Problem bei konstanter höhere Geschwindigkeit

ThomasT

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25. März 2020
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23
Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier richtig mit meinem Problem.

Fahrzeug: R100R (Bj. 1993)

Problemstellung:

Bei längerer konstanter Fahrt zwischen 110 und 130 kmh nimmt das Motorrad kein Gas an beziehungsweise es fühlt sich an wie wenn ich mit geschlossenem Benzinhahn losfahre (ziemlich genau gleich).

In niedrigen Geschwindigkeiten kommt das Problem nicht vor. Es kommt auch unregelmäßig vor und lässt sich nicht direkt provozieren.

Ich habe das Gefühl, dass es mit vollem Tank weniger vorkommt, das kann aber auch Zufall sein.

Folgende Dinge wurden fachmännisch gemacht.
- Ventile eingestellt
- Vergaser gereinigt
- Schwimmer ersetzt
- Schwimmernadelventil ersetzt

Es sind keine Benzinfilter verbaut.

Habt ihr vielleicht einen Tipp an was das liegen könnte?

Mein nächster Ansatz (nach dem Ausschlussprinzip) wären die Benzinhähne, was meint ihr?

Viele Grüße und besten Dank für jede Hilfe und jeden konstruktiven Input.

Thomas
 
Mein nächster Ansatz (nach dem Ausschlussprinzip) wären die Benzinhähne, was meint ihr?
Das wäre auch mein nächster Ansatz, du kannst auch vorher mal einen Benzinschlauch vom Vergaser abziehen und überprüfen, ob genügend Benzin fließt (in ein Gefäß). Da melden sich bestimmt noch welche und sagen dir wieviel in welcher Zeit da durchlaufen muß.
 
Hallo Thomas
Du liegst da völlig richtig. Hatte von ein paar Wochen ähliches Problem. Hallgeber und Zündbox gewechselt - ohne Erfolg. Dann wieder zu unserem 2 V Profi in Vorderhindelang. Ergebnis: ein Bezinhahn völlig dicht. Wurde gereinigt und jetzt rennt meine Kuh wieder, als wenn nichts gewesen wär.
Ach so: R100R Bj. 93

LG Christian
 
Besten Dank euch beiden für die fixe Antwort. Ich werde die Benzinhähne mal anschauen bzw. vermutlich auch direkt durch neue ersetzen. Ich werden dann berichten ✌️Schönen Sonntag noch
 
Das wäre auch mein nächster Ansatz, du kannst auch vorher mal einen Benzinschlauch vom Vergaser abziehen und überprüfen, ob genügend Benzin fließt (in ein Gefäß). Da melden sich bestimmt noch welche und sagen dir wieviel in welcher Zeit da durchlaufen muß.
Ein Viertelliter pro Minute reicht locker. Ansonsten würde ich spaßeshalber noch den Tankdeckel nicht schließen, damit eine Entlüftung gegeben ist.

Gruß Bernhard
 
Besten Dank euch beiden für die fixe Antwort. Ich werde die Benzinhähne mal anschauen bzw. vermutlich auch direkt durch neue ersetzen. Ich werden dann berichten ✌️Schönen Sonntag noch
Die alten Hähne kann man sehr gut reparieren bzw neue Dichtungen einsetzen.
Es könnten aber auch die Schläuche zugefallen sein. Also unten mit messen anfangen und ggfs hocharbeiten.

Vakuum ist ein guter Hinweis, müsste sich bei dem Test auch zeigen.

Den Schwimmerstand hast du bestimmt eingestellt, prüfen kann nicht schade.

Viel Erfolg!
 
Gnamend,
es sind höchstwahrscheinlich die Filtersiebe die auf der Tank Seite, grobe Verschmutzungen aufhalten sollen!
Diese kann man einfach bei Demontage der Hähne herausziehen und säubern!
Da muss nichts neu wenn die Benzinhähne noch dicht sind.

Gruß
Kai
 
)(-:,
Die innenliegenden rausschmeißen und externe in den Leitungen verbauen.
Bei der Gelegenheit auch den Schnüdel von Reserve ganz abschneiden, sodaß der sich
eventuell ablagernde Schmodder regelmäßig der Verbrennung zugeführt werden kann.

So bei meinen Hähnen praktiziert, Grüße, Tom.
 
Die innenliegenden rausschmeißen und externe in den Leitungen verbauen.
Neee...ist doch Unsinn, warum?Das System funktioniert einwandfrei über lange, lange Zeit...

Wenn man seine Kiste halbwegs instand hält (nach Wartunganweisungen, bspw. aus der DB), kann man sich irgendwelche Kunstgriffe wie Siebe entfernen, Schnüdel kürzen und alles sparen...weils eben so funktioniert, wie die Konsteukteure gedacht haben. Die waren nicht völlig blöd.

Grüsse, Hendrik
 
Ich tippe auch auf Schwimmerkammer-Niveau
Ich ebenfalls. Kenne das Phänomen von meiner GS.
Abhilfe:
Die Blechzungen der Schwimmernadelventile durch gefühlvolles (!!!) Biegen nachjustieren, damit anschließend eine größere Füllmenge für höhere Drehzahlen in der Schwimmerkammer zur Verfügung steht.

VG
Guido
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber mal den Tank abbauen, entleeren, Benzinhähne und Filter reinigen, den Schmutz vom Tank ausschwenken und danach hat man jahrelang wieder Ruh. 😊

PS
Die früheren Filtersiebe sind nur im Benzinhahn gesteckt und können sich lösen so dass sie ein Stück nach oben rutschen und in Reservestellung dann unwirksam sind.
Die neuen Filter sind fest mit einer Aludichtscheibe verbunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber mal den Tank abbauen, entleeren, Benzinhähne und Filter reinigen, den Schmutz vom Tank ausschwenken und danach hat man jahrelang wieder Ruh. 😊
Vielen Dank in die Runde für die hilfreichen Tipps. Den Ansatz hier werde ich mal verfolgen. Wenn das keine Abhilfe schafft schau ich Richtung Schwimmerkammer. Grüße und eine schönen Wochenstart
 
Zuletzt bearbeitet:
bei übertrieben angenommenem Verbrauch von 7,5L bei 100km Strecke in einer Stunde wären das 7,5 L / 60min = 0,125 L/min. Zapft man in Muttis Messbecher ( nicht erwischen lassen und hinterher mit Duftspüli vom Benzingeruch befreit heimlich zurück in den Küchenschrank stellen, sonst droht :entsetzten: :OA%!:schimpf::entsetzten: ) vom Benzinhahn jeweils einzeln links und rechts :

- in 5 min, müssten mindestens 0,625/2 = 0,31 also ungefähr 0,3 L aus jedem Hahn ausfliessen

Bei geschlossenem Tankdeckel machen :
Menge ok -alles gut ( 0,25 L wären auch ok; das entspräche einem realistischerem Verbrauch von 6 L bei 100km Strecke eine Stunde lang )

Menge zu gering :
gleiche Probe mit offenem Tankdeckel
Menge ok . dann ist die Tankbelüftung verstopft
Menge mit offenem Tankdeckel zu gering, dann sind die Hahnsiebe verstopft

Wenn die Hähne nicht lecken muss man nur die Siebe säubern und braucht sie nicht neu kaufen ( für 100 Euro gibt es 8-10 Kisten Bier :oberl: )
LG :wink1:
Martin
 
Neee...ist doch Unsinn, warum?Das System funktioniert einwandfrei über lange, lange Zeit...

Wenn man seine Kiste halbwegs instand hält (nach Wartunganweisungen, bspw. aus der DB), kann man sich irgendwelche Kunstgriffe wie Siebe entfernen, Schnüdel kürzen und alles sparen...weils eben so funktioniert, wie die Konsteukteure gedacht haben. Die waren nicht völlig blöd.

Grüsse, Hendrik
Naja,
ein im Tank liegender Filter, welcher ich unbemerkt zusetzt ist vielleicht ästhetisch, aber nicht praxisgerecht.
In den älteren Hühnern ist ein kleiner Filter im senkrechten Abgang, damit kann man noch leben.
Die praxisgerechtere Lösung ist die vom Tom, weil die Papierfilter auch bei vollem Tank getauscht werden können und selbst ganz feine Körnchen rausfiltern.

Beim DS vom Senior war ein Im Tank verbauter Spaltfilter von jetzt auf gleich zu, was für ein Spass die 50l abzusaugen, damit man da dran kam.

Gruß vom Frank
 
Tja...praxigerecht, mag sein, obschon ich da auch nicht so ganz mitgehe...Aber mal ehrlich, wann setzen sich die Tanksiebe denn so zu, das man es im Fahrbetrieb merkt? Von einer sich ablösenden Tankbeschichtung mal abgesehen....? Ich habe denen bei den meisten meiner Motorräder bisher keine Beachtung geschenkt und es funktioniert einfach....Ich meine, wo soll der ganze Dreck herkommen, der die Siebe zusetzt?

Grüße, Hendrik
 
Da sich der Schmodder im Tank gemäß Schwerkraft zunäGSt unten an den Filtern des Tanks absetzt, treten die Probleme ja meist zuerst bei Fahrt auf Reserve auf. Dass die Tankfilter von jetzt auf gleich dicht machen, habe ich bei einem Motorrad, welches regelmäßig betrieben wird, nie erlebt.
Eine Reinigung oder Tausch der Filter nach all den Jahren erachte ich dennoch als nützliche Info. Einfach damit es mal gecheckt wurde.
Wenn aktuell auch nicht ursächlich, insofern das Motorrad regelmäßig gefahren wurde.

VG
Guido
 
Zuletzt bearbeitet:
Als Ursache käme auch eine nicht funktionierende Tankbelüftung über den Tankdeckel in Frage. Dann läuft bei hohem Durchsatz nicht mehr genug Sprit in die Vergaser nach. Das Problem hatte ich auch schon mal. Natürlich würde ich dir hier niemals vorschlagen, das zu überprüfen, indem Du mit nur lose aufgeschraubtem Tankdeckel fährst, weil das gefährlich ist...
Viele Grüße
Stephan
 
Zugesetzte Tankfilter hatte ich bei mehreren Standuhren.
Und wenn man dann aus verschiedenen Gründen Tanks in Kanister leert und die dann wieder einfüllt, passiert es halt.
Es ist besonders ärgerlich, wenn man auf Reserve umschaltet und kein Sprit mehr nachläuft.
Man kann die Tankfilter selbstverständlich auch alle, sagen wir mal 5 Jahre, reinigen.
Da ich vergesslich bin, halte ich es wie Tom.

Bei Einspritzpumpen, deren Vorförderpumpe meist aus Geräuschgründen im Tank platziert ist, wird dieselbe mit einem um die Pumpe befindlichen feinen Gitter vor Dreck aus dem Tank geschützt.
Ein Hersteller von Allradfahrzeugen in Wales hat es geschafft, Kunststofftanks zu verbauen, welche sich nach einigen Jahren Innen auflösten und das großzügig bemessene Sieb zukleisterten.
Dadurch wurde meist auch die Pumpe beschädigt.
Die Pumpe von der Größe einer Magnumflasche war im Tank zwar von Oben ausbaubar, es gab aber keine Serviceöffnung.
Also musste der Tank ausgebaut werden, wozu einiges Anderes ab musste etcpp.
Man lernt bei einer solchen Demontage ganz neue Schimpfwörter.

Seitdem hasse ich Siebe im Tank.

Gruß vom Frank
 
Ich ebenfalls. Kenne das Phänomen von meiner GS.
Abhilfe:
Die Blechzungen der Schwimmernadelventile durch gefühlvolles (!!!) Biegen nachjustieren, damit anschließend eine größere Füllmenge für höhere Drehzahlen in der Schwimmerkammer zur Verfügung steht.

VG
Guido
Was bedeutet "gefühlvoll" in mm ? Denn dies bleibt mir nach div. Versuchen an allen anderen Verdächtigen als ultima ratio.
Wie gefühlvoll ist gefühlvoll?
Und helfen u. U. die bei Kempmann erhältlichen "gläsernen" Schwimmerkammern bei der Einstellung/dem Gefühlvollen Verbiegen?
 
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