Epoxidharz mit Alupulver gemischt. Ist bis 300 Grad hitzebeständig und damit am Ansaugstutzen ohne Probleme nutzbar. Ausgehärtet kann man es bohren und schleifen. Gibts als Knetmasse und flüssig. Das Zeug würde ich nehmen und hätte garantiert Ruhe.
LG :wink1:
Martin

Servus

Meinst du sowas wie JB weld. Damit hat man dann aber keinen 2. versuch.

Gruß Tobi
 
Doch, wenn mans über 300°C erwärmt :piesacken:
Aber normalerweise funzt so Flüssigmetall beim 1. Mal, wenn es richtig angewendet wird.
Also absolut fettfrei.
In deinem Falle würde ich NICHT die KNETmasse nehmen.
Ich hab auch schon mal Teile in 2 Durchgängen eingeklebt. Bohrung und Teil mit dem angemischten Harz einstreichen und montieren.
Teil wieder rausschrauben, nochmal einkleistern und dann endgültig einschrauben.
Wenn der ZK abgebaut ist, dann könnte man den auch etwas erwärmen (60-80°C), dann läuft das Harz in kleinste Ritzen.
Aber erst warm machen, wenn die Teile verklebt sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde es jetzt erstmal mit 2k kleber probieren und die Köpfe im winter dann reparieren lassen beim Rolf da die bmw zurzeit gebraucht wird.
Welchen 2k kleber nimmt man da am besten.

Gruß Tobi
 
So ich habe jetzt mal ein bisschen nach flüssig Metall geschaut. Aber ich hab keins gefunden was bis 300° geht. Die meisten gehen nur bis 120° ausser weicon HT das geht bis 180°.
 
Also der eingeklebte Temperaturfühler in der Ölwanne und die geklebeten Zylinderkopfdeckel haltens aus.
Und die Verschlussschraube vom Ölkühlerthermostaten auch.
Die Festigkeit nimmt ab, aber du brauchst das ja im wesentlichen zum Dichten.

eyffer.shop/de/henkel-loctite-ea-9497-epoxid-strukturklebstoff-50-ml-grau-2-1-mittel-2k-2053807-fuer-waermeleitfaehige-klebeanwendungen.html
und da dann -> Technisches-Datenblatt.pdf

ist nur ein Beispiel
 
So ich habe jetzt mal ein bisschen nach flüssig Metall geschaut. Aber ich hab keins gefunden was bis 300° geht. Die meisten gehen nur bis 120° ausser weicon HT das geht bis 180°.
Schon bei 200°C würde das Öl im Zylinderkopf langsam zu Teer verkocht, bei 300°C wäre es schlicht verdampft. Hilft dir das für eine realistische Bewertung? Mit Uhu endfest habe ich vor gut 100 tkm die Magnete von Valeo eingeklebt - hält bis heute.
 
ach un noch n Tipp,

wenn du z.B. eine "Kehlnaht" kleben möchtest,
dann warten bis es leicht angezogen hat und dann Spucke auf den Finger und glatt streichen, bzw. in die Ecke drücken.
Das wiederholte Befeuchten des Fingers mit Spucke kann zu unangenehmen Geschmackserlebnissen führen :oberl:
 
J-B Weld gibt in der Produktbeschreibung Hitzebeständigkeit bis 300 Grad an. Die werden an dieser Stelle nie erreicht, denn das durchströmende Luft-/Benzingemisch wirkt kühlend. Kostenpunkt etwa 15-18 Euro - je nach Lieferant.
LG :wink1:
Martin
 
Du könntest auch das Gewinde aufspindeln und einen "angefertigten" Ansaugstutzen oder einen Adapterring mit einem größeren Gewinde einsetzen, wenn du die Bearbeitungmöglichkeiten hast. Wank hat bei Zylinderkopfumbauten immer die Einlasskanäle deutlich vergrößert und dann einen passend angefertigten Alustutzen mit M48x1,5 eingebaut. Serie ist glaub ich M42. Also ist da schon ausreichend "Fleisch" vorhanden.
 
Mich würde mal interessieren wie tief in das Gewinde gefräst wurde bzw. wie viel Material da eigentlich fehlt, gibt es Bilder?

Ich kann mir so nicht vorstellen, dass ein Einkleben mit z.B. UHU endfest nicht dauerhaft halten und dichten wird. Vorausgesetzt natürlich, dass alles penibel sauber (Dremel mit Drahtbürste) und fettfrei vorbereitet und der Klebstoff auf das Gewinde und nicht nur aussen aufgebracht wird.

Edit: mk66 war schneller...

LG
Rainer
 
Zurück
Oben Unten